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Humboldt
oder wie das Reisen das Denken verändert
Von 1799 bis 1804 reist Alexander von Humboldt nach Amerika und 1829 nach Russland bis an die Grenze des chinesischen Kaiserreichs. Was seine Reisen begleitet, ist das Schreiben. Oliver Lubrich folgt seinem Weg und zeigt einen Forscher, der sich selbst und seine Umgebung immer wieder auf die Probe stellt. Da ist der missglückte Aufstieg auf den Chimborazo – eine unüberwindbare Felsschlucht –, den Humboldt in einem waghalsigen Schreibverfahren festhält. Da sind seine Begegnungen mit dem Orientalismus und der Antikisierung außereuropäischer Kulturen – Verfahren, die Humboldt dekonstruiert. Und da ist die Zensur seiner Schriften im zaristischen Russland – sie zwingt ihn, verdeckte Formen zu finden, um von einer Reise unter politischem Druck zu erzählen. Immer mehr erscheint Humboldt nicht nur als Schreibender, sondern auch als Geschriebener. In jedem Buch erprobt er neu, wie sich die Welt erfassen lässt und wie sich dabei der eigene Blick verändert. Seine Biografie zeigt, dass in der Veränderung selbst der größte Erkenntnisgewinn liegt.
Oliver Lubrich, 1970 in Berlin geboren, ist Professor für Komparatistik an der Universität Bern in der Schweiz. Er ist Herausgeber zahlreicher Werke Alexander von Humboldts und hat darüber hinaus zahlreiche Studien zu den Zeugnissen internationaler Autorinnen und Autoren aus dem nationalsozialistischen Deutschland veröffentlicht.
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Vorbestellerartikel: Dieser Artikel erscheint am 29. April 2027
- Artikel-Nr.: SW9783751845663110164
- Artikelnummer SW9783751845663110164
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Autor
Oliver Lubrich
- Verlag Matthes & Seitz Berlin Verlag
- Seitenzahl 524
- Veröffentlichung 29.04.2027
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783751845663