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a tempo - Das Lebensmagazin

Oktober 2020

Liebe Leserin, lieber Leser, Ganz unvermittelt auf der anderen Seite des Mikrophones zu sitzen und nicht die Fragende, sondern die Gefragte – oder vielmehr Befragte – zu sein, war ein besonderes Erlebnis in den letzten Tagen. Zwei neugierige und interessierte junge Menschen vom Radiosender "Junger Kulturkanal" wollten über die Arbeit einer Lektorin sprechen, über den gewichtigen Begriff der "Weltliteratur" und über ein Phänomen unserer Gegenwart: die Einsamkeit. Wir hätten Stunden über diese Themen plaudern können, aber die Zeit und vor allem die Sendezeit ist natürlich begrenzt. Nachdem das Mikro abgekabelt war und wir "off the... alles anzeigen expand_more

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ganz unvermittelt auf der anderen Seite des Mikrophones zu sitzen und nicht die Fragende, sondern die Gefragte – oder vielmehr Befragte – zu sein, war ein besonderes Erlebnis in den letzten Tagen. Zwei neugierige und interessierte junge Menschen vom Radiosender "Junger Kulturkanal" wollten über die Arbeit einer Lektorin sprechen, über den gewichtigen Begriff der "Weltliteratur" und über ein Phänomen unserer Gegenwart: die Einsamkeit. Wir hätten Stunden über diese Themen plaudern können, aber die Zeit und vor allem die Sendezeit ist natürlich begrenzt. Nachdem das Mikro abgekabelt war und wir "off the record" sprachen, war ich glücklich und bewegt, als die beiden sagten: "Man merkt total, dass Sie ne Überzeugungstäterin sind und Ihren Beruf und die Literatur echt lieben." Ja! Daran besteht nicht der Hauch eines Zweifels. Nochmals ja, mit Sprache und Worten, mit Ideen und den dazugehörigen Menschen Bücher und Magazine zu verwirklichen, ist großartig. Manchmal trifft es einen dann auch mitten ins Herz, wenn man dabei Menschen begegnet, die aus tiefer Überzeugung und nimmermüder Leidenschaft Ideen Wirklichkeit werden lassen, deren Name schon vielversprechend klingen. In der aktuellen Ausgabe ist der FreuRaum in Eisenstadt ein gutes Beispiel dafür, aber auch die große Hingabe und Nachdenklichkeit, mit der die junge niederländische Autorin Bregje Hofstede vor der Geburt ihres ersten Kindes über sich und das Schreiben reflektiert, Mario Betti sich an die besonderen Momente im Lesen erinnert oder Wolfgang Held zusammen mit Daniel Seex den Erfinder des Kugelschreibers zum Leben erwecken.

Möge von den Freudefunken, den wir hier in der Redaktion immer wieder erleben, etwas auf Sie beim Lesen unserer Oktober-Ausgabe überspringen …



Herzlich,



Maria A. Kafitz



a tempo ist das Magazin für das Leben mit der Zeit.



a tempo weckt Aufmerksamkeit für die Momente und feinen Unterschiede, die unsere Zeit erlebenswert machen.



a tempo bringt Essays, Reportagen, Interviews über und mit Menschen, die ihre Lebenszeit nicht nur verbringen, sondern gestalten möchten.



Die Idee für dieses Magazin entstand 1999, und im Dezember dieses Jahres erschien auch die erste Ausgabe. Der Name hat nicht nur einen musikalischen Bezug (a tempo, ital. für "zum Tempo zurück", ist eine Spielanweisung in der Musik, die besagt, dass ein vorher erfolgter Tempowechsel wieder aufgehoben und zum vorherigen Tempo zurückgekehrt wird), sondern deutet auch darauf hin, dass jeder Mensch sein eigenes Tempo, seine eigene Geschwindigkeit, seinen eigenen Rhythmus besitzt – und immer wieder finden muss.



editorial

Schön ists

von Jean-Claude Lin



im gespräch

Unser Gedächtnis ist ein Geschichtenerzähler

Bregje Hofstede im Gespräch mit Janine Malz



augenblicke

Der FreuRaum. Gut sein für etwas

von Maria A. Kafitz



verweile doch …

Rose

von Brigitte Werner



erlesen

"Hockneys Leben" von Catherine Cusset,

gelesen von Konstantin Sakkas



thema

Kein Mittel gegen die Sterblichkeit, aber eine Geschichte von der Unsterblichkeit

von Jörg Ewertowski



mensch & kosmos

Eine kosmische Lehrstunde

von Wolfgang Held



das gedicht

Hölderlin 10 / 12



kalendarium

Oktober 2020

von Jean-Claude Lin



der himmel auf erden

Kann der Augenblick verweilen?

von Mario Betti



erfinder & visionäre

László József Bíró.

Genial und präzise

von Daniel Seex und Wolfgang Held



kindersprechstunde

Bronchitis – in Ruhe gesund werden

von Dr. med. Genn Kameda



warum ich ohne kafka nicht leben kann

Feier des Alltäglichen

"Goldene Jahre" von Arno Camenisch

von Elisabeth Weller



kulturtipp

Der geteilte Horizont

von Claus-Peter Lieckfeld



aufgeschlagen

Das Nebelmännle vom Bodensee

von Anke Klaaßen und Daniela Drescher



wundersame zusammenhänge

"Die klügste Frau der Bundesrepublik"

von Albert Vinzens



literatur für junge leser

"Um 180 Grad" von Julia C. Werner

gelesen von Simone Lambert



mein buntes atelier

Waldwichte

von Daniela Drescher



sehenswert

Stilvoll gestapelt

von Julia Meyer-Hermann



weiterkommen

Schlaf, Kindlein, schlaf …

von Edmond Schoorel



sudoku & preisrätsel



tierisch gut

Führung mit Stil

von Renée Herrnkind



ad hoc

Was bleibt aber,

von Jean-Claude Lin



bücher des monats



impressum

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