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    <updated>2026-04-30T05:36:55+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Rezension: Der Astronaut - Andy Weir</title>
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                                            &quot;Der Astronaut&quot; von Andy Weir ist zwar schon vor einer ganzen Weile erschienen, aber zum Lesen bin ich erst vor kurzem gekommen. Und ich habe mich sehr geärgert, dass ich diesen Roman erst jetzt für mich entdeckt habe. Wie schon bei &quot;Der Marsianer&quot; schafft Weir es erneut, wiss...
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                  &quot;Der Astronaut&quot; von Andy Weir ist zwar schon vor einer ganzen Weile erschienen, aber zum Lesen bin ich erst vor kurzem gekommen. Und ich habe mich sehr geärgert, dass ich diesen Roman erst jetzt für mich entdeckt habe. Wie schon bei &quot;Der Marsianer&quot; schafft Weir es erneut, wissenschaftliche Präzision mit einer guten Portion Humor und einer sehr interessanten Vision für die Zukunft der Erde zu verknüpfen.  
 Wieso ich dieses Buch jetzt ausgrabe? Weil im April die Verfilmung des Romans angekündigt wurde und dieser Film mit Ryan Gosling in der Hauptrolle ab dem 19.3.2026 in den Kinos läuft! . &quot;Project Hail Mary&quot; wird grandios, zumindest sehen die Trailer super aus und die Vorlage gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Verantwortlich für den Film sind die Amazon MGM Studios, inszeniert wird alles von Phil Lord und Chris Miller.&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
   
   Andy Weir: Der Astronaut   
  Erscheinungsdatum: 10.05.2021 - Verlag: Heyne - Seitenzahl: 560  
 Als Ryland Grace erwacht, muss er feststellen, dass er ganz allein ist. Er ist anscheinend der einzige Überlebende einer Raumfahrtmission, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt, auf einem Flug ins Tau-Ceti-Sternsystem. Aber was erwartet ihn dort? Und warum sind alle anderen Besatzungsmitglieder tot? Nach und nach dämmert es Grace, dass von seinem Überleben nicht nur die Mission, sondern die Zukunft der gesamten Erdbevölkerung abhängt. 
  Zum eBook  
 &amp;nbsp; 
  Rezension zu &quot;Der Astronaut&quot; von Andy Weir:  
 &quot;Der Astronaut&quot; ist meiner Meinung nach ein ziemlich nichtssagender Titel. So mancher verwechselt diesen Roman vielleicht sogar mit Weirs Debüt &quot;Der Marsianer&quot;, in dem es schließlich auch um einen Astronauten geht. Aber während Mark Watney auf dem Mars strandet und sich seiner Umstände mehr als bewusst ist, wacht Ryland Grace eines Tages auf und hat absolut keine Ahnung, wo er ist oder gar wer er ist. Er weiß nur, dass er sich augenscheinlich im Weltraum befindet und dass er dort ganz alleine ist. Aber was soll er dort? Warum ist er überhaupt hier? Und wo ist &quot;hier&quot; eigentlich genau? Der englische Titel &quot;Project Hail Mary&quot; gibt ein wenig mehr Aufschluss darüber, um was es gehen könnte. 
 Ein &quot;Hail Mary&quot; beschreibt einen allerletzten Versuch mit kaum bis keiner Chance auf Erfolg. Aber wenn man es gar nicht erst versucht, kann man es ja erst recht nicht schaffen, daher ist ein allerletztes Aufbegehren gegen scheinbar hoffnungslose Umstände allemal besser als Untätigkeit. Im Deutschen lässt sich das vielleicht am besten als &quot;Himmelfahrtskommando&quot; übersetzen. &quot;Projekt Himmelfahrtskommando&quot; wäre meiner Meinung nach ein deutlich besserer Titel gewesen als &quot;Der Astronaut&quot;. Aber wahrscheinlich wollte man mit dem Titel an den Hit &quot;Der Marsianer&quot; erinnern und hoffentlich an den Erfolg anküpfen. 
 &amp;nbsp; 
 Fakten und Personen: Worum es in &quot;Der Astronaut&quot; geht 
 Es ist ein bisschen schwer, hier alle wichtigen Personen aufzulisten, ohne direkt die Handlung zu spoilern. Ryland Grace kennt man ja schon aus der Buchbeschreibung. Er ist der Astronaut, der auf einem Schiff irgendwo im Weltall aufwacht, umsorgt von Robotern und einer sehr fortgeschrittenen KI. Dann wäre da noch Eva Stratt, die Verantwortliche für das Project Hail Mary. Die Vereinten Nationen haben Stratt unbegrenzte Ressourcen und Befehlsgewalt übertragen, um die Erde zu retten. Ryland Grace ist eine der Personen, die aufgrund ihres Wissens dazu ausgewählt wurden, an der Rettung der Erde mitzuwirken. Jemand ganz bestimmten lasse ich aber aus Spoilergründen an dieser Stelle absichtlich weg. Ansonsten kommt der Roman ohne viele namentlich bekannte Personen aus. Der Reiz der Geschichte liegt eben genau in der Tatsache, dass Ryland auf sich alleine gestellt ist. Was alles zuvor geschehen ist, wird in der Form von Flashbacks abgehandelt, als Rylands Erinnerungen Stück für Stück zurückkommen. Seine Aufgabe ist nicht mehr oder weniger, eine Lösung für die Rettung der Erde zu finden, koste es, was es wolle. 
 Ich bin nun wirklich keine Expertin in Sachen Astrophysik, Physik allgmein oder Mathematik. Eher wache ich heute noch schweißgebadet auf, weil ich mal wieder geträumt habe, dass ich eine Physikprüfung schreiben muss und keine Ahnung von gar nichts habe. Aber Andy Weir erklärt selbst abstrakte Konzepte auf eine Art und Weise, dass ich beim Lesen gut folgen konnte und an keiner Stelle das Gefühl hatte, etwas Wichtiges nicht zu verstehen. Zum Beispiel die Art und Weise, wie Ryland den Ortsfaktor bestimmt, um herauszufinden, wo er sich gerade befindet. Oder die Nutzung von Spektroskopie bei Experimenten. 
 Die Erde stirbt - aber nicht an Überhitzung 
 Die Prämisse des Romans ist, dass die Erde dem Untergang geweiht ist. Aber tatsächlich liegt es diesmal nicht an den Menschen, die Schuld sind, sondern die Sonne verliert einfach auf einmal an Kraft. Sämtliche Prognosen rechnen mit einer Eiszeit innerhalb von wenigen Jahren. Daher schließen sich die besten Wissenschaftler der Welt zusammen, um die Gründe für die schwächelnde Sonne herauszufinden. Vielleicht gibt es ja etwas, das getan werden kann. Denn nicht nur unsere Sonne wird schwächer, auch andere Sternen scheinen an Kraft zu verlieren. Ist die Sonne vielleicht - in Ermangelung eines besseren Wortes - krank? Und wenn ja, wie kann man sie heilen? Antworten scheint es in einem anderen Sonnensystem zu geben, denn die dortige Sonne ist die einzige in dem Quadranten, die noch gesund zu sein scheint, während alle Nachbarn von demselbem Leid befallen sind. 
 Toto, ich glaube wir sind nicht mehr in Kansas 
 Schnell wird Ryland klar, dass er sich nicht mehr in dem ihm bekannten Sonnensystem befindet. Was etwas komisch ist, denn soweit er sich erinnern kann, war die Menschheit noch nicht so weit entwickelt, dass intergalaktische Reisen eine Möglichkeit waren. Fragen kann er auch niemanden, die die anderen beiden Crewmitglieder sind tot (und zwar scheinbar schon seit Jahren) und Kontakt zur Erde kann er auch nicht einfach so herstellen, da er im wahrsten Sinne des Wortes außer Reichweite ist. Aber so ganz alleine ist er auch nicht: Es stellt sich heraus, dass die Menschheit nicht als einzige auf die Idee gekommen ist, jemanden in das fremde Sonnensystem zu schicken, um nach einer Lösung für das Sonnenproblem zu suchen. Und schon entwickelt sich eine weitere Ebene in dieser Geschichte, die Andy Weir ganz hervorragend durchdachte hat: Wie kommuniziert man am besten mit außerirdischen Lebensformen, deren Sprache so gar nicht der unseren ähnelt? Kann man vielleicht trotzdem irgendwie erfolgreich zusammenarbeiten? 
 Spannendes Weltraumabenteuer 
  Durch eine sehr geschickte Mischung aus Rückblenden und gegenwärtigen Herausforderungen sowie spannenden Enthüllungen wird die Spannungskurve konstant hochgehalten. Ich war wirklich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Alles, was in dem Roman passiert, war für mich schlüssig, aber auch gleichzeitig ein bisschen beängstigend. Denn so schön alles in dieser Geschichte klingt: Ich glaube kaum, dass wir es als Planet Erde hinbekommen würden, in diesem Maße zusammenzuarbeiten und erst mal andere Konflikte beiseite zu legen. Weir entwirft hier eine Zukunft, die ethische, aber auch philosophische Fragen aufwirft und den Einfallsreichtum und die Suche nach Antworten und Lösungen feiert, die die Menschheit schon auf den Mond gebracht hat. Das alles geschieht mit richtig viel Humor, sodass ich beim Lesen mehrfach laut lachen, aber auch das eine oder andere Mal eine Träne verdrücken musste. Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung für &quot;Der Astronaut.   
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                            <updated>2026-03-10T09:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: Dungeon Crawler Carl von Matt Dinniman</title>
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                                            Was würdest du tun, wenn Aliens die Erde in eine Gameshow verwandeln – und du nur mit Boxershorts, Crocs und deiner Katze überleben musst?
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                  Neues Achievement! Dungeon World Neuling.  
  Du hast eine neue Buchreihe entdeckt, deren erster Teil jetzt endlich auf Deutsch verfügbar ist!   Wow, ein richtiger Early Adapter. Mit Ausnahme der Millionen von Menschen, die die Romane schon in der Originalsprache kennen und aktuell auf den achten Band warten, natürlich. Aber wir nehmen das mal nicht so genau, du kannst schließlich nichts dafür, dass das mit der Übersetzung so lange gedauert hat.  
   Belohnung : Du darfst in eine komplett irrwitzige Welt eintauchen.    
 Herzlich willkommen in der neuen Weltordnung. Die Aliens sind da. Sie wollen die Rohstoffe der Erde. Aber vor allem wollen sie eines: Geld. 
 Wie kommt man schnell an viel Geld? Entertainment natürlich.&amp;nbsp; 
 Wer lebt, muss kämpfen. Wer kämpft, wird gefilmt. Wer gut kämpft, bekommt Follower, besseres Loot und Sponsoren. Der Preis? Nicht weniger als Herrscher der Welt zu werden – vorausgesetzt man schafft es bis Ebene 18. Und geschafft haben das bisher ... naja. Sagen wir mal, die Anzahl ist  sehr  überaschaubar. 
 Mittendrin: Carl. Mit dabei: Prinzessin Donut, die verwöhnte Perserkatze von Carls Exfreundin Beatrice. 
 Die ganze Galaxie freut sich schon auf die neue Staffel Dungeon Crawler World. Unzähliche Zuschauer und Zuschauerinnen verfolgen über Livestreams, wie ihre Lieblingscrawler sich durch durch die einzelnen Level des Dungeons kämpfen. Dabei stehen sie auf Hunden reitenden Kobolden gegenüber, Drogen dealenden Llamas, Goblins, Elfen, Hausmeister-Ratten ... kurz gesagt: Alle klassischen Gegner, die man aus Fantasy-RPG Spielen kennt und noch einige mehr. Die KI, die den Dungeon kontrolliert, ist sehr kreativ und bedient sich an bekannten Elementen der irdischen Popkultur. 
 Für besiegte Gegner und Bosse bekommt man Erfahrungspunkte und levelt langsam auf. Irgendwann darf man sogar die Ethnie wechseln und eine Klasse wählen. Kämpfer, Dieb, Kleriker. Oder vielleicht doch Ehemaliger Kinderstar? Es gibt Tausende von Möglichkeiten. Der Überlebenskampf im Dungeon richtet sich nach bekannten Mustern aus Rollenspielen. Aber muss man ein Rollenspiel-Fan sein, um Dungeon Crawler Carl zu verstehen? Nein. Die KI und auch Carl nehmen Lesende an die Hand und machen sie mit den Regeln des Dungeons bekannt.   Um ehrlich zu sein, ich war sehr skeptisch. Nachdem viele meiner Freundinnen immer wieder von der Reihe von Matt Dinniman geschwärmt haben, habe ich Band 1 etwas widerwillig angefangen, und dann innerhalb von 2 Tagen beendet. Nach 3 Wochen hatte ich alle bisher auf Englisch erschienenen sieben Bände gelesen und warte jetzt genauso ungeduldig auf Band 8 wie der Rest meines Freundeskreises. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass mir diese Romane so viel Spaß machen würden, obwohl ich ja privat sehr gerne Rollenspiele wie Baldur&#039;s Gate spiele. Nur habe ich nicht erwartet, dass das alles in Buchform auch so gut funktioniert. Und es funktioniert wirklich ganz fantastisch. Oder eher: Matt Dinniman schafft es wie kein anderer, das Konzept RPG auf einen Roman zu übertragen.   Warum finde ich die Bücher rund um Carl und Donut so gut? Der Humor trifft einfach. Durchgehend witzig, aber nicht albern. Die Dialoge, die Situationskomik, die Katze, die relegmäßig das Rampenlicht stiehlt – alles passt einfach, ohne dabei den Ernst der Lage zu ignorieren. Die Geschichte ist laut, schnell und manchmal wortwörtlich explosiv. Dabei kommen Freundschaft und Loyalität aber nicht zu kurz und besonders Carls trotzige Einstellung gegenüber dem Konzern, der die Spiele veranstaltet, hat mir sehr gefallen. Hinter dem ganzen Chaos im Dungeon steht eine sehr clevere Abrechnung mit Reality-TV, kapitalistischer Ausbeutung und der Gier von Zuschauen nach Unterhaltung. Dabei sind die Leidtragenden die Crawler. Je mehr Leid, je mehr Brutalität, desto besser die Einschaltquoten.  The Hunger Games  trifft  Per Anhalter durch die Galaxis , würde ich sagen. Was zuerst nach einer sehr wilden Mischung klingt, zog mich komplett in seinen Bann. So sehr sogar, dass ich aktuell sogar die Hörbücher höre, weil ich die Zeit bis zum Sommer nicht komplett ohne Donut und Carl überbrücken möchte.    
 
