Vernetzte Gesellschaft

Vernetzte Gesellschaft
Die Probleme der NSA plagen uns alle: Wie lassen sich Metadaten schaufeln, relevante Inhalte...
Vernetzte Gesellschaft
Urs Stäheli, Valentin Groebner, Nikola Tietze, Jost Dülffer, Alfons Söllner, Ariane Leendertz, Wolfgang Kraushaar
Die Probleme der NSA plagen uns alle: Wie lassen sich Metadaten schaufeln, relevante Inhalte herausfiltern und Muster erkennen? Die neue Ausgabe des Mittelweg 36 beleuchtet verschiedene Facetten der vernetzten Gesellschaft. "Entnetzt euch!" lautet für Urs Stäheli das Gebot der Stunde: Mit dem soziologischen Klassiker Gabriel Tarde im Gepäck begibt er sich auf die Suche nach Praktiken der Anschlusslosigkeit in der Vernetzung: Kann man dem Paradigma der Konnektivität überhaupt entkommen? Valentin Groebner erlaubt sich "unpassende" historische Fragen zur "Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens nach der Megabit-Bombe", der explosionsartigen Vermehrung des Wissens im Zeitalter des Internets. Von geheimen Netzwerken, die im Verborgenen erschaffen, was wir für die Wirklichkeit halten, handeln Verschwörungstheorien - und jede Soziologie, die Wirklichkeitskonstruktionen als konkurrierende Ordnungen gesellschaftlicher Beziehungen untersucht. Nikola Tietze argumentiert in "Soziologie und Verschwörung" für eine konflikttheoretische Erweiterung der pragmatischen Soziologie, um der Gesellschaftswissenschaft einen Ausweg aus ihrem verschwörungstheoretischen Dilemma zu weisen. In der Literaturbeilage bespricht der Historiker Jost Dülffer neue Forschungen zum Kalten Krieg und plädiert dafür, "Ost-West-Konflikt und Globalisierung" zusammenzudenken. Gleich zwei Beiträge behandeln die Wissenschafts- und Hochschulpolitik in der alten Bundesrepublik. Alfons Söllner stellt in "Mehr Universität wagen!" Helmut Schelsky als konservativen Hochschulreformer mit ambitioniertem Programm vor. Ariane Leendertz erinnert an die politische Debatte um die "'Finalisierung der Wissenschaft'" Mitte der 1970er Jahre, in der um das Verhältnis von wissenschaftlicher Theoriebildung und Gesellschaft gestritten wurde.

Jost Dülffer, Dr. phil., Professor em. für Neuere Geschichte, Universität zu Köln Valentin Groebner, Dr. phil., Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance, Universität Luzern Wolfgang Kraushaar, Dr. phil., Historiker und Politologe, Hamburger Institut für Sozialforschung Ariane Leendertz, Dr. phil., Historikerin, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln Alfons Söllner, Dr. phil., Professor em. für Politische Theorie und Ideengeschichte, TU Chemnitz Urs Stäheli, Dr. phil., Professor für Allgemeine Soziologie, Universität Hamburg Nikola Tietze, PD Dr. phil., Soziologin, Hamburger Institut für Sozialforschung

Urs Stäheli: Entnetzt euch! Praktiken und Ästhetiken der Anschlusslosigkeit Valentin Groebner: Nach der Megabit-Bombe. Wissenschaftliches Publizieren im Zeitalter des Internets, historisch gesehen Nikola Tietze: Soziologie und Verschwörung. Plädoyer für die konflikttheoretische Erweiterung der Soziologie der Konventionen, der Rechtfertigung und der Kritik Alfons Söllner: Mehr Universität wagen! Helmut Schelsky und die Hochschulpolitik der 1960er Jahre Ariane Leendertz: "Finalisierung der Wissenschaft". Wissenschaftstheorie in den politischen Deutungskämpfen der Bonner Republik Literaturbeilage: Jost Dülffer: Ost-West-Konflikt und Globalisierung. Neue Forschungen zum Kalten Krieg Aus der Protest-Chronik
7,99 €

Versandkostenfreie Lieferung! (eBook-Download)

Als Sofort-Download verfügbar

Format:

Produktinformationen

Artikelnummer:
SW302704
Autor:
Urs Stäheli, Valentin Groebner, Nikola Tietze, Jost Dülffer, Alfons Söllner, Ariane Leendertz, Wolfgang Kraushaar
Mit:
Valentin Groebner
Wasserzeichen:
ja
Verlag:
Hamburger Edition HIS
Seitenzahl:
128
Veröffentlichung:
16.08.2013
ISBN:
9783868548068
Kunden haben sich ebenfalls angesehen
Ähnliche Artikel "Gesellschaft"
Ähnliche Artikel "Diverses"
Zuletzt angesehen