Das Gespenst der Inflation
Wie China der Schocktherapie entkam | Von der Erfinderin der Gaspreisbremse
Ein Lehrstück über den Umgang mit Preissteigerungen
Nach dem Ende von Maos Herrschaft stand die politische Führung in China Ende der siebziger Jahre vor gewaltigen Problemen: Wie sollte sie das bankrotte Wirtschaftssystem neu erfinden? Wie eine galoppierende Inflation vermeiden, die als Schreckgespenst durch das Land spukte? Durch Schocktherapie oder schrittweise Reformen? Letztendlich obsiegten die Kräfte, die für einen staatlich gelenkten Wandel plädierten. Anders als Russland, das nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in einen katastrophalen Abwärtsstrudel geriet, erlebte China einen beispiellosen Aufstieg.
Isabella M. Weber, eine der bedeutendsten Ökonominnen ihrer Generation, zeichnet in ihrem hoch gelobten Buch die damaligen Debatten um die Neugestaltung des chinesischen Wirtschaftssystems minutiös nach und ordnet diese Diskussionen in die langen Traditionen des ökonomischen Denkens im Reich der Mitte und des Westens ein. Insbesondere zeigt sie, wie es gelang, die Inflation zu begrenzen. Chinas Weg zurück in die Weltwirtschaft, so Weber, ist nicht nur die Geschichte einer einzigartigen Transformation. Angesichts der Verwerfungen auf den Energiemärkten und der dramatisch gestiegenen Lebenshaltungskosten sind die Auseinandersetzungen um Preiskontrollen und andere staatliche Eingriffe zudem lehrreich für aktuelle Debatten.
»Das Gespenst der Inflation ist mehr als gut recherchierte Wirtschaftsgeschichte.«
»Isabella M. Weber hat ein wichtiges Buch geschrieben. Ihre Leserinnen und Leser profitieren davon, dass sie mit vielen Zeitzeugen gesprochen hat und tief in die Wirtschaftsgeschichte Chinas eintaucht ...«
»[Weber] schildert detailliert den Ablauf der Diskussionen während der einzelnen Epochen Chinas und dass es zu jederzeit Ziel der Mächtigen war, die Preise für die wichtigsten Güter so festzulegen, dass die Staatsmacht nicht gefährdet wurde. Allein unter diesem Gesichtspunkt ist es empfehlenswert, das Buch zu lesen.«
Isabella M. Weber, geboren 1987 in Nürnberg, ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der University of Massachusetts Amherst. Einer breiten Öffentlichkeit wurde sie durch ihren (gemeinsam mit dem Volkswirt Sebastian Dullien) ins Gespräch gebrachten Vorschlag eines Gaspreisdeckels bekannt. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Wissenschaftspreis der Keynes-Gesellschaft und 2024 mit dem Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik. Im Suhrkamp Verlag erschien von ihr zuletzt Das Gespenst der Inflation. Wie China der Schocktherapie entkam (2023).
Stephan Gebauer arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren als freier Übersetzer. Für Suhrkamp/Insel übersetzte er unter anderem Werke von Paul Mason, Quinn Slobodian, Branko Milanović und Sebastian Smees Kunst und Rivalität ins Deutsche.
»Tolles Buch … ich habe gern darin gelesen.«
»Absolute Pflichtlektüre für jeden, der sich für China und die Ideen hinter der Entwicklung des Landes interessiert.«
»Isabella Webers Buch bietet einen exzellenten historischen Überblick über Chinas wirtschaftspolitische Weichenstellungen.«
»Aufgrund der Inflation in Europa und in den USA begleiten uns die Debatten, die Isabella Weber in ihrem Buch beschreibt, bis heute.« weniger anzeigen expand_less
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- Artikel-Nr.: SW9783518775547450914
- Artikelnummer SW9783518775547450914
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Autor
Isabella M. Weber
- Mit Stephan Gebauer
- Wasserzeichen ja
- Verlag Suhrkamp Verlag
- Seitenzahl 608
- Veröffentlichung 19.04.2023
- Barrierefreiheit
- Keine Angabe: Keine Informationen zur Barrierefreiheit bereitgestellt
- Aussehen von Textinhalten kann angepasst werden
- ISBN 9783518775547
- Mit Stephan Gebauer