 Dungeon Crawler Carl ist besonders gut geeignet für Leute, die eher bissigen statt albernen Humor mögen und die es schätzen, wenn Unterhaltung mit Gesellschaftskritik kombiniert wird.   Da es bis Teil 2 noch ein wenig dauert, habe ich einige Empfehlungen für die Zeit nach Dungeon Crawler Carl:   Das Spiel wird tödlich  
 
 Stephen King: Todesmarsch 
 Squid Game (Serie) 
 Suzanne Collins: Die Tribute von Panem 
 
  Satire und Systemkritik  
 
 Mark-Uwe Kling: Qualityland 
 Terry Pratchett: Die Scheibenwelt-Romane 
 
  Gaming und virtuelle Welten  
 
 
 Neal Stephenson: Snow Crash 
 Ernest Cline: Ready Player One 
 
 
 
  Humor und Chaos  
 
 Dennis E. Taylor: Bobiversum (Bobiverse-Reihe) 
 Mikael Niemi: Das Loch in der Schwarte 
 
 
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                            <updated>2026-02-03T10:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: &quot;The Secret of Secrets&quot; von Dan Brown</title>
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                                            Der neue Robert-Langdon-Thriller: Wissenschaft, Verschwörung und das Geheimnis des Bewusstseins 
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                 Der neue Robert-Langdon-Thriller: Wissenschaft, Verschwörung und das Geheimnis des Bewusstseins 
 Wenn ein neuer Roman von Dan Brown erscheint, weiß man genau, was einen erwartet. Genau deshalb lieben Millionen Leserinnen und Leser weltweit seine Bücher. In  The Secret of Secrets  is Robert Langdon wieder mittendrin in einem  Wettlauf gegen Zeit . Wissenschaft, Mythologie und Verschwörungen werden auch in diesem sechsten Teil der Reihe rund um den beliebten Professor des Symbologie auf altbekannte Weise miteinander verknüpft.&amp;nbsp; 
 Dieses Mal führt die Reise nach  Prag . Aber wie immer, wenn Robert Langdon irgendwohin eingeladen wird, kann er sich nicht entspannen. Seine alte Freundin Katherine Solomon hält einen Vortrag in der historischen Stadt und steht kurz vor der Veröffentlichung eines Buches, das unser  Verständnis von Bewusstsein, Leben und Tod  revolutionieren könnte. Doch bevor die Welt von ihren bahnbrechenden Entdeckungen lesen kann,verschwindet das Manuskript und Katherine gerät in Lebensgefahr. Schnell wird klar, dass jemand im Hintergrund die Fäden zieht und alles – wirklich alles – daran setzt, dass Katherines Erkenntnisse nicht an die Öffentlichkeit gelangen. 
 Was folgt, ist ein  typischer Dan Brown-Thriller : Ein hohes Tempo, unerwartete Wendungen, Geheimnisse und gespickt mit kunsthistorischen, wissenschaftlichen und philosophischen Verweisen. Brown schafft es mal wieder, Fakten und Fiktion so raffiniert miteinander zu verweben, dass man sich beim Lesen fragt, wo die Grenze verläuft. 
 &amp;nbsp; 
 
