Hundesohn
Roman | »Das ist der zärtlichste und klügste Roman seit langem über Liebe, Freundschaft, Begehren.« Martina Hefter
Dies ist eine Liebesgeschichte. Sie spielt im Juni, im Juli, im August in Adana, dreitausend Kilometer weit weg von Berlin. In Berlin lebt Zeko. Hier trifft er Männer in Parks und Cafés, auf Dating-Apps und vor der Moschee. Doch jedes Mal, wenn sich ihre Lippen berühren, reißen ihn die Gedanken zurück zu Hassan, dem Nachbarsjungen in Adana, den Dede, sein Großvater, immer nur »Hundesohn« nennt. Zeko kennt das laute Viertel, den Staub in den Gassen nur aus den Sommerferien. Dann stirbt Dede an einem Herzinfarkt. Aber Zeko will nicht vergessen, nicht den Großvater, der alten Männern die Sorgen aus dem Bart schnitt und auf Arabisch sang, nicht die religiösen Rituale und den Geschmack von Bamya. Und vor allem nicht Hassan.
»In neun Tagen werde ich Hassan wiedersehen«, wiederholt er wie ein Mantra: beim Freitagsgebet, in der Therapiesitzung, im Prinzenbad, beim Mittagessen mit seiner besten Freundin Pari. Aber etwas ist geschehen, als Zeko und Hassan sich das letzte Mal sahen. Etwas, das immer heftiger heraufdrängt, je näher der Tag seiner Abreise kommt.
Hundesohn erzählt radikal und poetisch von Liebe und Begehren. Von der Euphorie und Verletzlichkeit, der Angst und dem Glück, wenn man liebt. Vom leisen Schrei und lauten Flüstern: am Küchentisch, in fremden Betten und im Gebet. Und vermisst dabei unsere zerrissene Gegenwart, über alle Grenzen von Ländern, Sprache und Körper hinweg.
»Die Sinnlichkeit [Keskinkılıç'] Prosa ist so groß, dass sie es sogar schafft, Filzläuse mit Witz und Erotik zu verbinden. Herausragend ist dieser fulminante Roman aber auch, weil er so leichthändig dialektisch den verhandelten Sprachverlust in eine Sprachermächtigung überführt. ... Hundesohn ist eines der stärksten deutschsprachigen Debüts in diesem Jahr.«
»[Das] interessanteste Prosadebüt dieses Bücherherbstes.«
»[Die] poetische Sprache, derer der Lyriker Keskinkılıç eindeutig mächtig ist, [trägt] uns leichtfüßig durch den Roman ...«
»[Keskinkılıç] erweitert die postmigrantische Literatur um eine queere Perspektive. ... Hundesohn ist ein lebhaftes Porträt von Sehnsucht.«
»Hundesohn ist mitreißend und anstrengend, vor allem ist es Literatur, ein Kunstwerk, das vollständig aus der Sprache wirkt, weil es sich nicht in Deskription verwässert oder eine Handlung konstruiert, die man zur Not auch verfilmen könnte. Der Roman, der so viel von Ambiguität und existenzieller Unsicherheit weiß, ist als Kunstwerk ganz bei sich.«
»Viele Passagen haben eine rohe Qualität, sie scheinen, einem direkt in die Brust zu greifen. ... Ein Buch, das man in einem Tag locker lesen kann. Aber das nicht so locker aus dem Kopf geht.«
»Ein kluges und teils recht explizites Buch über familiäre Bindung und Prägung, Alltagsrassismus, Sex-Dates und die Zerrissenheit junger, migrantischer Menschen. [Eine] in der deutschen Literaturlandschaft noch seltene Perspektive ...«
»Hundesohn ist ein Buch, das vibriert, schwebt, schwingt, wunderbar musikalisch durch Wiederholungen rhythmisiert, ein Langgedicht, wenn man so will, das seinen eigenen Gesetzen folgt und sich von aller gebundenen Form lässig befreit hat.«
»Keskinkılıçs Stil ist erfrischend neu und doch gehen die ernstzunehmenden Probleme nicht unter.«
»[Keskinkılıç hat] einen hypnotisch flirrenden Debütroman vor[gelegt], bei dem die Prosa mehr Poesie als Plot in sich trägt, aufgeladen mit Geilheit, gepierct mit Weltschmerz, waidwund vor Wut.«
»Ein Roman wie ein langes Liebesgedicht. Traurig-schön.«
»Hundesohn ist ein sinnlicher, unter Hochspannung stehender, kluger Roman über Liebe heute, für jeden Moment des Haderns zwei der Scham und drei des Trotzes, aber dann doch, immer wieder, ist da eine Art Glück, und viel mehr kann man sich doch kaum wünschen.«
