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Sommerdreieck
«Man muss jeden Tag mindestens einmal etwas Gefährliches machen. Oder etwas Verbotenes.»
Als Erste kam Nele. Vor Jessi. Vor Magda und Elena, die den Bildhauer vom Mühlenhof umkreisen. Doch die sinnenfrohe Kommune, die wie von selbst um den bärtigen Mann zu wachsen scheint, ist den Einheimischen nicht ganz geheuer. Auch Jette, die Fotografin, sieht bald nicht mehr unbeteiligt zu. Könnte sie selbst die fünfte Frau sein?
Tatsächlich ranken sich viel ältere Gerüchte um das Grundstück bei der ehemaligen Mühle. Sie reichen zurück in eine Zeit, in der kaum ein Berliner freiwillig ins sandige Brandenburg geflüchtet wäre. Erst nach und nach begreift Jette die Zusammenhänge, springen ihr Fluchtlinien ins Auge: Sie kennt jede der Bildhauer-Frauen besser, als es für sie selber gut ist. Alle vier stehen für wichtige Phasen ihres eigenen Lebens: die Kindheit in der DDR, das Fotografiestudium nach der Wende, die Zeit im Ensemble verrauchter Varietétheater während der 90er. Es scheint, als wäre es nur eine Frage der Zeit, bis auch sie in den Bann des Bildhauers gerät. Für Jette wird es ein Spiel mit dem Feuer.
«Sommerdreieck» erzählt von einer Generation von Frauen, die, aufgewachsen als Töchter selbstbestimmter Mütter, die Wendezeit vor allem als das erlebten: ein wildes, gutes Chaos. Der sinnlich sommerliche Roman einer Drei-, ja Vier-, Fünfecksbeziehung: spannungsreich, temperamentvoll, freizügig und unverstellt.
Franziska Hauser, geboren 1975, studierte Bühnenbild und Fotografie an der Berliner Kunsthochschule Weißensee und am Schiffbauerdamm. Seit 2008 schreibt sie unter anderem für die Berliner Zeitung, Nido, Brigitte und Das Magazin. Sie unterrichtet an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Ein Band mit ihren Fotografien ist im Frühjahr 2015 im Kehrer-Verlag erschienen, zeitgleich mit ihrem Debüt-Roman "Sommerdreieck", für den sie 2015 den Silberschwein-Preis der lit.Cologne erhielt.
Franziska gelingt bildreich und wortschön das Porträt eines Frauentyps, der nur mühsam die Balance findet zwischen der gelebten freien Liebe der 68er und einer Rücksichtslosigkeit, die geeignet ist, 68er-Feministinnen in die Verzweiflung zu treiben.
Wie mit dem Sucher einer Kamera tastet Hauser die Situationen ab, in die sie ihre Figur schickt. Sie setzt aus Worten ein Bild zusammen.
Hauser erzählt direkt, frisch und frei.
Ein aufregend-fesselnder Roman.
Die flirrende Sommerwärme bleibt im Buch gespeichert, und die Magie ihres Kinderblicks kann Franziska Hauser behalten, wenn sie nur will.
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- Artikel-Nr.: SW9783644041516450914
- Artikelnummer SW9783644041516450914
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Autor
Franziska Hauser
- Wasserzeichen ja
- Verlag Rowohlt E-Book
- Seitenzahl 144
- Barrierefreiheit
- Barrierefrei nach: EPUB Accessibility Spec 1.1
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- ISBN 9783644041516