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Die Entführung der Landshut
Geiselnahme und das Leben danach
Die Flugzeugentführung der Lufthansa-Maschine Landshut von Mallorca nach Mogadischu ist der dramatische Höhepunkt im Terrorjahr 1977. An Bord: 86 Passagiere, fünf Crewmitglieder und die Täter, vier palästinensische Terroristen, die mit der RAF sympathisieren. Die Geiselnahme steht in engem Zusammenhang mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer. Autor Walter Brendel erzählt in der "Kontrovers"-Story die Geschichte aus Sicht der Geiseln an Bord des Flugzeugs, ihre traumatischen Erlebnisse. Die Todesangst, die Schmerzen, die Verzweiflung. Es sind fünf lange Tage bis zur spektakulären Befreiung durch die deutsche Spezialeinheit GSG 9. Die Operation "Feuerzauber" am 18. Oktober 1977 geht in die Geschichte ein. Die deutsche Spezialeinheit GSG 9 befreit in Mogadischu alle Passagiere an Bord der Lufthansa-Maschine Landshut. Fünf Tage zuvor war das Flugzeug von Mallorca auf dem Weg nach Frankfurt durch palästinensische Terroristen entführt worden. Zurück in Deutschland dienen die Geiseln als Zeugnis eines starken Staates, der sich nicht hat erpressen lassen, seine Bürger aber trotzdem befreien konnte. Doch nach dem Medienhype um das "Wunder von Mogadischu" werden die Opfer allein gelassen. Bis heute kämpfen einige von ihnen um Anerkennung und eine minimale Rente. Die Erinnerung an die Entführung und Befreiung der "Landshut" im Jahr 1977, als die noch junge Bundesrepublik im "Deutschen Herbst" dem Terror der Roten Armee Fraktion (RAF) gegenüberstand, ist ein fester Bestandteil der medial vermittelten Erinnerungskultur in Deutschland. Im Herbst 1977 spitzten sich die Gewalttaten dramatisch zu: Am 5. September 1977 wurde Hanns Martin Schleyer, Vorsitzender des Bundesverbands der Deutschen Industrie und ehemaliger SS-Untersturmbannführer, entführt, um die "erste Generation" der RAF, die in Stuttgart-Stammheim einsaß, frei zu pressen. Die Bundesregierung unter Helmut Schmidt gab den Drohungen nicht nach, auch nicht, als am 13. Oktober 1977 das Flugzeug "Landshut" voll mit Urlaubern und Urlauberinnen auf dem Rückflug von Mallorca von vier Terroristen der "Volksfront zur Befreiung Palästinas" entführt wurde, die ebenfalls die Freilassung der RAF-Terroristen forderten, womit der Druck auf die Bundesregierung erhöht wurde. Fünf Tage war das Flugzeug unterwegs, der Flugkapitän wurde bei einem Halt in der Wüste erschossen. Als am 18. Oktober 1977 die "Landshut" von der GSG 9-Einsatztruppe in Mogadischu gestürmt und befreit wurde, wurden drei der vier Entführer getötet. Am selben Tag nahmen sich Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe, die zentralen Führungsmitglieder der RAF, im Hochsicherheitsstrakt in Stuttgart-Stammheim das Leben, Irmgard Möller überlebte ihren Selbstmordversuch. Hanns Martin Schleyer wurde am selben Tag in der Geiselhaft erschossen. Das Buch ist auch die Geschichte der Diana Müll.
Einführung
Erster Teil: Die Geiselnahme
Zweiter Teil: Der Staat und das Trauma der Opfer
Quellen
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- Artikel-Nr.: SW9783966514255110164
- Artikelnummer SW9783966514255110164
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Verlag
BROKATBOOK
- ISBN 9783966514255