»In poetischer Sprache und vielstimmigen Bildern erzählt der Roman [Hundesohn] von queerer Identität, Sehnsucht und der Suche nach Zugehörigkeit.«
»Ein ungeschminktes, gradliniges Buch mit einem starken Rhythmus.«
»[Keskinkılıç] erzählt so poetisch und entlarvend wie schon lange kein deutschsprachiger Romanautor mehr.«
»Les- und hörbar in diesem fein komponierten Roman wird die Finesse des Lyrikers, der Keskinkılıç ist.«
»Die hyperpoetische Prosa von Keskinkılıç leckt, kuschelt, kratzt, und manchmal bellt sie auch. All das tut ausgesprochen gut. Ein großes Berlin-Buch.«
»Manchmal schreiben Lyriker die spannendsten Romane.«
»Keskinkiliç meistert ... selbst eingegangenen Risiken bravourös – und nach der Lektüre, so viel ist sicher, sieht man mit anderen Augen auf die deutsche Literaturlandschaft der Gegenwart.«
»... Keskinklç hat einen modernen Berlin-Roman geschrieben, in dem sich aus immer wieder überraschenden Sprachbildern eine vielschichtige Existenz formt, der aber auch Vorurteile und Alltagsrassismus thematisiert, denen man an den Rändern ausgesetzt ist.«
»Keskinkılıçs Debüt liest sich zackig: Die kurzen Kapitel geraten abwechslungsreich, der bissige Humor erweist sich als treffsicher, und die bewusst blumige Metaphorik wird behutsam kultiviert.«
»... das vielleicht spannendste Debüt seit langem, dramatisch schön und überwältigend wie sein Autor. «
»Die Sprache fasziniert. Überdeutlich, brutal und dann wieder musikalisch, lyrisch, rhythmisch, wie es der Autor schon mit seinem Lyrikband bewiesen hat. «
»Mit seinem Roman Hundesohn erweitert Keskinkılıç die postmigrantische Literatur um eine queere Perspektive. ... poetisch und sinnlich.«
»Ein Roman, der uns in eine andere Welt entführt.«
»Ein originelles literarisches Debüt ... Keskinkılıç gelingt ... eine Erzählung von Liebe, Begehren, Migration, Familie und der Suche nach dem eigenen Ich.«
»Das Buch [ist] sprachgewaltig und voller Denkanstösse.«
»Hundesohn ist als eine poetische Hymne zu Sehnsucht, Zugehörigkeit, schwulem Begehren und Glauben zu empfehlen.«
»Die vielen klug komponierten Bilder von Hundesohn beweisen das sorgfältige Sprachgefühl von Keskinkılıç' verdichteter Prosa. Und wie hier einer noch im Profansten feinsinnige und berührende Poesie findet.«
»[Ein] fulminanter Debütroman ...«
Ozan Zakariya Keskinkılıç, geboren 1989, studierte Politikwissenschaften in Wien, Berlin und Cambridge. 2022 erschien sein Lyrikdebüt Prinzenbad im Elif Verlag, 2023 das Sachbuch Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes im Verbrecher Verlag. Seine Texte wurden in Zeitschriften und Anthologien (u. a. anders bleiben, Rowohlt 2023) veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt. Er war für den Clemens-Brentano-Preis und den Dresdner Lyrikpreis nominiert und wurde mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis 2025 ausgezeichnet. Hundesohn ist sein erster Roman.
»Dieser Roman bricht einem das Herz – und doch wünscht man sich, einmal im Leben so zu lieben wie Zeko.«
»Das ist der zärtlichste und klügste Roman seit langem über Liebe, Freundschaft, Begehren – man wünscht sich, dieses Erzählen möge nie enden.«
»Verletzlichkeit und Sehnsucht verwandeln sich hier zu großer Literatur. Und alles riecht nach Orangen, Salz.« weniger anzeigen expand_less
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- Artikel-Nr.: SW9783518783481450914
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Autor
Ozan Zakariya Keskinkılıç
- Wasserzeichen ja
- Verlag Suhrkamp Verlag
- Seitenzahl 168
- Veröffentlichung 17.09.2025
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- ISBN 9783518783481