 Bewusstsein, Noetik und die Macht des Geistes 
 Im Zentrum von  The Secret of Secrets  steht die sogenannte  Noetik : Eine Lehre, die sich mit den verborgenen Kräften des Bewusstseins beschäftigt. Dan Brown präsentiert sie als revolutionäre Wissenschaft, die Antworten auf alte Fragen geben könnte. Was passiert nach dem Tod? Wie funktioniert unser Bewusstsein wirklich? Können Gedanken die Realität beeinflussen?  Wer eine Suchmaschine bemüht, merkt aber schnell:  Noetik ist kein anerkannter Wissenschaftszweig , sondern eher eine Mischung aus Philosophie, Spiritualität und Esoterik. Genau dieser Grenzbereich macht die Geschichte aber so faszinierend. Dan Brown regt uns dazu an, über das vermeintlich Unmögliche nachzudenken, egal ob man selbst eher Skeptiker oder spirituell veranlagt ist. Vielleicht sind einige Dinge ja bisher nur Unmöglich, weil wir noch nicht die entsprechenden Instrumente und Methoden dafür entwickelt haben? 
 &amp;nbsp; 
 
  Rasante Spannung und klassische Brown-Formel  
 Wie man es von Dan Brown kennt, hat auch dieser Roman  eher kurze Kapitel, viele Szenenwechsel und viele Cliffhanger . Schauplätze wechseln im Minutentakt, von den Gassen Prags über ein Verlagshaus in New York bis hin zu geheimen Forschungseinrichtungen. Die Handlung spielt sich in nur rund 24 Stunden ab, und doch geschieht so viel, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. 
 Brown spielt wieder virtuos mit Symbolen, alten Legenden und wissenschaftlichen Rätseln. Der  Golem von Prag , eines der bekanntesten Mythen Europas, bekommt dabei eine moderne Deutung, die perfekt in das Thema des Buches passt. Gleichzeitig gelingt es dem Autor, gesellschaftlich relevante Fragen einzubauen: Wie beeinflusst die Angst vor Tod und Unsicherheit unser Verhalten? 
 &amp;nbsp; 
 
  Stärken und Schwächen  
 Natürlich bleibt  The Secret of Secrets  nicht ohne Schwächen: Manche Informationen wiederholen sich, und das berüchtigte „Infodumping“ ist wieder da –also längere Passagen, in denen Figuren wissenschaftliche Konzepte etwas zu ausführlich erklären. 
 Doch das schmälert den Lesespaß kaum. Denn wenn Dan Brown eines kann, dann ist es,  Wissen spannend zu verpacken  und seine Leserinnen und Leser mit jeder Seite tiefer in ein Netz aus Symbolik, Geschichte und Geheimnissen zu ziehen. Die Mischung aus Tempo, Intelligenz und Unterhaltung macht seine Bücher unverwechselbar – und  The Secret of Secrets  ist da keine Ausnahme. 
 &amp;nbsp; 
 
  Fazit: Ein spannender Pageturner mit Denkanstoß  
  The Secret of Secrets  ist kein wissenschaftliches Werk und will es auch gar nicht sein. Es ist ein packender  Thriller über Bewusstsein, Macht und die ewige Suche nach Wahrheit . Wer Dan Browns Bücher liebt, wird auch hier wieder genau das finden, was ihn berühmt gemacht hat: Rätsel, Wissen, Spannung – und eine gute Portion „Was wäre, wenn?“. 
 Ein perfektes Buch für alle, die  intelligente Unterhaltung  suchen, gerne mitdenken und sich auf die Mischung aus  Fakt, Fiktion und Philosophie  einlassen. 
 &amp;nbsp; 
 
  Empfohlen für  
 
 Fans von  Sakrileg ,  Inferno  und  Origin  
 Leser:innen von Wissenschafts- und Verschwörungsthrillern 
 Alle, die Spannung mit philosophischem Tiefgang mögen 
 
 Neugierige Köpfe, die sich gerne zwischen Glauben, Wissen und Geheimnissen bewegen 
 
 
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                            <updated>2025-10-28T13:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: &quot;Silver Springs&quot; von Polly Harper</title>
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                                            In Silver Springs knistert nicht nur das Lagerfeuer, sondern auch die Atmosphäre zwischen Estelle und Reed.
                                        ]]>
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                <![CDATA[
                  Enemies to Lovers - Aus Feinden wird ein Liebespaar: Ein beliebtes Thema in Romance-Büchern. In Silver Springs knistert nicht nur das Lagerfeuer, sondern auch die Atmosphäre zwischen Estelle und Reed.  
 &amp;nbsp; 
 Das sagt der Klappentext:&amp;nbsp; 
   
   Polly Harper: Silver Springs - Sunshine on Your Skin   
  Erscheinungsdatum: 01.05.2024 - Verlag: Penguin Verlag - Seitenzahl: 432  
 Estelle möchte auf der Stelle umkehren, als sie vor dem Eingang von Camp Silver Springs in den Wäldern der Rocky Mountains steht. Doch sie muss für mehrere Wochen Sozialstunden im Camp ableisten – dabei hat sie mit Kindern und Natur nichts am Hut. Ihre Laune sinkt noch mehr, als sie den Campleiter Reed kennenlernt, der ihr sehr deutlich zeigt, was er von ihr hält. Estelle beschließt, ihn einfach zu ignorieren – und nach ein paar Tagen muss sie zugeben, dass sie sich an dem idyllischen Ort mit seinen gemütlichen Holzcottages am Seeufer immer wohler fühlt. Mehr noch: Der Camp-Alltag und die Ausflüge zu den Wasserfällen beginnen ihr sogar Spaß zu machen. Und als sie am Lagerfeuer eine überraschende Seite an Reed kennenlernt, ist ihr Herz vollends verwirrt über den charmanten Eindringling ... 
  Zum eBook  
 &amp;nbsp; 
  Rezension zu &quot;Silver Springs - Sunshine on Your Skin&quot; von Polly Harper:  
 Auf in die malerische Wildnis der Rocky Mountains! In dieser herzerwärmenden Geschichte über Selbstfindung und unerwartete Gefühle muss die junge Millardärstochter Estelle aufgrund eines Vergehens Sozialstunden ableisten und zwar in einem Ferienlager für Kinder und Jugendliche. Das ganze wird als &quot;Praktikum&quot; bezeichnet, aber alle Mitarbeiter wissen schnell Bescheid, worum es wirklich geht und auch der Fakt, dass Estelles Mutter mit einer großen Sachspende den Weg bereitet hat, verbreitet sich schnell. 
 Als Estelle im Ferienlager ankommt, kann sie sich ihr Unbehagen kaum verkneifen. Aber es liegt weniger daran, dass sie eine verwöhnte Prinzessin ist, sondern dass der Trubel sie überfordert. Natürlich wissen das Außenstehende nicht und Reed, der Leiter und Estelles Vorgesetzter für den Sommer, stopft sie schnell in eine Schublade. Dazu kommt, dass er auch noch persönliche Gründe hat, warum er reiche Schnösel, die mit Geld ihrer gerechten Strafe entgehen, auf den Tod nicht ausstehen kann. Deshalb gibt er Estelle die mieseste Unterkunft und die schlimmsten Aufgaben. 
 Estelle zeigt sich davon aber zu Reeds Ärger sehr unbeeindruckt und beschwert sich nicht. Stattdessen erledigt sie ohne Murren alles, was man ihr aufträgt. Als dann auch noch eines der Kinder, das gegenüber den anderen im Camp sehr verschlossen ist, Estelles Nähe sucht und die beiden gut miteinander auszukommen scheinen, fragt sich Reed unweigerlich, ob er nicht vorschnell mit seinem Urteil war. Die Chemie zwischen den beiden entwickelt sich auf faszinierende Weise. Polly Harper schafft es, die Dynamik aus gegenseitiger Abneigung und unterdrückter Anziehungskraft glaubhaft darzustellen. Obwohl Reed zu Beginn wenig Sympathie für sie zeigt, beginnt sich ihre Beziehung allmählich zu verändern, als die beiden mehr Zeit miteinander verbringen und Estelle beginnt, sich im Umgang mit den Kindern mehr zuzutrauen. Auch die anderen Teammitglieder erwärmen sich langsam für die junge Frau, als sie sie besser kennenlernen. 
 Die Handlung wird dabei abwechselnd aus der Sicht von Reed und Estelle erzählt, was wirklich gut funktioniert und zeigt, wie Personen nach außen hin ganz anders wirken können, während in ihrem Inneren vielleicht ganz andere Sachen vorgehen. Die Schilderungen des Alltags im Camp mit den Wanderungen und Kursen für die Kinder machen den Roman besonders charmant und es ist schön zu sehen, wie Estelle immer mehr aufblüht und langsam merkt, dass sie vielleicht doch mehr kann, als sie dachte. Bisher war sie nämlich recht planlos gewesen, was ihre Zukunft angeht. 
 Es gibt noch einen zweiten Band, der sich um Reeds Schwester Hazel dreht. Die Grundlagen für ihre Geschichte werden in diesem Band gelegt, aber &quot;Thunder in Your Soul&quot; kann auch unabhängig von diesem Band gelesen werden. 
  Trotz einiger Vorhersehbarkeiten in der Handlung schafft es Polly Harper, das Interesse bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Die Geschichte bietet eine perfekte Mischung aus Romantik, Humor und emotionaleren Themen. Für Fans von Liebesromanen, die in malerischen Naturkulissen spielen und sich auf die persönliche Entwicklung der Figuren konzentrieren, ist  Silver Springs – Sunshine on Your Skin  definitiv ein empfehlenswertes Buch.  
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                            <updated>2025-04-17T08:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: &quot;The Hollow Places&quot; von T. Kingfisher</title>
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                                            Narnia, aber in gruselig: In &quot;The Hollow Places&quot; verstecken sich Durchgänge zu einer Parallelwelt hinter Wänden, wo eigentlich nichts sein sollte. 
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                <![CDATA[
                  The Hollow Places von T. Kingfisher bietet eine fesselnde Mischung aus Horror, dunklem Humor und schaurigen Mysterien. Dieser Roman ist eine meisterhafte Verschmelzung von kosmischem Schrecken und psychologischem Horror, bei dem jede Seite einen tiefer in eine unheimliche und verstörende Welt zieht.  
 &amp;nbsp; 
 Das sagt der Klappentext:&amp;nbsp; 
   
