Das Modellprojekt "Coole Schule - Lust statt Frust am Lernen": Eine wirksame Antwort auf Schulverwei

Die vorliegende Bachelorarbeit (2013) aus dem Themenbereich Sozialpädagogik/Sozialarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Schulverweigerung, wobei das Praxisforschungsprojekt "Coole Schule: Lust statt Frust am Lernen" im Mittelpunkt steht. Mit diesem Projekt wurde während des Projektzeitraums (2002 - 2004) u. a. versucht, schulverweigernde Kinder und Jugendliche durch verschiedene Methoden (Methodenvielfalt im Unterricht, Praktisches Lernen in der Erfahrungswerkstatt, individuelle Aufarbeitung schulischer Defizite, sozialpädagogische Angebote zum Thema Schulverweigerung etc.) den Weg zurück in die Regelschule zu ermöglichen. Die Arbeit beschäftigt... alles anzeigen expand_more

Die vorliegende Bachelorarbeit (2013) aus dem Themenbereich Sozialpädagogik/Sozialarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Schulverweigerung, wobei das Praxisforschungsprojekt "Coole Schule: Lust statt Frust am Lernen" im Mittelpunkt steht. Mit diesem Projekt wurde während des Projektzeitraums (2002 - 2004) u. a. versucht, schulverweigernde Kinder und Jugendliche durch verschiedene Methoden (Methodenvielfalt im Unterricht, Praktisches Lernen in der Erfahrungswerkstatt, individuelle Aufarbeitung schulischer Defizite, sozialpädagogische Angebote zum Thema Schulverweigerung etc.) den Weg zurück in die Regelschule zu ermöglichen.

Die Arbeit beschäftigt sich zunächst mit dem Begriff, den Ursachen und den Folgen von Schulverweigerung. Danach wird das Projekt „Coole Schule: Lust statt Frust am Lernen“ genau vorgestellt und beschrieben, während daraufhin im abschließenden Kapitel die zentrale Fragestellung „Kann das Praxisforschungsprojekt 'Coole Schule: Lust statt Frust am Lernen' als eine wirksame Antwort auf Schulverweigerung angesehen werden?!“ beantwortet wird.



Die vorliegende Bachelorarbeit (2013) aus dem Themenbereich Sozialpädagogik/Sozialarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Schulverweigerung, wobei das Praxisforschungsprojekt "Coole Schule: Lust statt Frust am Lernen" im Mittelpunkt steht. Mit diesem Projekt wurde während des Projektzeitraums (2002 - 2004) u. a. versucht, schulverweigernde Kinder ...



Textprobe:

Kapitel 4.1.2, Schul- und Klassenklima:

Neben der Qualität des Unterrichts kann auch das Schul- und Unterrichtsklima für das schulverweigernde Verhalten der Schüler verantwortlich sein. Zahlreiche Studien haben nämlich die Wirkung eines positiven Klassenklimas auf die Schüler untersucht und dabei festgestellt, dass Schüler in einer Klasse mit positiven Klassenklima u. a. bessere Leistungen, mehr Schulzufriedenheit, weniger Belastungen und Schulangst entwickeln sowie eine höhere Leistungsbereitschaft zeigen, was somit Schulverweigerung vorbeugen kann.

