Die kulturellen Gemeinsamkeiten der Staaten Österreich und Deutschland: Eine Analyse des germanische

Die kulturellen Gemeinsamkeiten der Staaten Österreich und Deutschland: Eine Analyse des germanische
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In Zeiten zunehmender Globalisierung gewinnt ökonomische Intensivierung und territoriale Ausbreitung des Wettbewerbs der Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Nicht nur große Konzerne, sondern vermehrt auch mittelständische und kleinere Betriebe richten ihre Aktivitäten global aus. Dies führt zu einer Zunahme der Wertigkeit kultureller Einflüsse auf die Führung dieser Unternehmen. Die GLOBE-Studie ist ohne Zweifel ein bedeutender Beitrag, um die aufgeworfenen Fragen dieser globalisierten Welt verstehen und interpretieren zu können. Um die Komplexität der Studie zu reduzieren, wurden sogenannte Länder-Cluster eingeführt. Die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz wurden... alles anzeigen expand_more
In Zeiten zunehmender Globalisierung gewinnt ökonomische Intensivierung und territoriale Ausbreitung des Wettbewerbs der Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Nicht nur große Konzerne, sondern vermehrt auch mittelständische und kleinere Betriebe richten ihre Aktivitäten global aus. Dies führt zu einer Zunahme der Wertigkeit kultureller Einflüsse auf die Führung dieser Unternehmen. Die GLOBE-Studie ist ohne Zweifel ein bedeutender Beitrag, um die aufgeworfenen Fragen dieser globalisierten Welt verstehen und interpretieren zu können. Um die Komplexität der Studie zu reduzieren, wurden sogenannte Länder-Cluster eingeführt. Die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz wurden beispielsweise aufgrund ihrer kulturellen Ähnlichkeit in ein ‚Germanisches Cluster‘ zusammengefasst. Ziel ist die Durchführung einer Kulturstudie in den Ländern Deutschland und Österreich zur Untersuchung des Clusters und die Betrachtung etwaiger Unterschiede, die anschließend in Beziehung zur GLOBE-Studie gesetzt werden.

In Zeiten zunehmender Globalisierung gewinnt ökonomische Intensivierung und territoriale Ausbreitung des Wettbewerbs der Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Nicht nur große Konzerne, sondern vermehrt auch mittelständische und kleinere Betriebe richten ihre Aktivitäten global aus. Dies führt zu einer Zunahme der Wertigkeit kultureller Einflüsse ...