   T. Kingfisher: The Hollow Places   
  Erscheinungsdatum: 29.11.2024 - Verlag: Eichborn - Seitenzahl: 368  
 Kara freut sich darauf, in dem wirklich sehr kuriosen Kuriositätenkabinett ihres Onkels auszuhelfen. Doch als sie dort eines Tages ein mysteriöses Loch in der Wand entdeckt, nimmt ihr Leben eine dramatische Wendung. Sie beginnt, die Gänge hinter der Wand zu erkunden - zusammen mit Simon, dem exzentrischen Barista aus dem Café. Das Loch erweist sich als Portal in eine wenig einladende parallele Welt, in der tückische Weidenbäume ein Eigenleben führen und unheimliche Gestalten hausen, von denen die meisten nicht gerade wohlgesonnen sind. Wenn man jetzt nur wüsste, wo nochmal der Ausgang war ... 
  Zum eBook  
 &amp;nbsp; 
  Rezension zu &quot;The Hollow Places&quot; von T. Kingfisher:  
 Kara zieht nach ihrer Scheidung zurück in ihre Heimatstadt, um im Kuriositätenmuseum ihres Onkels zu helfen. Dieses Museum, das gefüllt ist mit seltsamen Artefakten und bizarren Sammlerstücken, scheint zunächst der perfekte Zufluchtsort für Kara zu sein. Doch schon bald entdeckt sie einen geheimen Durchgang, der gar nicht da sein sollte, denn er befindet sich in der Außenwand des Hauses. Aber er führt auf jeden Fall irgendwo hin, denn da ist eindeutig ein Gang hinter der Wand, auch wenn es logisch gesehen überhaupt keinen Sinn ergibt. Kara kann an nichts anderes mehr denken als an dieses Loch in der Wand und entwickelt eine Obsession damit, der Sache auf den Grund zu gehen. 
 Was  The Hollow Places  besonders gruselig macht, ist die Atmosphäre der allgegenwärtigen Bedrohung, die T. Kingfisher meisterhaft aufbaut. Alleine der Schauplatz selbst – ein Kuriositätenmuseum voller merkwürdiger, unheimlicher Objekte – sorgt für ein Gefühl des Unbehagens, das sich durch den gesamten Roman zieht. Bei einigen Ausstellungsstücken erwartet man schon fast, dass die nachts anfangen, sich zu bewegen. Kingfisher beschreibt diese Orte mit einer Detailgenauigkeit, die uns tief in die klaustrophobische und albtraumhafte Welt eintauchen lässt. 
 Ein weiterer starker Aspekt des Buches ist die Mischung aus Horror und Humor. Kara ist bodenständig, sarkastisch und bringt eine willkommene Prise Leichtigkeit in die düstere Handlung. Ihre Kommentare und die Freundschaft mit Simon sorgen für eine Balance zwischen den schaurigen Momenten und den menschlicheren, leichteren Szenen. Diese humorvollen Einlagen mindern jedoch nie die Intensität des Horrors – im Gegenteil, sie verstärken sie, indem sie die Figuren greifbarer und ihre Ängste realistischer machen. 
 Die unheimliche Welt hinter der geheimen Tür ist aber nicht nur visuell bedrohlich. Was dort auf Kara und Simon wartet, ist nicht bloß eine physische Gefahr, sondern verkörpert auch das Unbekannte, das Irrationale und das Unfassbare. Die ständige Bedrohung und der zunehmende Wahnsinn, der von dieser Dimension ausgeht, lässt die Frage aufkommen, wie viel tatsächlich real ist und wie viel eine Projektion der Ängste der Charaktere. 
  Schade, dass der Roman nicht früher auf Deutsch erschienen ist, denn er wäre die perfekte Halloween Empfehlung gewesen. &quot;The Hollow Places&quot; gehört aber auf jeden Fall bei allen auf die Leseliste, die sich nach subtilem und atmosphärischem Horror sehnen, der nicht auf viel Blut als Schockfaktor setzt.  
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                            <updated>2025-03-19T08:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: &quot;Der Buchspazierer&quot; von Carsten Henn</title>
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                                            Eine Liebeserklärung an das Lesen - etwas kitschig, aber auf eine schöne Art. Die Romanvorlage zum Film mit Christoph Maria Herbst. 
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                  Eine schöne Geschichte für zwischendurch für alle, die das Lesen lieben. Manche mögen den Roman etwas kitschig finden, und das ist er auch. Aber auf eine gute Art.&amp;nbsp;  
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 Das sagt der Klappentext:&amp;nbsp; 
   
