In einer Welt, in der jede Sekunde verplant, optimiert und verwertet werden muss, gibt es keinen Raum mehr für das Unnötige. Doch was geschieht mit den Momenten, die keinem Zweck dienen? Mit den drei Sekunden, in denen ein Kind auf einer Schaukel einfach nur den Himmel betrachtet? Mit dem Blick auf eine Zuckerdose in einer stillen Küche?
Magnus Lindner entwirft in seinem außergewöhnlichen Roman eine beklemmende Vision: Das Institut für unnötige Zeit sammelt genau diese verlorenen Augenblicke. In gläsernen Phiolen archiviert, katalogisiert und weggeschlossen. Lenz arbeitet dort als Archivar, ein Mann der Zahlen und Routine, der seine Schritte zählt und in Primzahlen denkt. Tag für Tag sortiert er fremde Erinnerungen, Momente von Menschen, die er nie treffen wird – bis eine Phiole ihm das Bild eines schaukelnden Kindes zeigt und seine geordnete Welt zu bröckeln beginnt.
Mit hypnotischer Präzision zeichnet Lindner das Porträt einer Gesellschaft, die ihre Menschlichkeit verloren hat. In reduzierten, poetischen Sätzen erschafft er eine kafkaeske Architektur aus endlosen grauen Korridoren und nummerierten Türen, hinter denen Menschen in ihren eigenen Zeitblasen existieren. Die Frage, die den Roman durchzieht, wird zur existenziellen Herausforderung: Was macht uns zu Menschen, wenn nicht gerade die unnötigen, zwecklosen, bedeutungslosen Momente?
"Das Institut für unnötige Zeit" ist ein philosophischer Thriller über Effizienzwahn und Kontrollverlust, über das Vergessen und die verzweifelte Suche nach dem, was uns ausmacht. Ein dystopischer Roman, der erschreckend nah an unserer Gegenwart liegt.
Magnus Lindner beschäftigt sich seit Jahren mit den verborgenen Strukturen des Alltäglichen und der Frage, wie Erinnerung und Zeit miteinander verwoben sind. Seine literarische Arbeit erforscht die Zwischenräume zwischen dem Gewöhnlichen und dem Rätselhaften. Der Autor lebt zurückgezogen und beobachtet die subtilen Momente, in denen die Realität ihre gewohnten Muster zu verlassen scheint. "Das Institut für unnötige Zeit" ist sein Debut – ein Roman über das Verschwinden der freien Momente in einer immer verdichteteren Welt.
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- Autoreninformationen Magnus Lindner beschäftigt sich seit Jahren mit den verborgenen… open_in_new Mehr erfahren
Autoreninformationen
Magnus Lindner beschäftigt sich seit Jahren mit den verborgenen Strukturen des Alltäglichen und der Frage, wie Erinnerung und Zeit miteinander verwoben sind. Seine literarische Arbeit erforscht die Zwischenräume zwischen dem Gewöhnlichen und dem Rätselhaften. Der Autor lebt zurückgezogen und beobachtet die subtilen Momente, in denen die Realität ihre gewohnten Muster zu verlassen scheint. „Das Institut für unnötige Zeit" ist sein Debut – ein Roman über das Verschwinden der freien Momente in einer immer verdichteteren Welt.- Verlag find_in_page epubli
- Seitenzahl 142
- Veröffentlichung 08.04.2026
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783565395644
- Autoreninformationen Magnus Lindner beschäftigt sich seit Jahren mit den verborgenen… open_in_new Mehr erfahren