Nanoröhrchen

Kohlenstoffwinzlinge als Bausteine für Computer der Zukunft

Sie sind winzig und hohl, bestehen aus reinem Kohlenstoff und gelten als viel versprechende Alleskönner: die Kohlenstoffnanoröhrchen. Sie verhalten sich mal wie ein Leiter, mal wie ein Halbleiter - und sind damit prädestiniert für einen Einsatz in zukünftigen Nanotransistoren und anderen elektronischen Bauteilen. Genau das macht sie auch für die Computerindustrie interessant. Das Moore'sche Gesetz besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Entsprechend müssen die Transistoren auf immer geringere Größen schrumpfen. Doch mit den heute verwendeten Materialien ist das unmöglich. "Die... alles anzeigen expand_more

Sie sind winzig und hohl, bestehen aus reinem Kohlenstoff und gelten als viel versprechende Alleskönner: die Kohlenstoffnanoröhrchen. Sie verhalten sich mal wie ein Leiter, mal wie ein Halbleiter - und sind damit prädestiniert für einen Einsatz in zukünftigen Nanotransistoren und anderen elektronischen Bauteilen. Genau das macht sie auch für die Computerindustrie interessant.



Das Moore'sche Gesetz besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Entsprechend müssen die Transistoren auf immer geringere Größen schrumpfen. Doch mit den heute verwendeten Materialien ist das unmöglich. "Die Herausforderung, der sich die Industrie seit langer Zeit gegenüber sieht, besteht in der schwierigen Identifizierung und Integration neuer Materialien als Ersatz für Siliziumdioxid, um Grenzen zu überwinden. Manch einer hat diese Herausforderung mit der Herztransplantation für den Chip verglichen", erklärt Sunlin Chou, Senior Vizepräsident des Chip-Herstellers Intel.



Obwohl sie in ihrer einfachsten Form nur aus einem zusammengerollten Kohlenstoffnetz bestehen, sind die zwischen einem und 50 Nanometer dünnen Röhrchen zehn Mal zugfester als ein Stahldraht derselben Dicke. Und sie sind fast doppelt so hart wie Diamant, der als das härteste Material der Welt galt, ehe Kohlenstoffröhrchen 1991 entdeckt wurden. Inzwischen gibt es die vielseitigen Winzlinge auch aus allen möglichen Materialien und in den verschiedensten Formen und mit entsprechend unterschiedlichen Eigenschaften.



In Labors weltweit basteln und tüfteln Forscher, um die winzigen Röhrchen als Ersatz für Silizium-basierte Bauteile einzuspannen. Und die ersten Erfolge gibt es bereits…



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Inhalt:

Vom Silizium zum Kohlenstoff

Nanoröhrchen als Revolution in der Computertechnik?



Es muss nicht immer Kohlenstoff sein

Metallische Nanoröhrchen als Chip-Komponenten



Ein "Y" als Transistor

Schaltung durch verzweigte Nanoröhrchen



Ringe, "Erbsenschoten" und Nanopaddel

Nanoröhrchen in ungewöhnlicher Form



Metall, Halbleiter oder beides?

Das Problem der Trennung der Varianten



Nanoröhrchen wie gedruckt

Leitfähige Nanoröhrchen- Oberflächen mit normalem Tintenstrahldrucker hergestellt



Wann ist es soweit?

Marktreife wird noch auf sich warten lassen

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  • Artikelnummer SW5056
  • Autor find_in_page Nadja Podbregar
  • Autoreninformationen scinexx® - sprich ['saineks], eine Kombination aus "science" und… open_in_new Mehr erfahren
  • Verlag find_in_page YOUPublish
  • Seitenzahl 200
  • Veröffentlichung 04.08.2016
  • ISBN 9783958801776

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