   Carsten Henn: Der Buchspazierer   
  Erscheinungsdatum: 02.11.2020 - Verlag: Piper ebooks - Seitenzahl: 240  
 »Das geschriebene Wort wird immer bleiben, weil es Dinge gibt, die auf keine Art besser ausgedrückt werden können.« 
 Mit »Der Buchspazierer« präsentiert der renommierte Autor Carsten Henn eine gefühlvolle Geschichte darüber, was Menschen verbindet und Bücher so wunderbar macht. 
 Es sind besondere Kunden, denen der Buchhändler Carl Christian Kollhoff ihre bestellten Bücher nach Hause bringt, abends nach Geschäftsschluss, auf seinem Spaziergang durch die pittoresken Gassen der Stadt. Denn diese Menschen sind für ihn fast wie Freunde, und er ist ihre wichtigste Verbindung zur Welt. Als Kollhoff überraschend seine Anstellung verliert, bedarf es der Macht der Bücher und eines neunjährigen Mädchens, damit sie alle, auch Kollhoff selbst, den Mut finden, aufeinander zuzugehen … 
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 &amp;nbsp; 
  Rezension zu &quot;Der Buchspazierer&quot; von Carsten Henn:  
 Man sagt ja immer so schön &quot;Bücher sollte man nicht anhand ihres Covers beurteilen&quot;. Aber wenn wir mal ehrlich sind, machen wir das doch alle, oder? Schließlich sind es die Cover der Bücher, die wir als erstes sehen und die uns dazu bewegen, ein Buch in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen. Gut, manchmal ist es auch der Name der Person, die das Buch geschrieben hat, aber zumindest für mich sind es in 90% der Fälle die Cover, die mein Interesse wecken. 
 Das ist auch der Grund, warum ich  Der Buchspazierer&amp;nbsp; so lange ignoriert habe. Das Cover hat mir einfach gar nicht zugesagt. Bis ich dann vor kurzem in einem Buchladen war und zufällig über die englische Übersetzung &quot;The Door to Door Bookstore&quot;, erschienen bei Bonnier Books UK, gestolpert bin. Das Cover dieser Ausgabe ist bunter und der Stil der Illustration wirklich ganz herzallerliebst. Zu meiner Überraschung stellte ich dann fest, dass es sich hier um den  Buchspazierer  handelt und ich entschied mich, den Roman doch endlich mal zu lesen. Zum Glück, denn die Geschichte ist ganz wunderbar und dazu noch relativ kurz, sodass man sie an einem gemütlichen Tag direkt ganz lesen kann. 
 Carl arbeitet seit Jahren in demselben Buchladen und seine Kundschaft vertraut seinen Empfehlungen bedingungslos. Er kennt die Geschmäcker und empfiehlt immer die passenden Bücher. Zusätzlich zu seiner Arbeit im Laden hat er einen Lieferservie begründet, sodass er mehrmals die Woche nach Ladenschluss noch Bücher an einige spezielle Kundinnen und Kunden ausliefert. Da wäre zum Beispiel die Nonne, die ihren alten Konvent nicht verlassen darf, da sonst das Gebäude gesperrt und geräumt wird. Oder die junge Frau, die aus irgendeinem Grund keine Happy Endings mag und traurige Bücher bevorzugt. Jede Person erinnert Carl an eine Figur aus Büchern, die er kennt, und so heißen sie dann auch für ihn - zumindest in seinem Kopf. Eines Tages beginnt ein kleines Mädchen damit, ihn auf seiner abendlichen Runde zu begleiten. Das missfällt Carl zunächst ziemlich, aber genauso wie seine Kundschaft beginnt er recht schnell, die Kleine ins Herz zu schließen. Aber dann beginnt sein Leben etwas aus den Fugen zu geraten. 
 Die Tochter seines ehemaligen Chefs, der nun im Altersheim lebt, möchten den Buchladen etwas umstrukturieren und alles moderner gestalten. Das zu gehört auch, dass der wenig rentable Lieferdienst eingestampft wird. Und Carls neue Begleiterin findet, dass seine Kundschaft ihren Horizont erweitern und auch mal andere Bücher lesen sollte.   Der Roman fängt ganz gemütlich an und schafft eine sehr wohlige Atmosphäre. Es ist ein Buch für Leute, die gerne lesen und Bücher als wichtigen Teil ihres Leben ansehen. Die Liebe zum geschriebenen Wort merkt man wirklich auf jeder Seite und ich habe mir immer wieder Passagen markiert, die besonders zu mir gesprochen haben. Gegen Ende hin habe ich auch das eine oder andere Tränchen verdrückt, auch wenn das letzte Viertel des Buchs zugegebenermaßen fast ein wenig zu melodramatisch wirkt. Einige Aspekte hätte ich mir anders gewünscht, vielleicht hätte man sie sogar ganz weglassen können. 
 Übrigens basiert das Buch zum Teil auf einer wahren Begebenheit. Zumindest den Lieferservice gibt es tatsächlich, denn eine kleine Buchhandlung in Aachen (Backhaus) liefert dreimal die Woche Bestellungen persönlich aus. Carsten Henn wurde bei einem Aufenthalt in der Stadt darauf aufmerksam und zog Inspiration für diesen Roman daraus. 
 2024 kam sogar die Verfilmung ins Kino. Am 10. Oktober diesen Jahres startete der Film in den deutschen Kinos, mit Christoph Maria Herbst in der Rolle von Carl. 
  Mein Fazit: Eine herzallerliebste Geschichte über Bücher, die Liebe zum Lesen und die Tatsache, dass Bücher Menschen verbinden können. Ein perfektes Geschenk für alle, die gerne Lesen.  
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                            <updated>2024-12-09T08:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: &quot;Das Haus der Bücher und Schatten&quot; von Kai Meyer</title>
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                                            Mit &quot;Der junge, die Bücher und die Nacht&quot; startete Kai Meyer 2022 eine Romanreihe, die sich um das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Graphische Viertel in Leipzig dreht. Der neueste Teil der Reihe verspricht wieder spannende Unterhaltung.
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                  Mit &quot;Der junge, die Bücher und die Nacht&quot; startete Kai Meyer 2022 eine Romanreihe, die sich um das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Graphische Viertel in Leipzig dreht. Der neueste Teil der Reihe verspricht wieder spannende Unterhaltung.  
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   Kai Meyer: Das Haus der Bücher und Schatten   
  Erscheinungsdatum: 04.11.2024 - Verlag: Knaur eBook - Seitenzahl: 528  
 Das Baltikum, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs: Tiefer Schnee und endlose Wälder isolieren ein abgelegenes Herrenhaus von der Außenwelt. Dorthin begibt sich die junge Lektorin Paula Engel aus Leipzig, um das Manuskript des Schriftstellers Aschenbrand zu begutachten. Zusammen mit ihrem Verlobten Jonathan trifft sie auf einen faszinierenden, aber rätselhaften Exzentriker, der ein düsteres Geheimnis hütet. 
 Leipzig, 1933: Im renommierten Graphischen Viertel rettet der von den Nationalsozialisten entlassene Kommissar Cornelius Frey einem Mädchen das Leben. Beim Abschied flüstert sie ihm zu: »Sie weinen alle im Keller ohne Treppe.« Doch in der darauffolgenden Nacht wird sie ermordet aufgefunden – neben der Leiche eines Polizisten. Während Cornelius den Mörder sucht, kämpft er sich in seinen alten Beruf zurück und stößt auf ein Geflecht aus Okkultisten, Verschwörern, Freimaurern und Fanatikern. Welche Verbindung hatten diese zu Paula und Jonathan, die zwanzig Jahre zuvor im Baltikum spurlos verschwanden? 
 Nach dem Erfolg von &quot;Die Bibliothek im Nebel&quot; und &quot;Die Bücher, der Junge und die Nacht&quot;: Kai Meyer erzählt erneut von den Geheimnissen des Graphischen Viertels, dem nebelverhangenen Herz der Bücherstadt Leipzig. 
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  Rezension zu &quot;Das Haus der Bücher und Schatten&quot; von Kai Meyer:  
 Mit  Der junge, die Bücher und die Nacht  startete Kai Meyer 2022 eine Romanreihe, die sich um das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Graphische Viertel in Leipzig dreht. 
 Die Reihe ist grob in den 1910er bis 1940er Jahren angesiedelt, einer Zeit, in der Leipzig DIE Bücherstadt überhaupt ist: Zahlreiche Verlage und ebenso viele Druckereien haben sich im Graphischen Viertel angesiedelt. 
 Würde man die Buchreihe mit anderen Reihen vergleichen, so ähnelt sie am meisten der vierteiligen Buchreihe von Carlos Ruiz Zafon (Der Schatten des Windes, das Spiel des Engels, der Gefangene des Himmels, das Labyrinth der Lichter). In beiden Reihen geht es um Bücher, bibliophile Helden, Buchhandlungen, geheime Bücher, tragische Helden und böse, faschistische Widersacher. 
 Auch Kai Meyer verknüpft seine Romane  Der Junge, die Bücher und die Nacht ,  Die Bibliothek im Nebel  sowie den jetzt neu erschienenen Roman  Das Haus der Bücher und Schatten  nur lose miteinander. Einzelne Figuren bzw. Orte tauchen in jedem Buch auf, jedoch steht die Handlung jeweils für sich. Alle Romane im Zusammenspiel jedoch ergeben ein Panorama der Bücherstadt. So lohnt es sich, die Romane auch mehrmals zu lesen und die Ebenen zusammenzupuzzeln. 
 Anders als bei den ersten beiden Romanen ist  Das Haus der Bücher und Schatten  vornehmlich ein Kriminalroman - zumindest zu Beginn. Der Ermittler Cornelius Frey muss im Jahr 1933 einen Mord aufklären, dessen Wurzeln bis in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückreichen. 
 Die anfangs nüchterne Geschichte nimmt jedoch schnell an Fahrt auf und bekommt schließlich doch noch die mysteriös-verträumte und zugleich subtil-bedrohliche Stimmung, die auch die ersten beiden Romane ausmachen. Verschiedene Handlungsebenen werden geschickt verknüpft und zum Ende hin wartet eine überraschende Wendung. 
 Alles in allem ist auch der dritte Teil der Reihe wieder ein Lesegenuss - wenn auch der Kriminalroman-Stil am Anfang zunächst ein wenig abschreckend wirkt. 
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                            <updated>2024-11-24T07:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: &quot;Gestalten der Tiefe&quot; von Julia Armfield</title>
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                                            In &quot;Gestalten der Tiefe&quot; verschwimmen Horror, Trauer und Liebe miteinander. Ein kurzer Roman darüber, wie ein traumatisches Erlebnis die Beziehung zweier Frauen auf eine existentielle Probe stellt. 
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                  Unheimlich, eindringlich und melancholisch: In &quot;Gestalten der Tiefe&quot; verschwimmen Horror, Trauer und Liebe miteinander. Ein kurzer Roman darüber, wie ein traumatisches Erlebnis die Beziehung zweier Frauen auf eine existentielle Probe stellt.&amp;nbsp;  
 &amp;nbsp; 
   
