Geschichte(n), Repräsentationen, Fiktionen

Medienarchive als Gedächtnis- und Erinnerungsorte

Der Band "Geschichte(n), Repräsentationen, Fiktionen" versammelt die Beiträge der 45. Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte, die in Kooperation mit der Zeitschrift Medienimpulse 2015 in Wien stattfand. Dabei stehen sowohl die Fiktionalisierung des Historischen als auch die Medialität des Erinnerns und Archivierens im Mittelpunkt. Es wird aber auch auf die Rolle und die Arbeit von Archiven eingegangen. Die Bedeutung audiovisueller Archivmaterialien hat vor dem Hintergrund der Jubiläen in den letzten Jahren zugenommen. Die sozialen und medialen Rahmenbedingungen führen dabei zu einer Selektivität, die nicht selten die immer gleichen... alles anzeigen expand_more

Der Band "Geschichte(n), Repräsentationen, Fiktionen" versammelt die Beiträge der 45. Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte, die in Kooperation mit der Zeitschrift Medienimpulse 2015 in Wien stattfand. Dabei stehen sowohl die Fiktionalisierung des Historischen als auch die Medialität des Erinnerns und Archivierens im Mittelpunkt. Es wird aber auch auf die Rolle und die Arbeit von Archiven eingegangen. Die Bedeutung audiovisueller Archivmaterialien hat vor dem Hintergrund der Jubiläen in den letzten Jahren zugenommen. Die sozialen und medialen Rahmenbedingungen führen dabei zu einer Selektivität, die nicht selten die immer gleichen Bilder heranzieht. Der Band geht vor allem dieser medialen Repräsentation des "Gestern im Heute" (Jan & Aleida Assmann) nach und handelt dabei auch von der Medialität der "Vergangenen Zukunft" (Reinhard Koselleck). Er fragt nach aktuellen Quellen, Projekten, Methoden und theoretischen Konzeptionen solcher medialen Repräsentationen und geht dabei auch auf die Rahmenbedingungen, konkreten Herausforderungen und Strategien von Archiven ein.



Sascha Trültzsch-Wijnen, Ass.-Prof. Mag. Dr., ist Professor im Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg. Alessandro Barberi, Mag., ist Chefredakteur der MEDIENIMPULSE und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien. Thomas Ballhausen, Mag. Dr., geb. 21.05.1975 in Wien, ist Autor, Literatur- und Kulturwissenschaftler.



Sascha Trültzsch-Wijnen / Alessandro Barberi / Thomas Ballhausen

Geschichte(n), Repräsentationen, Fiktionen – Medienarchive als Gedächtnis- und Erinnerungsorte: Einleitende Bemerkungen





I. Theoretische Perspektiven auf Archive und Archivieren



Leif Kramp

Das Medienarchiv unter dem Eindruck medienpolitischer Vernachlässigung: Konsequenzen für die Forschung am Beispiel des Fernseherbes



Edgar Lersch

What is State of the Art for Media Archivists? Grundsätze der AV-Medienarchivierung im Kontext allgemeiner archivwissenschaftlicher Erkenntnisse





II.Praxis und Verantwortung von Archiven



Gabriele Fröschl

Sammeln und zugänglich machen – geplanter Zufall in Medienarchiven?



Susanne Hennings

Medienarchive im Spannungsverhältnis zwischen Speichergedächtnis und Funktionsgedächtnis: Bewertungskriterien für die Archivwürdigkeit von Tondokumenten im Wandel der Zeit



Johannes Müske

Sammlungsgeschichte(n): Die Sammlung Dür – zur memopolitischen Karriere einer Sammlung von akustischer ›Swissness‹





III.Erzählte Geschichte in Radio, Film und Fernsehen



Reinhold Viehoff

Zur Medialität des Historischen – oder: Versuch, auf einige Probleme hinzuweisen, die durch mediale Repräsentationen von ›Geschichte(n)‹ neuerdings verstärkt entstehen



Yvonne Robel

Suchkind 312: Cross-mediale Geschichtsschreibung im Unterhaltungsformat



Sandra Nuy

Film, politischer Mythos und Gedächtnis. Überlegungen am Beispiel der RAF



Thomas Wilke

Wider das Vergessen:

Zur Archivfunktion und Geschichtsinszenierung in populären Fernsehserien am Beispiel von Rome



Jean Christophe Meyer

Histoire parallèle/Die Woche vor 50 Jahren – eine historiografische Sendung als medialer europäischer Erinnerungsort?



Christiane Quandt

Argentinische Radio-Sounds als fiktionale und dokumentarische Orte der Erinnerung in Cómo me hice monja (Wie ich Nonne wurde) von César Aira





IV.historische und neue alltagsnahe Quellen



May Jehle

Repräsentationen des Historischen – Unterrichtsaufzeichnungen aus der DDR und der Bundesrepublik



Lars Müller

Schulbücher zwischen Verlagsarchiv und Erinnerungsort.

Potenziale der Archivarbeit für die Schulbuchforschung



Clemens Schwender / Jens Ebert

Alltagskommunikation über Medienereignisse in der Zeit des Zweiten Weltkrieges – das Feldpost-Archiv Berlin



Yulia Yurtaeva

Private Internetplattformen als Medienarchive und neue Forschungsräume

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