Ein Wochenende für Mörder: Kriminalroman

Ich war tot. Ich fühlte mich jedenfalls so. Seltsam, daß ausgerechnet Celia es war, die mich ins Leben zurückrief. Sie stand dicht neben mir, eingehüllt in eine Duftwolke von Arpège. Ich hatte Mühe, meine Erinnerung auf Trab zu bringen. Die einzelnen Episoden dieses Alptraumes schwammen auseinander wie Fettflecke in heißem Spülwasser. Alles war irgendwie konturenlos, ausgenommen die Schmerzen. Sie saßen in meinem Schädel und zerrten an meinen geschlossenen Augen. Nur der Parfümduft hielt mich wach. Und das Wissen, daß Celia neben mir stand. Celia O’Neill, der Broadwaystar. Es war absurd, soviel... alles anzeigen expand_more

Ich war tot.



Ich fühlte mich jedenfalls so. Seltsam, daß ausgerechnet Celia es war, die mich ins Leben zurückrief. Sie stand dicht neben mir, eingehüllt in eine Duftwolke von Arpège.

Ich hatte Mühe, meine Erinnerung auf Trab zu bringen. Die einzelnen Episoden dieses Alptraumes schwammen auseinander wie Fettflecke in heißem Spülwasser. Alles war irgendwie konturenlos, ausgenommen die Schmerzen. Sie saßen in meinem Schädel und zerrten an meinen geschlossenen Augen. Nur der Parfümduft hielt mich wach. Und das Wissen, daß Celia neben mir stand. Celia O’Neill, der Broadwaystar.

Es war absurd, soviel Schönheit hassen zu müssen. Aber genau das war der Fall. Celia O’Neill hatte dafür gesorgt, daß ich beinahe totgeschlagen worden war. Noch war nicht entschieden, ob ich jemals hier herauskommen würde. Lebend, meine ich. Ich wußte nicht, wie lange ich bewußtlos gewesen war. Ich konnte nicht sagen, wie ich jetzt aussah. Auf meinen Lippen spürte ich die Spannung geplatzter Haut und verkrusteten Blutes. Mein Gesicht hatte gewiß nicht mehr viel Ähnlichkeit mit jenem, das mir noch vor wenigen Stunden aus dem Rasierspiegel entgegengeblickt hatte — recht fröhlich, wie ich mich vage erinnerte, denn immerhin hatte ich zu diesem Zeitpunkt mit Celia O’Neill bereits ein Treffen vereinbart.

Ich hob vorsichtig die Lider. Das Licht der Deckenlampen war gedämpft, aber es tat meinen Augen weh. Noch schmerzhafter war für mich der Anblick von Celia O’Neill. Ihre Schönheit traf mich wie ein Frontalzusammenstoß.

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