Faust Teil II

Faust Teil II
Zugestanden, das Lesen eines Theatertextes mit seiner besonderen Sprechweise ist nicht...
Faust Teil II
Reinhard Pantel

Zugestanden, das Lesen eines Theatertextes mit seiner besonderen Sprechweise ist nicht jedermanns Sache. Hinzu kommt, dass das Bühnenstück FAUST IIa thematisch keine einfach zu beherrschende Prüfung unseres menschlichen Daseins behandelt.
Wir bewegen uns hier nach Goethes Vorgabe – gemäß FAUST – Teil I – in einer „Welt des Unsichtbar-Innersten“, also bei den Ausprägungen von Lebensanschauungen von Individuen, die zu ihrem Schöpferbild in Bezug auf Geborgenheit, Vertrauen und durch die dunklen Täler des Zweifelns geformt werden.
Und hier finden wir auch jenen Ausgangspunkt, dessen spiel- und handlungssteuernder Aspekt vom „Prolog im Himmel“ vom Goetheschen vorausgehenden Faust-Teil I ausgeht und dabei vornehmlich die Thematik behandelt, wie der Wissenschaftler Faust auf seinem weiteren Lebensweg „in die Klarheit geführt“, d.h. in eine noch zu gewinnende Erkenntnis geführt werden soll, so wie es DER HERR im Dialog mit Mephistopheles in Zeile 309 diesem prophezeit und somit das Thema „FAUST“ unweigerlich eine religiöse Richtung lenkt, wie es uns zum Beispiel das alttestamentarische Lehrbuch HIOB vormacht.
Die vorliegende Paralleldichtung ist zweifellos eine religiös-motivierende belletristische Theaterdichtung, in der der Ankläger Mephistopheles in der Personifizierung eines selbstbewussten und „unabhängigen Geistes“ – (hier als Teil der Persönlichkeit Fausts interpretiert) – sich gegen DEN HERRN auflehnt, und dieses auch noch innerhalb seiner eingeräumten Freiheiten, nämlich als Fausts „Alter Ego“ (= „als das andere Ich“).
Am Ende dieser Paralleldichtung könnte thematisch noch jene provokatorische Frage aufkommen, ob die erste „Wette“ (Zeile 312 / FAUST I) zwischen Mephistopheles und DEM HERRN vielleicht nicht doch (im Hinblick auf die Zeile 309/FAUST I ) eine „Farce“ darstellt?
Faust findet hier im Bühnenstück letzten Endes den Schlüssel für das Leben (d.h. für sich selbst) in dem Glauben, dass „das Leben die Liebe ist, und des Lebens Leben Geist“ (vgl. auch 1. Joh. 4.16; 2. Halbsatz). Kurzum, wir befinden uns hier an einem Ort, an dem theologische Reflexionen wirkungsvoll in eine Vielfalt von (belletristischen) Lebensgeschichten – wie bei HIOB eingangs erwähnt – eingebettet werden können.

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Produktinformationen

Artikelnummer:
SW214029
Autor:
Reinhard Pantel
Verlag:
Reinhard Pantel
Seitenzahl:
435
Veröffentlichung:
01.01.2014
ISBN:
9783956901348
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