Umgekehrt bedeutet dies, dass ein schlechtes Klassenklima die Konkurrenzsituation der Schüler untereinander verschärfen kann, Formen aggressiven Verhaltens sowie Schul- und Prüfungsangst bei den Schülern verstärkt und damit Schulverweigerung begünstigt. Mehr denn je ist deshalb in diesem Zusammenhang das gesamte Schulpersonal (Lehrkräfte, Sozialarbeiter etc.) aufgefordert durch gezielte Maßnahmen Einfluss auf das Schul- und Unterrichtsklima zu nehmen und Bedingungen zu schaffen, die die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern und unter den Schülern verbessert. Alle beteiligten Personen (Lehrer, Schüler, Schulleiter, Eltern) sollten im Sinne der Prävention von Schulverweigerung dabei mitwirken, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen (als Schulkultur), indem jeder Einzelne angemessen wahrgenommen und verstanden wird, sowohl als Mensch als auch als Person. Denn Ergebnisse aus Schülerinterviews im Rahmen der Studie von Schumann haben ergeben, dass negative Lehrerbeziehungen, Konflikte mit Mitschülern, Lernprobleme sowie ein schlechtes Unterrichts- und Schulklima von Schülern als schulische Belastungsfaktoren angesehen werden, welche Schulverweigerung begünstigen können.

4.2, Außerschulische Faktoren:

Neben den schulischen Bedingungsfaktoren zu Schulverweigerung tragen auch die außerschulischen Bedingungsfaktoren zur Schulverweigerung bei. Deshalb sollen in den folgenden Unterpunkten dieses Kapitels die familiären, die Persönlichkeitsmerkmale sowie die gesellschaftlichen Bedingungsfaktoren für schulverweigerndes Verhalten näher betrachtet werden.

4.2.1, Familiäre Faktoren:

Ein erster außerschulischer Ursachenzusammenhang von Schulverweigerung wird in der Herkunftsfamilie des Schülers gesehen. So wird davon ausgegangen, dass Probleme im Elternhaus die Schulprobleme der Kinder begünstigen können, was wiederum eine Abkehr des Kindes von der Schule befördern kann. Familiäre Faktoren wie der ‘Erziehungsstil der Eltern, das Familienklima, die Erfahrungen von familiärer Gewalt, aber auch Wohnverhältnisse oder belastete Stadtteile’ können Ursachen eines schulverweigernden Verhaltens von Schülern sein. Zudem können sich aber auch Einstellungen der Familie in Bezug auf die Schule selbst, also eigenes schuldistanziertes Verhalten der Eltern, sich negativ auf das schulische Leistungsvermögen und auf den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder auswirken.

‘Schwerpunkte’ der von Schulverweigerung betroffenen Personenkreise sind nach Ricking vor allem Schüler, die aus sozial schwachen Familien kommen (aufgrund von Arbeitslosigkeit, ohne Berufsausbildung, geringes Einkommen etc.), Alleinerziehende (aufgrund des möglichen verstärkten Alleinsein von Kindern) und Schüler, die aus Zuwandererfamilien kommen mit gravierenden Sprachproblemen, die ein entscheidendes Kriterium für eine gelungene Bildungslaufbahn darstellt (Sprachbeherrschung). Die vielschichtigen Ursachen verdeutlichen, wie komplex diese Thematik zum Teil ist (familiäre Faktoren und Schulverweigerung). Sie machen aber zugleich deutlich, dass Schulverweigerung immer auch aufgrund familiär bedingter Lebensschwierigkeiten verursacht werden kann und wie wichtig in diesem Zusammenhang die Kommunikation zwischen den Erziehungsberechtigten und der Schule ist.



Alexander Rönck, B.A., wurde 1984 in Blankenburg (Harz) geboren und hat neben Lehramt (1. Staatsexamen Politikwissenschaft, Sportwissenschaft, Erziehungswissenschaft) Soziale Arbeit (Bachelor of Arts) studiert. Den Autoren interessieren Themen, die sich mit bildungspolitischen-, erziehungswissenschaftlichen- und sozialpädagogischen Fragestellungen auseinandersetzen.

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  • Autor find_in_page Alex Roenck
  • Autoreninformationen Alexander Rönck, B.A., wurde 1984 in Blankenburg (Harz) geboren und… open_in_new Mehr erfahren
  • Wasserzeichen ja
  • Verlag find_in_page Bachelor + Master Publishing
  • Seitenzahl 55
  • Veröffentlichung 01.02.2015
  • ISBN 9783956845734

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