Transit 35. Europäische Revue

Europäische Gedächtnispolitik

Der erste Schwerpunkt des Heftes beschäftigt sich Europäischer Gedächtnispolitik. "Die Zukunft der europäischen Solidarität hängt von der Neubewertung und -erzählung der jüngeren Vergangenheit Europas ab." schrieb Timothy Snyder vor einiger Zeit in dieser Zeitschrift. Zu einer solchen Neubewertung und -erzählung wollen die AurorInnen des ersten Teils beitragen. Heidemarie Uhl leitet den ersten Teil mit einer kritischen Reflexion über die europäische Erinnerungskultur ein. Burkhard Olschowsky kartographiert die Brüche in der Erinnerungslandschaft des alten Kontinents und sucht nach einem verbindenden Gedächtnis.... alles anzeigen expand_more

Der erste Schwerpunkt des Heftes beschäftigt sich Europäischer Gedächtnispolitik. "Die Zukunft der europäischen Solidarität hängt von der Neubewertung und -erzählung der jüngeren Vergangenheit Europas ab." schrieb Timothy Snyder vor einiger Zeit in dieser Zeitschrift. Zu einer solchen Neubewertung und -erzählung wollen die AurorInnen des ersten Teils beitragen. Heidemarie Uhl leitet den ersten Teil mit einer kritischen Reflexion über die europäische Erinnerungskultur ein. Burkhard Olschowsky kartographiert die Brüche in der Erinnerungslandschaft des alten Kontinents und sucht nach einem verbindenden Gedächtnis. Aleksander Smolar unterzieht die jüngste polnische Gedächtnispolitik einer kritischen Bilanz. Timothy Snyder erinnert an den vergessenen Holocaust in Osteuropa, und Dirk Rupnow diagnostiziert einen tiefgreifenden Wandel im Gedächtnis des Holocaust. Den Schwerpunkt schließt eine Diskussion zwischen Alexander Motyl und Timothy Snyder über die unterschiedliche Bewertung totalitärer Verbrechen ab.



Der zweite Schwerpunkt stellt den "Mai '68" in den Ost-West-Kontext. Jacques Rupnik vergleicht den Prager mit dem Pariser Frühling und bringt ein Interview über das Missverständnis von 1968 mit, das er zehn Jahre später mit Rudi Dutschke führte. Aleksander Smolar resümiert 1968 aus der Perspektive eines Exilanten, der Polen, wie so viele andere Juden, in jenem Jahre verlassen musste. Mykola Riabchuk schließlich berichtet über die Wahrnehmung der damaligen Ereignisse in Ost- und Westeuropa durch die ukrainischen Dissidenten.



Die letzten beiden Artikel sind Russland gewidmet: Ivan Krastev untersucht die Krise der europäischen Nachkriegsordnung und den neue Konfrontationskurs Russlands mit dem Westen. Henrike Schmidt dokumentiert, wie die neuen Technologien zur Imagebildung von Putin und Medwedjew genutzt werden.



Editorial



Heidemarie Uhl

Schuldgedächtnis und Erinnerungsbegehren

Thesen zur europäischen Erinnerungskultur



Burkhard Olschowsky

Erinnerungslandschaft mit Brüchen

Das "Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität"

und die Traumata des alten Kontinents



Aleksander Smolar

Geschichtspolitik in Polen



Dirk Rupnow

Transformationen des Holocaust

Anmerkungen nach dem Beginn des 21. Jahrhunderts



Timothy Snyder

Der vergessene Holocaust

Eine Exekution in Mariupol

Brief von Samuil Aronovich Belous



Alexander J. Motyl

Warum ist die KGB-Bar möglich?

Binäre Moral und ihre Konsequenzen



Kommentar: Timothy Snyder



Věra Koubová

GedächtnisGesichte. Photographien



Jacques Rupnik

Zweierlei Frühling: Paris und Prag 1968



Das Missverständnis von 1968

Interview mit Rudi Dutschke (1978)



Aleksander Smolar

1968 – Zwischen März und Mai



Mykola Riabchuk

Wie ich zum Tschechen und Slowaken wurde



Ivan Krastev

Die Krise der europäischen Ordnung und Russlands

neuer Konfrontationskurs mit dem Westen



Henrike Schmidt

Virtual Vova und Präsident Medved

Kunst, Literatur und Politik im russischen Internet



Zu den Autorinnen und Autoren

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