Die Zeremonie des Abschieds und Gespräche mit Jean-Paul Sartre
August - September 1974
Die Zeremonie des Abschieds - Simone de Beauvoirs ergreifender Bericht über die letzten Lebensjahre Jean-Paul Sartres.
In diesem ungewöhnlichen und meisterhaften Buch schildert Simone de Beauvoir die letzten zehn Jahre im Leben des bedeutenden Philosophen und Schriftstellers Jean-Paul Sartre. Sie berichtet von den intensiven Gesprächen, die sie im Sommer und Herbst 1974 in Rom und Paris mit ihm führte – über sein Leben und Werk, über Herkunft und Einflüsse, Liebe und Freundschaft, Freiheit und Glück, und schließlich über den Tod.
De Beauvoir gewährt dem Leser einen intimen Einblick in Sartres Gedankenwelt und ihre enge Beziehung zu ihm. Mit großer Offenheit und Sensibilität zeichnet sie das Porträt eines Mannes, der wie kein anderer das philosophische Denken des 20. Jahrhunderts geprägt hat. Die Zeremonie des Abschieds ist nicht nur eine zutiefst persönliche Hommage an Jean-Paul Sartre, sondern auch ein bedeutendes Zeugnis einer der wichtigsten intellektuellen Freundschaften unserer Zeit.
Geboren am 9.1.1908 in Paris. Ihre ursprünglich wohlhabenden Eltern lebten nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund von Fehlspekulationen unter wenig üppigen Verhältnissen in der Rue de Rennes. Mit fünfeinhalb Jahren kam Simone an das katholische Mädcheninstitut, den Cours Désir, Rue Jacob; als Musterschülerin legte sie dort den Baccalauréat, das französische Abitur, ab. 1925/26 studierte sie französische Philologie am Institut Sainte-Marie in Neuilly und Mathematik am Institut Catholique, bevor sie 1926/27 die Sorbonne bezog, um Philosophie zu studieren. 1928 erhielt sie die Licence, schrieb eine Diplomarbeit über Leibnitz, legte gemeinsam mit Merleau-Ponty und Lévi-Strauss ihre Probezeit als Lehramtskandidatin am Lycée Janson-de-Sailly ab und bereitete sich an der Sorbonne und der École Normale Supérieure auf die Agrégation in Philosophie vor. In ihrem letzten Studienjahr lernte sie dort eine Reihe später berühmt gewordener Schriftsteller kennen, darunter Jean-Paul Sartre, ihren Lebensgefährten seit jener Zeit. 1932-1936 unterrichtete sie zunächst in Rouen und bis 1943 dann am Lycée Molière und Camille Sée in Paris. Danach zog sie sich aus dem Schulleben zurück, um sich ganz der schriftstellerischen Arbeit zu widmen. Zusammen mit Sartre hat Simone de Beauvoir am politischen und gesellschaftlichen Geschehen ihrer Zeit stets aktiv teilgenommen. Sie hat sich, insbesondere seit Gründung des MLF (Mouvement de Libération des Femmes) 1970, stark in der französischen Frauenbewegung engagiert. 1971 unterzeichnete sie das französische Manifest zur Abtreibung. 1974 wurde sie Präsidentin der Partei für Frauenrechte, schlug allerdings die «Légion d'Honneur» aus, die ihr Mitterrand angetragen hatte. Am 14.4.1986 ist sie, 78-jährig, im Hospital Cochin gestorben. Sie wurde neben Sartre auf dem Friedhof Montparnasse beigesetzt.
Uli Aumüller übersetzt u. a. Siri Hustvedt, Jeffrey Eugenides, Jean Paul Sartre, Albert Camus und Milan Kundera. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane-Scatcherd-Preis.
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- Artikel-Nr.: SW9783644017610450914
- Artikelnummer SW9783644017610450914
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Autor
Simone de Beauvoir
- Mit Uli Aumüller, Eva Moldenhauer
- Wasserzeichen ja
- Verlag Rowohlt E-Book
- Seitenzahl 631
- Veröffentlichung 01.10.2012
- Barrierefreiheit
- Barrierefrei nach: EPUB Accessibility Spec 1.1
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- ISBN 9783644017610
- Mit Uli Aumüller, Eva Moldenhauer