Gaslicht 11

Friedhof des Grauens

In dieser neuartigen Romanausgabe beweisen die Autoren erfolgreicher Serien ihr großes Talent. Geschichten von wirklicher Buch-Romanlänge lassen die illustren Welten ihrer Serienhelden zum Leben erwachen. Es sind die Stories, die diese erfahrenen Schriftsteller schon immer erzählen wollten, denn in der längeren Form kommen noch mehr Gefühl und Leidenschaft zur Geltung. Spannung garantiert! Langsam tauchte die Insel aus dem Nebel auf. Die steilen Klippen wuchsen aus dem Meer, und hoch darüber erblickte man die Türme eines alten Schlosses. Es war beeindruckend, dachte Susanna. Es war kein Märchenschloß mit glücklichen Prinzen und... alles anzeigen expand_more

In dieser neuartigen Romanausgabe beweisen die Autoren erfolgreicher Serien ihr großes Talent. Geschichten von wirklicher Buch-Romanlänge lassen die illustren Welten ihrer Serienhelden zum Leben erwachen. Es sind die Stories, die diese erfahrenen Schriftsteller schon immer erzählen wollten, denn in der längeren Form kommen noch mehr Gefühl und Leidenschaft zur Geltung. Spannung garantiert!



Langsam tauchte die Insel aus dem Nebel auf. Die steilen Klippen wuchsen aus dem Meer, und hoch darüber erblickte man die Türme eines alten Schlosses. Es war beeindruckend, dachte Susanna. Es war kein Märchenschloß mit glücklichen Prinzen und Prinzessinnen. Das hier war eine echte Sache – riesig, schwer, dräuend und zweifellos auch mit den nötigen Verliesen, in denen die Feinde des Schloßherrn verschwanden…





Das Telefon klingelte, Susanna hörte es im Traum, und im Traum nahm sie den Hörer auf. Es war Mark, aber ein anderer Mark, nicht sarkastisch und distanziert, sondern warmherzig und bittend.





»Liebling«, rief er fröhlich, »bitte, heirate mich! Sie hat in die Scheidung eingewilligt! Meine Frau hat der Scheidung zugestimmt! Oh, Liebling, bitte sag doch ja!«





Langsam gewann Susannas Bewußtsein die Oberhand. Sie erwachte und hörte gerade noch das letzte Klingeln des Telefons.





»Verdammt«, murmelte sie und sprang auf. Sie riß den Hörer an sich, aber da war nur noch das Freizeichen.





Sie lag auf dem Rücken und dachte an ihren Traum. Ach, wäre er doch Wirklichkeit geworden! Wenn Mark doch nur nicht so stark wäre! Wenn seine Argumente doch nicht so vernünftig wären! Wieder hörte sie seine Stimme, die gestern abend, hier in dieser Wohnung gesagt hatte:





»Sie wird niemals in die Scheidung einwilligen. Aber wir können doch auch so zusammen glücklich werden, Sue. Du kannst deine Stellung in der Bibliothek aufgeben, und ich helfe dir mit dem Geld. Dann kannst du dich deiner Schriftstellerei widmen und brauchst dich nicht ums Geldverdienen zu kümmern, dafür sorge ich dann.«





Susanna drehte sich auf den

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