Textprobe: Kapitel 4.1, Fragebogen als Mittel empirischer Forschung: Für die Datenerhebung werden in der Forschung unterschiedliche Instrumente verwendet, beispielhaft wird hier das Experiment, das Interview und der Fragebogen genannt, wobei die beiden letzteren in der kulturvergleichenden Forschung für die Sammlung von Informationen über kulturelle Werte und vorhandenes, soziales Verhalten bevorzugt werden, da es meist eine sehr große Anzahl an zu befragenden Personen gibt (vgl. Michener, 1986, S.548). Die Methodik, die bei dieser Art der Befragung angewandt wird, erfolgt meist über das World-Wide-Web, kann aber auch durch ein persönliches Interview durchgeführt werden. Unbestritten ist jedoch, dass der entscheidende Faktor bei fast jeder Studie die erzielte Rücklaufquote ist. Deshalb ist bei der Konzeption des Fragebogens großen Wert auf die Verständlichkeit und Machbarkeit dieses Instruments zu legen (vgl. Michener, A., 1986, S.550). 4.1.1, Stichproben: Bei der Erhebung von repräsentativen Daten steht vor allem die Auswahl der zu befragenden Personen im Fokus der methodologischen Vorgehensweise, wobei die möglichen Verfahren sehr unterschiedliche in ihrer Repräsentativität sind und die Anzahl der Probanden ein grundlegender Faktor darstellt. Wird die Untersuchung einer Landeskultur angestrebt, sollte das Sample möglichst groß und repräsentativ sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist es wichtig, dass jede Bevölkerungsschicht als Teilnehmer für diese Umfrage in Frage kommt. In der Forschung wird hier von einer Zufallsstichprobe (‘full probability sample’) gesprochen (vgl. aus Inglehart, R., 2004, S. 390). Ein anderes Verfahren bei der Zusammenstellung von Stichproben ist das geschichtete Stichprobenverfahren (‘stratified sample’). Hierfür wird die zu untersuchende Bevölkerung in zuvor definierte Gruppen geordnet, aus deren Clusterung dann im Zufallsprinzip Probanden ausgewählt werden (vgl. Michener, A., 1986, S.552f). In dem Themenkomplex von kulturvergleichenden Studien müssen jedoch einige Abstriche bei der methologischen Vorgehensweise gemacht werden. Grund hierfür ist das meist eingeschränkte, finanzielle Budget der Studie. Im Normalfall werden repräsentative Samples aus vorliegenden Zensus - oder Wahllisten bzw. ähnlicher Register erstellt. Kann der Forscher in dem zu untersuchenden Kulturkreis nicht auf solche Listen zurückgreifen, muss ein anderer Weg gefunden werden. Ein Beispiel für eine solche alternative Vorgehensweise ist das sogenannte ‘convenience sample’. Hierbei ist die Erreichbarkeit der Probanden das Auswahlkriterium, daraus resultierend wird jedoch die Repräsentativität stark eingeschränkt (vgl. Schwartz, S. H. 1986, S.552). Einer solchen Vorgehensweise unterliegt auch die in dieser Arbeit zu findende empirische Studie. 4.1.2, Validität und Reliabilität: Die zentrale statistische Determinanten, die eine durchgeführte empirische Studie bewerten können, sind Validität und Reliabilität. Die Reliabilität misst hierbei das Ausmaß, in welchem die benutzten Methoden die gleichen Resultate bei mehrmaliger Wiederholung erzeugen würden. Anders formuliert: Es wird untersucht, ob die Ergebnisse über einen länger gemessen Zeitraum gleichbleibend sind. Im Gegensatz zur Reliabilität beschäftigt sich die Validität mit der Frage, ob auch wirklich der Untersuchungsgegenstand und dessen Ergebnis mit dem ursprünglichen Untersuchungsziel übereinstimmen. Diese Validität kann in eine interne und externe Validität unterteilt werden. Während die interne Validität das Ausmaß des Einflusses der Messtechniken auf die Ergebnisse misst, beschäftigt sich die externe Validität mit dem Ausmaß der Generalisierbarkeit der Ergebnisse auf andere Kulturen (vgl. Schwartz, 1986, S. 551). Im Fall von kulturvergleichenden Studien, mit Dimensionen als Untersuchungsgegenstand und Skalen als Messindikatoren, sollten mehrere Teilaspekte auf ihre Validität (bezogen auf die Operationalisierung der Dimensionen) hin überprüft werden (vgl. Helftrich, 2003, S. 112). 4.2, Untersuchte Städte: Im Folgenden werden die Städte Stuttgart, in Deutschland, und Wien, in Österreich, vorgestellt, die Wohnorte der Probanden, Studierende aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an ausgewählten Hochschulen, die sich den Fragen des GLOBE-Fragebogens gestellt haben. 