   Julia Armfield: Gestalten der Tiefe   
  Erscheinungsdatum: 02.09.2024 - Verlag: Kommode Verlag - Seitenzahl: 245  
 Meeresbiologin Leah sinkt bei einer Forschungsreise im U-Boot mit ihrem Team auf den Ozeanboden ab und bleibt nach dem Unfall sechs Monate lang verschollen. Als Leah wieder nach Hause kommt, ist ihre Frau Miri überglücklich. Doch schnell wird Miri klar, dass Leah sich verändert hat. 
 Julia Armfield gelingt es, die Liebesbeziehung dieser zwei Frauen mit all ihren Facetten darzustellen: die Verleumdung aus Selbstschutz, die zarten Empfindungen, Rituale, Wut und Trauer um entschwundene Freuden, all die kleinen Momente, aus denen eine innige und dauerhafte Liebe besteht. Stilsicher, hervorragend und abgrundtief ehrlich. 
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 &amp;nbsp; 
 &quot;Our Wives Under the Sea&quot; auf Deutsch: Der Horror-Roman erschien 2022 und ist nun unter dem Titel &quot;Gestalten der Tiefe&quot; auch bei uns erhältlich. Bevor ich etwas zum Roman sage, muss ich eine kurze Kritik loswerden: Das Cover passt zwar thematisch schon irgendwie zum Buch, aber ein richtiger Blickfang ist es nicht. Meiner Meinung nach geht der Vibe des Buches durch das gewählte Motiv vollkommen verloren. Auch der deutsche Titel ist an sich passend, aber klingt mehr nach Horrofilm als Songtitel, wie der englische Originaltitel. Was zählt, ist letztendlich der Inhalt - ich hoffe nur, dass aufgrund des Designs nicht zu viele Leute das Buch gar nicht erst in Erwägung ziehen, wenn sie daran vorbeigehen. 
 &amp;nbsp; 
  Rezension zu &quot;Gestalten der Tiefe&quot; von Julia Armfield:  
  Gestalten der Tiefe  ist eine Erzählung, die auf verstörende Weise die Grenzen zwischen Liebe, Verlust und Horror auslotet. Auf den ersten Blick handelt es sich um die Geschichte eines Paares, dessen Beziehung nach einem schrecklichen Erlebnis der einen Person ins Wanken gerät. Es handelt sich aber nicht um Horror, wie ihn z.B. Stephen King schreibt. Es ist subtiler, und der eigentliche Horror ist eher psychologierer Natur und wird gar nicht groß erläutert. Der Fokus sind die Folgen, die Veränderung und Entfremdung der beiden Liebenden und die Frage: Was passiert, wenn die Person, in den ich mich verliebt habe, nicht mehr dieselbe ist? 
 Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: In Form von Flashbacks erfahren wir von Miri mehr über die Vergangenheit des Paares. Sie zeichnet das Bild einer harmonischen Beziehung, die in ihrer Beschreibung fast so roh und echt ist, wie in Sally Rooneys Roman &quot;Normal People&quot;. Im starken Kontrast dazu steht die Gegenwart. Hier wird Miri zur Chronistin des schleichenden Verfalls ihrer Beziehung und auch ihrer Frau. Die wachsene emotionale Distanz und Miris Verzweiflung sind nahezu greifbar. Leah spricht kaum mit ihr und zieht sich in sich selbst zurück, während Miri nur hilflos zusehen kann, wie Leah immer mehr zu einem Schatten ihrer selbst wird. 
 Auf der anderen Seite steht Leah. Sie ist Wissenschaftlerin und sollte mit einem kleinen Team auf eine dreitägige Tiefseeexpedition aufbrechen. Aber schon kurz nachdem das U-Boot zu Wasser gelassen wird, beginnen Dinge schiefzulaufen und der Kontakt zum Team an der Oberfläche bricht ab. Aus drei Tagen werden 6 Monate. Leahs Kapitel erzählen von der Zeit im U-Boot und was die Zeit unter Wasser, gefangen in einem U-Boot, mit ihr und ihrem Team macht. Der Roman ist vielleicht nicht unbedingt geeignet für Thalassophobiker.&amp;nbsp; 
 In der Gegenwart ist Leah lethargisch, verbringt viel Zeit in der Badewanne und isst kaum. Miri weiß nicht, was sie tun soll. Sie ist wütend, weil Leah ein halbes Jahr verschollen war und nun nicht über diese Zeit reden will. Andererseits fühlt sie sich schuldig wegen ihrer Wut und versucht, sich mit der Situation zu arrangieren und Leah einfach Zeit zu geben. 
 Was den Roman für mich so besonders macht, ist die poetische Sprache, aber auch die Verweigerung klarer Antworten. Für mich ist  Gestalten der Tiefe  ein Roman über Trauer und Loslassen. Der psychologische Horror rückt dabei schon fast in den Hintergrund. Ist Leahs Erlebnis in der Tiefsee wirklich real oder symbolisiert es eher die Transformation, die jede lange Beziehung durchläuft? Miris Sehnsucht nach der alten Leah wird zu einem bewegenden Porträt der Hilflosigkeit. Armfield schildert eine tiefe, intensive Liebe, während zugleich die Spannung aufrecht erhalten und eine bedrückende, klaustrophobische Atmosphäre geschaffen wird. 
 Klare Antworten gibt es nicht, aber viel Raum für Interpretation.  Gestalten der Tiefe  ist einer der beeindruckensten Romane, die ich dieses Jahr gelesen habe. Das Buch ist ideal für alle, die subtile Horror-Geschichten mögen, die weniger auf Schockeffekte und mehr auf emotionale Erschütterung setzen. 
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                            <updated>2024-11-11T08:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: &quot;Piranesi&quot; von Susanna Clark</title>
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                                            Susanna Clarke schafft mit Piranesi eine faszinierende Welt, die mit poetischer Tiefe und philosophischen Fragen zur Realitität und Identität spielt. Ein Roman, der entweder einen bleibenden Eindruck hinterlässt oder gar nicht gefällt. 
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                  Susanna Clarke schafft mit Piranesi eine faszinierende Welt, die mit poetischer Tiefe und philosophischen Fragen zur Realitität und Identität spielt. Ein Roman, der entweder einen bleibenden Eindruck hinterlässt oder gar nicht gefällt.    
 &amp;nbsp; 
   
