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Das stille Einverständnis

Acht Erzählungen über die Industrie des Selbst

Das stille Einverständnis
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Was bedeutet es, sich selbst zu kennen – in einer Welt, die längst gelernt hat, dich besser zu kennen als du dich selbst? Diese Frage stellt Jonas Pfeiffer-Kowalczyk in seinem Erzählband "Das stille Einverständnis" mit literarischer Präzision und verstörender Gegenwartsnähe. Acht Erzählungen führen den Leser in die Innenwelten von Menschen, die mitten in der Industrie des Selbst arbeiten oder von ihr erfasst wurden: Produktdesigner, die Aufmerksamkeit optimieren, Therapeuten und ihre Patienten, Nutzer und Erschöpfte. Pfeiffer-Kowalczyk erzählt von Algorithmen, die Träume antizipieren, von emotionaler Resonanz als... alles anzeigen expand_more

Was bedeutet es, sich selbst zu kennen – in einer Welt, die längst gelernt hat, dich besser zu kennen als du dich selbst? Diese Frage stellt Jonas Pfeiffer-Kowalczyk in seinem Erzählband "Das stille Einverständnis" mit literarischer Präzision und verstörender Gegenwartsnähe.



Acht Erzählungen führen den Leser in die Innenwelten von Menschen, die mitten in der Industrie des Selbst arbeiten oder von ihr erfasst wurden: Produktdesigner, die Aufmerksamkeit optimieren, Therapeuten und ihre Patienten, Nutzer und Erschöpfte. Pfeiffer-Kowalczyk erzählt von Algorithmen, die Träume antizipieren, von emotionaler Resonanz als Geschäftsmodell, von Watchlists, die unberührt bleiben, und von Tränen, die in Biometrie verwandelt werden. Seine Figuren sind keine Opfer und keine Täter – sie sind Einverstandene, still und aus freiem Willen, ohne den Moment des Einverständnisses je bewusst erlebt zu haben.



Der Ton des Bandes ist das Besondere: kühl, analytisch, dabei von einer unterschwelligen Traurigkeit durchzogen, die sich nicht benennen, aber auch nicht abschütteln lässt. Pfeiffer-Kowalczyk schreibt mit dem Blick eines Insiders – sein Prosaist kennt die Terminologie der Plattformökonomie ebenso gut wie die Stille eines nächtlichen Kühlschranksummens. Gerade aus dieser Spannung entsteht eine Literatur, die unter die Haut geht, ohne jemals zu moralisieren.



Wer diesen Band liest, wird beim nächsten Wischen über den Bildschirm kurz innehalten. Und sich fragen, wessen Entscheidung das eigentlich war.



Jonas Pfeiffer-Kowalczyk schreibt über die unsichtbaren Mechanismen moderner Existenz – über Algorithmen, Selbstoptimierung und die Momente, in denen Menschen aus ihren eigenen Systemen ausbrechen. Seine Erzählungen erkunden die Industrie des Selbst mit psychologischer Schärfe und einer Vorliebe für das Ungesagte. Pfeiffer-Kowalczyk lebt und arbeitet im deutschsprachigen Raum und hat sich der literarischen Durchleuchtung zeitgenössischer Paradoxien verschrieben: Wie wir uns selbst designen, verkaufen und wieder verlieren.

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  • Artikelnummer SW9783565700493110164
  • Autor find_in_page Jonas Pfeiffer-Kowalczyk
  • Autoreninformationen Jonas Pfeiffer-Kowalczyk schreibt über die unsichtbaren Mechanismen… open_in_new Mehr erfahren
  • Verlag find_in_page epubli
  • Seitenzahl 109
  • Barrierefreiheit
    Aktuell liegen noch keine Informationen vor
  • ISBN 9783565700493

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