4.2.1, Stuttgart: Mit 570.000 Einwohnern ist Stuttgart die sechstgrößte Stadt Deutschlands und als Landeshauptstadt die größte im Bundesland Baden-Württemberg, zeitgleich die Stadt mit der geringsten Gemarkungsfläche neben den Städten Hannover und Nürnberg. Trotz der fehlenden Möglichkeit eines Städtewachstums im Rahmen der Verwaltungsreform zu Beginn der 70er Jahre, durch Eingemeindung zusätzliche Flächen zu gewinnen, ist sie unter den Großstädten die Stadt mit dem höchsten Anteil an Waldflächen, deren Wälder und Weinberge aufgrund ihrer topografischen Lage bis unmittelbar an den Stadtkern ragen und das Stadtbild mit ‘kompakt und grün’ passend beschreiben (vgl. Landeshauptstadt Stuttgart Datenkompass, 2013, S. 9). Mit dem Landtag, der Landesregierung und weiteren zahlreichen Behörden stellt sie das politischen Zentrum Baden-Württembergs dar und ist außerdem Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart und des Verbandes Region Stuttgart sowie weiterer öffentlich-rechtlicher Institutionen wie beispielsweise des Südwestrundfunks, der evangelischen Landeskirche Württemberg und der Diözese Rottenburg - Stuttgart. Mit zwei Universitäten und vielen weiteren Hochschulen besitzt Stuttgart eine hohe Dichte an wissenschaftlichen Institutionen und zählt, eingebettet in eine Region mit rund 2,7 Millionen Einwohnern und Standort zahlreicher multinationaler Konzerne, zu den exportstärksten Metropolen Europas. Das Einkommen der Bevölkerung gehört zu den höchsten in der Bundesrepublik Deutschland (vgl. Landeshauptstadt Stuttgart Datenkompass, 2013, S. 9). 4.2.2, Wien: Wien, die Hauptstadt von Österreich und zugleich eines der neun österreichischen Bundesländer, besitzt mit 1,73 Millionen die höchste Einwohnerzahl, ist die zweitgrößte Stadt im deutschsprachigen Raum und die siebtgrößte der Europäischen Union, rund ein Viertel der österreichischen Gesamtbevölkerung, etwa 2,4 Millionen Menschen, leben im Großraum Wien. Sie verkörpert seit Jahrhunderten ein Ort der Begegnung von völkischen Gruppen und der interkulturellen Verständigung, ist ein Ort des Austauschs und des Zusammentreffens unterschiedlicher Sprachen, eine Plattform der Integration fremdländischer Sitten und Gebräuche. Ihre geografische Lage macht sie zur Pforte zwischen Ost und West und zum Bindeglied zwischen Nord und Süd. Als kaiserliche Residenz war sie erst Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und später Mittelpunkt eines Vielvölkerstaats. Und noch heute leistet die Stadt Wien im Herzen des Kontinents einen wichtigen Beitrag zur Vereinigung Europas zur Vereinigung Europas (vgl. Datenblatt Magistrat der Stadt Wien, 2011, S. 3). Das Büro der Vereinten Nationen UNOV, einer von vier Amtssitzen der UNO, verleiht der Stadt Wien eine hohe politische Bedeutung. Sie ist Ort internationaler Kongresse und Tagungen und Standort angesehener internationaler Organisationen wie die der erdölexportierender Länder (OPEC) und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), somit genießt sie den Status einer Weltstadt (vgl. Datenblatt Magistrat der Stadt Wien, 2011, S. 4). In der international bekannten Mercer-Studie 2012 zur Untersuchung der Lebensqualität in 221 Städten weltweit, belegte Wien zum vierten Mal in Folge den ersten Rang und zeichnet sich mit ihrem hohen Maß an Lebensqualität aus.. Ausschlaggebende Faktoren hierfür ist der hohe Grünanteil am Stadtgebiet (ca. 50 Prozent), die für städtische Verhältnisse sehr gute ökologische Qualität der Stadt, die hohe polizeiliche Sicherheit, das hervorragende Gesundheitswesen, den hohen Bildungsstandard, die Dichte an kulturellen Möglichkeiten und das dichte Netz öffentlicher Verkehrsmittel (vgl. Datenblatt Magistrat der Stadt Wien, 2011, S. 3).

Patrick Renner, BSc. (WU), wurde 1989 in Sindelfingen geboren. Sein Bachelorstudium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an Wirtschaftsuniversität Wien schloss er im Jahre 2014 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science (WU) ab. Während seines Studiums spezialisierte er sich in den Fachbereichen ‚Change Management & Management Development‘ und ‚Betriebswirtschafslehre des Außenhandels‘. Zurzeit absolviert der Autor sein Masterstudium in Finance & Management an der University of Glasgow in Schottland. Bereits während des Studiums sammelte er umfassende praktische Erfahrungen in den Bereichen der Automobilwirtschaft, dem Consulting und der Non-Profit Organisationen.

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  • Autor find_in_page Patrick Renner
  • Autoreninformationen Patrick Renner, BSc. (WU), wurde 1989 in Sindelfingen geboren. Sein… open_in_new Mehr erfahren
  • Wasserzeichen ja
  • Verlag find_in_page Bachelor + Master Publishing
  • Seitenzahl 72
  • Veröffentlichung 01.02.2015
  • ISBN 9783958206649

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