   Susanna Clarke: Piranesi   
  Erscheinungsdatum: 05.10.2020 - Verlag: Heyne Verlag - Seitenzahl: 272  
 Der neue Roman der Bestsellerautorin von »Jonathan Strange &amp;amp; Mr Norrell« Ein riesiges Gebäude, in dem sich endlos Räume aneinanderreihen, verbunden durch ein Labyrinth aus Korridoren und Treppen. An den Wänden stehen Tausende Statuen, das Erdgeschoss besteht aus einem Ozean, bei Flut donnern die Wellen die Treppenhäuser hinauf. In diesem Gebäude lebt Piranesi. Er hat sein Leben der Erforschung des Hauses gewidmet. Und je weiter er sich in die Zimmerfluchten vorwagt, desto näher kommt er der Wahrheit – der Wahrheit über die Welt jenseits des Gebäudes. Und der Wahrheit über sich selbst. 
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 &amp;nbsp; 
  Rezension zu &quot;Piranesi&quot; von Susanna Clarke:  
 Piranesi lebt in einem labyrinthartigen Haus. Dieses Haus ist scheinbar endlos und besteht aus unzähligen Hallen und Räumen, die mit Statuen gefüllt sind. Diese Statuen bilden ganz alltägliche Dinge ab, aber auch msytische Gestalten. Das Untergeschoss ist von einem gewaltigen Ozean durchzogen, der gelegentlich die Räume überflutet, während sich im Obergeschoss die Wolken sammeln. In einigen Hallen sind die Böden oder Decken durchbrochen und alle paar Räume gibt es große Treppenhäuser.  
 Piranesi führt ein sehr einfaches, kontemplatives Leben und beschäftigt sich damit, das Haus zu erkunden und seine Geheimnisse zu entschlüsseln. Er glaubt, dass er der einzige Bewohner ist, außer einer mysteriösen Figur, die er den Anderen nennt und die dreizehn Skelette von ihm unbekannten ehemaligen Bewohnern. Alles in allem gibt es in Piranesis Welt also 15 Personen. Der Andere, mit dem sich Piranesi manchmal trifft, bringt ihm gelegentlich neue Kleidung oder Schuhe. Im Tausch hilft ihm Piranesi mit seinem gesammelten Wissen über das Haus und geht für ihn auf Erkundungstur. Woran der Andere genau arbeitet, weiß Piranesi nicht; nur, dass ein Ritual durchgeführt werden und besonderes Wissen erlangt werden soll. Doch nach und nach beginnt Piranesi, Hinweise zu entdecken, die darauf hindeuten, dass es in seiner Welt mehr gibt, als er zunächst angenommen hat. Es scheint, als wäre seine Existenz vielleicht nicht so, wie er sie bisher verstanden hat. Warum kann er sich zum Beispiel nicht daran erinnern, einige Tagebucheinträge geschrieben zu haben, obwohl sie eindeutig in seiner Schrift verfasst sind? Und wie lange lebt er eigentlich schon in dem Haus - warum weiß er, dass er etwa 35 sein muss, kann sich aber nicht an seine Kindheit erinnern? Wenn wir unsere Vergangenheit nicht vollständig kennen oder uns falsch erinnern, wer sind wir dann wirklich? 
 In diesem Sinne ist Piranesis Reise nicht nur eine äußere, physische Erkundung des Hauses, sondern auch eine innere Suche nach seiner eigenen Identität und Wahrheit. Das Buch thematisiert neben der Frage der Identität auch die Wichtigkeit von Erinnerungen für das Selbst und die Wahrnehmung der Realität. Piranesi akzeptiert das Labyrinth des Hauses und seine surreale Natur als sein Universum, aber als ihm zunehmend mehr Ungereimtheiten auffallen und plötzlich eine weitere Person Spuren im Haus hinterlässt, wirft ihn das in eine Krise. 
 Während des Lesens musste ich immer wieder an das Höhlengleichnis von Platon denken. Im Höhlengleichnis beschreibt Platon eine Gruppe von Menschen, die ihr gesamtes Leben in einer Höhle verbringen und nur Schatten an den Wänden sehen können. Diese Schatten halten sie für die gesamte Realität, da sie nichts anderes kennen. Ähnlich lebt Piranesi in einer Welt – dem Haus – die er als seine vollständige Realität begreift. Im Gleichnis sind die Menschen an die Höhle gebunden und können sich nur durch eine radikale Veränderung ihres Bewusstseins aus ihr befreien. Sie müssen ihr vertrautes, aber eingeschränktes Weltbild aufgeben, um eine größere Wahrheit zu erkennen. Auch Piranesi ist auf eine Weise gefangen – nicht durch körperliche Fesseln, sondern durch seine eigene beschränkte Wahrnehmung und das Wissen, das ihm zur Verfügung steht.&amp;nbsp;Dies wirft weitere Fragen darüber auf, was Freiheit wirklich bedeutet: Ist es die Abwesenheit von physischen Grenzen, oder kann auch eine geistige Gefangenschaft existieren? 
 Aber ich stellte mir auch die Frage, ob man das ganze nicht umgekehrt betrachten könnte: Ist vielleicht unserer Welt die Höhle und wir sind von materiellen und oberflächlichen Strukturen gefangen, während das Haus eine Art spirituelle Realität darstellt und Piranesi es geschafft hat, das loszulassen, was ihn vorher eingeschränkt hat? Das Haus in &quot;Piranesi&quot; könnte als ein symbolischer Ort der Transzendenz verstanden werden, in dem die physische und spirituelle Realität auf geheimnisvolle Weise miteinander verwoben sind. Piranesi lebt in Harmonie mit diesem Raum, was ihm eine tiefere Einsicht in die Strukturen des Seins gibt, als es die Bewohner der &quot;realen&quot; Welt je erreichen könnten. Im Haus ist Piranesie vollends glücklich. Das Labyrinth des Hauses symbolisiert in gewissem Sinn dann die komplexen Strukturen des Seins, die der oberflächlichen Wahrnehmung verborgen bleiben, aber durch geduldige Erkundung und Reflexion aufgedeckt werden können. Piranesi ist in diesem Sinne nicht &quot;eingesperrt&quot;, sondern privilegiert, Zugang zu einer Realität zu haben, die anderen verschlossen bleibt – eine Art Initiierter in das Geheimnis des Universums. Was der Andere noch vergeblich sucht, hat Pirensi längst erlangt. Das würde zumindest erklären, warum so viele nach dem Zugang zum Haus suchen. 
 Piranesi ist eine etwas andere Lektüre. Das Buch regt zum Nachdenken und interpretieren an. Wenn man den Roman einfach so als Wochenendlektüre lesen will, ohne den Kopf einschalten zu müssen, kann der Surrealismus etwas irritierend wirken. Ich habe viele Meinung zu dem Buch gelesen, in dem von Unverständnis und Verwirrtheit die Rede war – das Buch sei zu abgedreht, um gut zu sein. Susanna Clarke spricht mit diesem Werk vielleicht nicht gerade den Massenmarkt an, aber wer tiefgründige und leicht mysteriöse Geschichten mag oder ein Fan von philosophischen, das Gehirn anregende und symbolischen Geschichten ist, sollte Piranesi unbedingt eine Chance geben. 
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                            <updated>2024-10-28T08:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Rezension: &quot;Never Knowing - Endlose Angst&quot; von Chevy Stevens</title>
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                                            In dieser paranormalen und unheimlichen Erzählung treffen Magie und Mystery aufeinander - mitten in den Sümpfen von Louisiana.
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                <![CDATA[
                  In dieser paranormalen und unheimlichen Erzählung treffen Magie und Mystery aufeinander - mitten in den Sümpfen von Louisiana.  
  Wer rasante Thriller mag, dem könnten dieses Buch gefallen. Teilweise muss man dafür aber darüber hinwegsehen, dass die Handlung an einigen Stellen ein wenig übertrieben dargestellt wird.  
 &amp;nbsp; 
 Das sagt der Klappentext:&amp;nbsp; 
   
    Chevy Stevens: Never Knowing - Endlose Angst   
  Erscheinungsdatum: 07.10.2011 - Verlag: FISCHER E-Books - Seitenzahl: 496  
 Was ist schlimmer, als zu erfahren, dass dein Vater ein Serienmörder ist? Dass er von dir erfährt ... 
 Die adoptierte Sara lebt im idyllischen Städtchen Nanaimo auf Vancouver Island am Ozean. Sie hat sich immer gefragt, wer wohl ihre richtigen Eltern sind. Als ihre eigene Hochzeit bevorsteht, macht sie sich auf die Suche. Doch ihre leibliche Mutter verweigert schockiert den Kontakt. Verstört forscht Sara weiter und findet etwas Unfassbares heraus: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienmörder. Sara versucht, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als zu erfahren, dass dein Vater ein Killer ist – nämlich, dass er von dir erfährt … 
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  Rezension zu &quot;Never Knowing - Endlose Angst&quot; von Chevy Stevens:  
 Die Bücher von Chevy Stevens sind oft sehr bedrückend und schaffen es manchmal sogar, mich beim Lesen nervös zu machen.  Kein Entkommen , das ziemlich ausführlich schildert, wie sich eine Frau in Gefangenschaft eines Mannes befindet, habe ich schließlich sogar abgebrochen. Da mich aber  Tief in den Wäldern  in den Bann gezogen hatte, wollte ich es erneut mit einem Buch der Autorin versuchen. 
 Schon der Titel macht deutlich, worauf dieser Thriller angelegt ist: Vom Anfang bis zum Ende geht es um die Angst der jungen Sara, die von einem Serienmörder bedroht wird. Der Clou: Er ist zugleich ihr Vater und deshalb möchte die Polizei sie als Köder einsetzen, um ihn zu stoppen. 
 Die Geschichte wird aber noch ein wenig skurriler: Sara ist adoptiert und lebt eigentlich ein glückliches Leben als Möbelrestauratorin. Als sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter macht, erfährt sie, dass diese heute unter neuer Identität lebt. Als einzige von vielen weiblichen Opfern konnte sie einem Serienmörder entkommen. Das Produkt der Vergewaltigung ist Sara. 
 Kurze Zeit später kommt diese Verbindung natürlich an die Presse und der Serienmörder - John - meldet sich telefonisch bei seiner Tochter und möchte sie kennenlernen. 
 Die Polizei empfiehlt Sara, mit ihrem „Vater“ telefonisch in Verbindung zu bleiben und drängt sie sogar zu einem Treffen. War die Geschichte bisher dazu konstruiert, Spannung zu erzeugen, wird die Handlung nun langsam unglaubwürdig. Hinzu kommt nämlich noch, dass sich auch die Polizisten merkwürdig verhalten und ganz eigene Interessen zu verfolgen scheinen. 
   Endlose Angst  ist konstruiert, um Angst beim Lesen zu erzeugen. Wer ein wenig über die kleinen Übertreibungen in der Geschichte hinwegsehen kann, wird von der ersten bis zur letzten Minute sicher gut unterhalten.  
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            <title type="text">Rezension: Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland</title>
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                  Mit dem Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland hat es ein ungewöhnlicher Titel auf die Bestseller-Liste geschafft. Dieser wartet nicht nur mit einer interessanten Geschichte auf, sondern hat auch Ähnlichkeiten zu einer Trilogie, die wir bei Beam bereits empfohlen hatten.  
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 Das sagt der Klappentext:&amp;nbsp; 
   
