Kanns nicht und wills nicht

Stories

Ihre Erzählungen sind manchmal buchstäbliche Einzeiler; oder es sind lange geduldige Beobachtungen von Kühen im Laufe eines Winters vom Küchenfenster eines Landhauses aus. Ihre Stories können aber auch Träume sein, Beschwerdebriefe (an Tiefkühlerbsenproduzenten oder Autoren von Buchhändler-Werbebroschüren) oder Geschichten, die aus den Briefen Flauberts kondensiert wurden. Lydia Davis schreibt in allen Fällen mit großer Präzision, mit Witz und Intelligenz und einem geschärften Blick für die Unerfreulichkeiten des täglichen Lebens. Da sie nichts als gegeben hinnimmt, überschreitet sie auch ständig... alles anzeigen expand_more

Ihre Erzählungen sind manchmal buchstäbliche Einzeiler; oder es sind lange geduldige Beobachtungen von Kühen im Laufe eines Winters vom Küchenfenster eines Landhauses aus. Ihre Stories können aber auch Träume sein, Beschwerdebriefe (an Tiefkühlerbsenproduzenten oder Autoren von Buchhändler-Werbebroschüren) oder Geschichten, die aus den Briefen Flauberts kondensiert wurden.

Lydia Davis schreibt in allen Fällen mit großer Präzision, mit Witz und Intelligenz und einem geschärften Blick für die Unerfreulichkeiten des täglichen Lebens. Da sie nichts als gegeben hinnimmt, überschreitet sie auch ständig die Grenzen der literarischen Konventionen, der

Genres und Gepflogenheiten – und das macht ihr Werk zu einer Fundgrube für überraschende Entdeckungen. Sie scheut weder das intellektuelle Vergnügen noch die Nähe der Intimität.

Ob es sich um die ironische Aufzählung von Lesevorlieben handelt oder um die ungemein intimen Erinnerungen einer Frau an ihre verstorbene ältere Schwester, um die trocken notierten Schwierigkeiten mit renitenten Dienstmädchen oder die Essgewohnheiten von Großstadtneurotikern: Lydia Davis zu lesen erweitert nicht nur den Horizont, es weist uns auch auf unerwartete Freuden in unser aller rätselhaftem Alltag hin.



»Lydia Davis ist ein Star des literarischen Amerikas. Ihre ›Stories‹ – Miniaturen in Prosa – sind präzise, witzig, philosophisch und gelten als neue Gattung.« (Susanne Meyer, DIE ZEIT)



»Einer der originellsten Köpfe der amerikanischen Literatur heute.« (The New Yorker)



»Für einen Kopf, der Ferien macht, eine traumhafte Beschäftigung. Wer sich Davis′ Texten überlässt, fängt irgendwann an, in den eigenen Erfahrungen das Unverwechselbare zu entdecken.« (Claudia Voigt, Spiegel Online)



»Die amerikanische Autorin Lydia Davis ist ein Genie der literarischen Kurzform, wie ihr Band Kanns nicht und wills nicht eindrucksvoll beweist.« (Jan Wiele, FAZ)



»Lydia Davis öffnet Räume. Bei vielen kleinen Geschichten gehen ganz viele Türen auf und der Leser selbst füllt diese Türen mit seiner eigenen Imagination. Das hat einen großen Zauber, weil man plötzlich wieder anfängt, die eigene Phantasie spielen zu lassen.« (Nicola Steiner, Literaturclub Schweizer Fernsehen)



»Unverwechselbar die Kreuzung eines schlank-lakonischen Sprachduktus mit fein verschlungenen Gefühlserkundungen und Gedankengängen.« (Angela Schader, NZZ)



»Ein hervorragender Band (…) ihre Kunstfertigkeit liegt im nüchternen Ausdruck, in der glasklaren Selbstbeobachtung, die nicht selten etwas Komisches hat.« (Fatma Aydemir, taz)

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