"Wagner und kein Ende"

Betrachtungen und Studien

Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, die Wagnerforschung habe eben erst begonnen. Das hat zunächst mit der so außergewöhnlichen Fülle des überlieferten Materials zu tun. Dabei scheint der Strom der immer noch hinzukommenden Dokumente einstweilen gar nicht abreißen zu wollen. Entsprechend ist sehr vieles unerforscht und ungeklärt. Dass ein Ende nicht abzusehen ist, liegt weiterhin im besonderen Wesen der Kunst Richard Wagners begründet. Die Idee des Gesamtkunstwerks stellt uns vor das Problem, wie und mit welcher Methode diesem Phänomen beizukommen sei: wohl nur mit einem Verfahren, das ähnlich übergreifend ist wie... alles anzeigen expand_more

Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, die Wagnerforschung habe eben erst begonnen. Das hat zunächst mit der so außergewöhnlichen Fülle des überlieferten Materials zu tun. Dabei scheint der Strom der immer noch hinzukommenden Dokumente einstweilen gar nicht abreißen zu wollen. Entsprechend ist sehr vieles unerforscht und ungeklärt.

Dass ein Ende nicht abzusehen ist, liegt weiterhin im besonderen Wesen der Kunst Richard Wagners begründet. Die Idee des Gesamtkunstwerks stellt uns vor das Problem, wie und mit welcher Methode diesem Phänomen beizukommen sei: wohl nur mit einem Verfahren, das ähnlich übergreifend ist wie Wagners eigenes.

Schließlich gilt es, noch eine andere spezifische Eigenheit der Wagnerschen Kunst zu betrachte: ihre Vieldeutigkeit. Zwar zeichnet es alle große Kunst aus, dass sie verschiedene Deutungsmöglichkeiten zulässt, doch im Wagnerschen Werk ist dies zum Prinzip erhoben. Es kann also gar kein Ende des Deutens geben.

Die hier vorgelegten Aufsätze aus 25 Jahren Beschäftigung mit Richard Wagner sind Versuche, diese Herausforderungen in die Tat umzusetzen. Als leitender Faden kann dabei das Bemühen gelten, Ergebnisse der Forschung so zu vermitteln, das sie in die künstlerische Praxis zu wirken und auch den Wagnerliebhaber und interessierten Laien zu erreichen vermögen.



Vorwort - Dramaturgie und Analyse - Die Feen. Eine Oper für Wagners Familie - Auch eine Unvollendete. Das wiederaufgefundene Sinfonie-Fragment in E-Dur WWV 35 - Wagners "Jugendsünde"? Zur großen komischen Oper "Das Liebesverbot oder Die Novize von Palermo" - "Rienzi, der Letzte der Tribunen" - Die unterdrückte Vorgeschichte. Zu "Der fliegende Holländer" - Lohengrin, der melancholische Held - Die Chöre im "Lohengrin" vor dem Hintergrund von "Oper und Drama" - "Tristan: Die Liebe als furchtbare Qual" - "Besseres, als diese Lieder, habe ich nie gemacht...". Zu den Wesendonck-Liedern - "Tristan" ohne Mythos - "Die Meistersinger von Nürnberg" als Oper des deutschen Bürgertums - "Es klang so alt, -und war doch so neu," -Oder ist es umgekehrt? Zur Rolle des Überlieferten in den "Meistersingern von Nürnberg" - "Eigentlich ein Marsch mt einem Trio". Über das Vorspiel zu den "Meistersingern von Nürnberg" - "Kammermusik" in den Musikdramen Richard Wagners - Noch einmal: Das Geheimnis der Form bei Richard Wagner (am Beispiel des "Rings des Nibelungen") - "Süßeste Rache sühnte dann alles". Zum ersten Akt der "Walküre" - Siegfrieds Musik - Huldigung Wagners an Cosima - Parsifal. Das Spiel von der Macht der Schuldgefühle - "Die Möglichkeit der Klage in der Wonne ". Skizze zur Charakterisierung der "Parsifal"-Musik - Philologie und Aufführungspraxis: - Von Notwendigkeit und Nutzen der Wagnerforschung - "Sämtliche Briefe?" - Das fragmentarische Orchesterwerk in e-Moll WWV 13. Die früheste der erhaltenen Kompositionen? - Der unvollendete "Tannhäuser" - Die Entstehung der "Meistersinger von Nürnberg". Geschichten und Geschichte - Keine "schwitzende" Musik. "Die Meistersinger von Nürnberg" nach der kritischen Ausgabe der Richard Wagner-Gesamtausgabe - Wagners Striche im "Tristan" [Erster Versuch, 1971] - Aufführungspraktische Konsequenzen der "Tristan"-Philologie [Striche im "Tristan", zweiter Versuch, 1993] - Zur musikalischen Interpretation. Bayreuther Stil - Das Musikdrama, präpariert für den Salon: Richard Wagner auf dem Klavier - Beziehungen: - Wagner und Rossini oder "Un nouvel Orphée" und "Der ungemein geschickte Verfertiger künstlicher Blumen" - Wagner und Bruckner. Ihre persönlichen Beziehungen anhand der überlieferten Zeugnisse (mit einer Dokumentation er wichtigsten Quellen) - Abkürzungen/Abgekürzt zitierte Literatur - Nachweise - Register: - Werke Wagners - Personen

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