   Sarah Brooks: Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland    
  Erscheinungsdatum: 24.07.2024 - Verlag: C.Bertelsmann Verlag - Seitenzahl: 416  
 Es ist das Ende des 19. Jahrhunderts, und nichts fasziniert die Menschen so sehr wie die geheimnisvollen und angsteinflößenden Wunder des Ödlands. Nichts berührt diese riesige, verlassene Wildnis zwischen China und Russland außer dem Transsibirien-Express, der jeden befördert, der es wagt, das Ödland zu durchqueren. Es gibt jedoch Gerüchte, dass der Zug nicht mehr sicher ist. Wer sich nun auf diese Reise begibt, hat seine ganz eigenen, verborgenen Gründe dafür: eine trauernde Frau mit fremdem Namen, ein Kind, das im Zug geboren wurde, und ein in Ungnade gefallener Naturforscher. Doch mehr und mehr scheint es, als würden die Gefahren des Ödlands ihren Weg ins Innere finden … 
 Lassen Sie sich verzaubern und gehen Sie mit Sarah Brooks auf eine Reise, die sie so schnell nicht vergessen werden. Doch sehen Sie sich vor – das Ödland ist heimtückischer, als man meinen könnte. 
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  Rezension zu &quot;Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland&quot; von Sarah Brooks:  
 Vor einiger Zeit hatte ich bei Beam bereits die  Southern-Reach-Trilogie  vorgestellt, da sie zu den wenigen Büchern gehört, die ich mehr als ein Mal gelesen habe. Als ich nun das Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland las, wurde ich an diese Trilogie erinnert. Trotzdem ist das Handbuch keine Kopie, sondern ein eigenständiger Roman mit ganz eigenen Ideen. 
 Das Handbuch spielt nicht in der Gegenwart, sondern zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im sogenannten Ödland, das in der Steppe Sibiriens liegt, gehen merkwürdige Dinge vor, weshalb eine riesige Mauer um das Areal gebaut wurde. 
 Wer von Russland nach China möchte oder andersherum, muss das Ödland durchqueren. Dafür gibt es einen gewaltigen Zug, der alles beinhaltet, um eine zweiwöchige Durchquerung durchzustehen: Neben Schlafwagen und Speisewagen gibt es sogar einen Gartenwagen, in dem Pflanzen wachsen. Denn den Zug verlassen darf im Ödland niemand. 
 Was diesen Roman und die Southern Reach Trilogie vereint, ist die Art und Weise der Naturdarstellung. In beiden Geschichten ist die Natur in einer bestimmten Zone so verändert, dass Menschen diese nicht mehr auf normalem Weg betreten können. In beiden Geschichten ist diese veränderte Natur für die Menschen gefährlich und zugleich faszinierend. In beiden Geschichten versuchen die Menschen, der Natur auf den Grund zu kommen. Und genau dies macht beide Geschichten so spannend. 
 Im Zug durch das Ödland sind ganz verschiedene Menschen unterwegs: Die Chinesin Weiwei wurde im Zug geboren und lebt bereits ihr ganzes Leben darin. Die Russin Maria reist unter falschem Namen um herauszufinden, was mit ihrem Vater bei der letzten Durchquerung passiert ist. Ein Forscher möchte zum letzten Mal das Ödland durchqueren, ehe er in den Ruhestand geht. Zwei Männer der Transsibirien-Kompanie passen darauf auf, das niemand versucht, hinter die Geheimnisse des Ödlands zu kommen. 
  Mit seiner Geschichte ist das Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland ein Titel, der in diesem Jahr unter anderen definitiv heraussticht. Kommt er zuerst wie ein historischer Roman daher, hat er schließlich aber doch einen gehörigen dystopischen (oder wenn man die Natur als Gut ansieht eventuell sogar utopischen) Anteil. Das Ende fällt nach meinem Geschmack im Vergleich zum übrigen Roman etwas ab. Trotzdem ist der Roman insgesamt spannend fast bis zur letzten Seite und erhält damit eine klare Leseempfehlung.  
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            <title type="text">Rezension: &quot;HORRORSTÖR&quot; von Grady Hendrix</title>
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                                            Man sollte keine Gebäude errichten, wo vorher Friedhöfe oder Strafvollzugsanstalten waren - vor allem keine Möbelhäuser, in denen man sich schon am helllichten Tag verläuft.
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                  Man sollte keine Gebäude errichten, wo vorher Friedhöfe oder Strafvollzugsanstalten waren - vor allem keine Möbelhäuser, in denen man sich schon am helllichten Tag verläuft.  
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 Das sagt der Klappentext:&amp;nbsp; 
   
   Grady Hendrix: HORRORSTÖR   
  Erscheinungsdatum: 27.08.2015 - Verlag: Knaur eBook - Seitenzahl: 276  
 Im stilechten Look eines Möbelkatalogs führt Horrorstör in die Untiefen eines ganz besonderen Spukhauses: des Möbelladens ORSK in Cleveland, wo die Angestellten Morgen für Morgen auf zerstörte Ware und Schmierereien an den Wänden treffen. In Ermangelung brauchbaren Materials von den Überwachungskameras werden drei Mitarbeiter dazu verdonnert, eine Nacht im ORSK-Store zu verbringen. Während sie einsam ihre Runden drehen, entwickelt der Laden mehr und mehr ein Eigenleben … 
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  Rezension zu &quot;Horrorstör&quot; von Grady Hendrix:  
 Horrorstör ist mit 276 Seiten (in der Printausgabe 243) recht kurz, aber ganz nette Unterhaltung, wenn man Geistergeschichten mag. Nicht herausragend, aber auf jeden Fall geeignet für die Spooky Season im Oktober. Mich erinnert die Story tatsächlich ein bisschen an de Serie Supernatural - vor allem die ersten Staffeln, als es noch um urbane Legenden ging und ganz klassisch Poltergeister gejagt wurden. Tatsächlich hätten hier jederzeit Sam und Dean Winchester in den Laden platzen können und es hätte mich kein bisschen gewundert. 
 Kurz zusammengefasst: In einem Möbelladen gehen ständig Sachen kaputt und der Manager beschließt mit zwei Mitarbeiterinnen über Nacht im Laden zu bleiben, um dem auf den Grund zu gehen. Dann tauchen noch Hobby Geisterjäger auf, eine Séance geht ziemlich schief und danach heißt es: Nichts wie raus da. So leicht ist das aber dann natürlich nicht, wenn dich etwas nicht gehen lassen will. 
 &quot;Horrorstör&quot; ist eine klassische Spukgeschichte mit modernem Setting. Im Roman ist ORSK ein Konkurrent des bekannten schwedischen Möbelhauses und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was gruseliger war: Der Spuk in der Filiale oder die Art und Weise, wie ORSK schon fast wie ein Kult wirkt und das Unternehmen mit den Vorfällen umgeht. Schnell wird klar, dass es nicht mir rechten Dingen zugeht, aber alles was zählt, sind die Verkaufszahlen und dass unerklärlicherweise ständig Inventar kaputt geht. Der Filialleiter will auf jeden Fall endlich herausfinden, was Sache ist, bevor am nächsten Morgen der Besuch von den Vorgesetzten ansteht, und lockt zwei Mitarbeiterinnen mit dem Versprechen von besonders vergüteten Überstunden zu einer Nachtschicht, die böse endet. Da waren die Grafittis im Bad und die SMS mit dem Inhalt &quot;HILFE&quot;, die man beim Betreten der Filiale von einer unbekannten Nummer erhielt, noch vergleichsweise harmlos. 
 Wer Spukgeschichten mit ein wenig Humor mag, kann sich &quot;Horrorstör&quot; ruhig mal genauer ansehen. Der Roman ist zwar schon etwas älter und wird zweifellos beim Stöbern in unserem Shop nicht mehr oft gefunden, aber es handelt sich dabei wirklich um einen kleinen Schatz, bei dem sich das Ausgraben gelohnt hat. Ich hatte damit einen wirklichen unterhaltsamen Abend. 
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