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Teheran Tagebücher

Nachrichten aus einem belagerten Land | Ein einzigartiges Dokument aus dem Innern des Iran mit einem Vorwort von Gilda Sahebi

»›Hast du Angst, dass es Krieg geben wird?‹, fragte ich. ›Nein‹, antwortete er, ›ich habe Angst, dass das Leben genauso weitergehen wird wie vorher.‹« Der Himmel über Teheran ist schwarz. Der US-israelische Krieg hat begonnen, es regnet Öl, unter den Trümmern liegen Leichen. Der Oberste Führer Chamenei ist tot. Die Menschen singen und tanzen an den Gräbern ihrer Toten – ein Zeichen des Widerstands. Was bedeutet es, in einem Zustand der Belagerung zu leben? Wo Unterdrückung und die totale Angst zum Alltag gehören? Wie kann trotz Blackouts und Internetsperre eine Botschaft nach... alles anzeigen expand_more

»›Hast du Angst, dass es Krieg geben wird?‹, fragte ich.

›Nein‹, antwortete er, ›ich habe Angst, dass das Leben genauso weitergehen wird wie vorher.‹«



Der Himmel über Teheran ist schwarz. Der US-israelische Krieg hat begonnen, es regnet Öl, unter den Trümmern liegen Leichen. Der Oberste Führer Chamenei ist tot. Die Menschen singen und tanzen an den Gräbern ihrer Toten – ein Zeichen des Widerstands. Was bedeutet es, in einem Zustand der Belagerung zu leben? Wo Unterdrückung und die totale Angst zum Alltag gehören? Wie kann trotz Blackouts und Internetsperre eine Botschaft nach außen dringen? Raha Nik-Andish, ein ganz gewöhnlicher Einwohner Teherans, dokumentiert das Leben im Iran in den Monaten und Tagen vor dem Kriegsausbruch und währenddessen. Dieses seltene Porträt aus dem Innern der Hauptstadt der Islamischen Republik zeigt ein Regime und eine Gesellschaft am Kipppunkt: die brutal niedergeschlagenen Massenproteste, die leeren Taxis, die durch die Stadt kreisen, die verbarrikadierten Fenster, die Menschen, die sich auf noch mehr Entbehrungen vorbereiten. Ein einzigartiges Dokument – so unmittelbar und ergreifend wie ein letztes Aufbäumen gegen die Dunkelheit.



Raha Nik-Andish ist das Pseudonym eines in Teheran lebenden Autors, Übersetzers und Kunsthistorikers. Er hat Beiträge für die »London Review of Books« und »The Markaz Review« verfasst. »Teheran Diaries« ist sein erstes Buch.

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, ist freie Autorin und Übersetzerin. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund und lebt heute in Berlin. Für ihren Text Neue Jahre wurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Ihr Essayband Betrachtungen einer Barbarin (2021) war für den Deutschen Sachbuchpreis und den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Im Mai 2023 hielt sie die erste Erika-Mann-Lecture an der Ludwig-Maximilians-Universität München.



»Beeindruckend ist, wie Nik-Andish … die unvorstellbar unmenschlichen Umstände kondensiert, unter denen die Menschen in Teheran und Iran leben.«

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