Der Intellektuelle als Unruhestifter: Wolfgang Pohrt

Eine Biografie

Als Anfang der achtziger Jahre Wolfgang Pohrt die öffentliche Bühne betrat, wurde den Lesern schnell klar, dass da jemand einen neuen Ton anschlug. Pohrt verstand es, seine Thesen mit großer Schärfe, Klugheit und Eleganz zu formulieren. Seine Kritik an den Grünen und der Friedensbewegung ist legendär, vor allem, seit diese nationale Töne anschlugen und die Nation nicht mehr abschaffen, sondern retten wollten. In der Biographie wird daran erinnert, dass die Linke in Deutschland zwar versagt hat, aber dank Wolfgang Pohrt das Niveau der Kritik an ihr weit besser war, als sie es verdient hatte, man kann sagen, dass ein realistisches Bild von ihr nur... alles anzeigen expand_more

Als Anfang der achtziger Jahre Wolfgang Pohrt die öffentliche Bühne betrat, wurde den Lesern schnell klar, dass da jemand einen neuen Ton anschlug. Pohrt verstand es, seine Thesen mit großer Schärfe, Klugheit und Eleganz zu formulieren. Seine Kritik an den Grünen und der Friedensbewegung ist legendär, vor allem, seit diese nationale Töne anschlugen und die Nation nicht mehr abschaffen, sondern retten wollten. In der Biographie wird daran erinnert, dass die Linke in Deutschland zwar versagt hat, aber dank Wolfgang Pohrt das Niveau der Kritik an ihr weit besser war, als sie es verdient hatte, man kann sagen, dass ein realistisches Bild von ihr nur deshalb erhalten geblieben ist, weil Pohrt sich ihrer Fehler und Eigenarten angenommen und damit die Mythenbildung erschwert hat. Mit seiner großen Massenbewusstseinsstudie der Deutschen und dem Konkret-Kongress 1993 kündigte sich sein Abschied an, aber noch heute macht sich sein Einfluss bemerkbar, als ob seine Gedanken wie ein schwacher unterirdischer Strom immer wieder einen Nerv treffen und eine Reaktion erzeugen.



Klaus Bittermann, 1952 geboren, lebt in Berlin und betreibt als Einzelkämpfer seit 1979 die Edition Tiamat. Seit 2018 gibt er die Werkausgabe der Schriften Ports heraus, die 2023 abgeschlossen sein wird. Wolfgang Port, der am 21.12.2018 starb und Klaus Bittermann waren seit 1983 freundschaftlich verbunden und seither in die gesellschaftlichen Debatten verwickelt.



Denken in Zeiten pathischer Normalität - Vorwort

– Die Anfänge bis Ende der sechziger Jahre –

Unruhe und Rebellion

Die unverwüstliche Kriegsgeneration im Nacken 

Nachkriegswirren

Gestrandet in Bad Krozingen

Das Ringen um die Wahrheit

Unauffällig im Zentrum der Bewegung

Der Unruheherd Kolbheim

Stille Tage in Frankfurt



– Die siebziger Jahre – Teil I –

Der Intellektuelle als Lumpensammler

Die Revolution als Existenzfrage 

Der Verrat an der eigenen Klasse

Die Zerstörung der Gebrauchswerte

Ohnmacht, Apathie und Wah

Die Trauer über das Sterben der Gebrauchswerte

Im beschaulichen Lüneburg und im wilden Berlin



– Die siebziger Jahre – Teil II –

Apokalypse und Wahn

Die Sicht von der Peripherie des Geschehens 

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Ten Years After

Turbulenzen

Palästina, Israel und die Deutschen

Nationalsozialismus und KZ-System



– Die achtziger Jahre – Teil I –

Schreiben als Trauer über das Scheitern der Revolte

An der Grenze zur Prominenz 

Der Durchbruch

Ein Gleichgesinnter

Sozialhilfe oder Vergasung

Wer liebt, muss zahlen

Das Jahr der Friedensbewegung

Die Angst vor dem Atom und den Türken

Endstation

Rebellion der Heinzelmännchen und politische Brosamen

Die Linke am Schlüsselloch



– Die achtziger Jahre – Teil II –

Die Praxis der Theorie

Atomkrieg, Adorno, Amnestie 

Patriotismus und Atomkrieg

Die große Debatte in Berlin

Als Redakteur bei Konkret

Die Amnestiekampagne

Stammesbewusstsein, Kulturnation

Der Wiedergänger Hitlers

Das Ende der Schonzeit



– Die achtziger Jahre – Teil III –

Der Niedergang der Ideologiekritik

Bewusstseinsmetamorphosen 

Kein älterer Hut als ein neues Buch

Das »andere Deutschland« und der deutsch-jüdische Verbrüderungskitsch

Räuberischer Asphaltjournalismus

Habermas und die »nationale Identität«

Die Ex-Rebellen als Gruftis

Günther Anders und die Gewaltdebatte

Stadtplanung und Sozialforschung

Multikultur und das Ende der Ideologiekritik



– Die neunziger Jahre – Teil I –

Krieg und Frieden

Der Beginn einer neuen Epoche 

Pantoffeltierchen im Reagenzglas begucken

Einig Volk im Golfkrieg

Der rasende Mob

Serbien muss sterbien

Die Rolle der Intellektuellen

Folter und Kriminalisierung von Politik



– Die neunziger Jahre – Teil II –

Das Ende einer Epoche

Der Abschied von der Linken oder:

Die Gesellschaft als Bande

Der Kongress tanzt

Harte Zeiten

Brothers in Crime

Der Tod eines Freundes

Der Traum vom Bestseller



– Die letzten zwanzig Jahre 1998–2018 –

The Long Goodbye

Im Zeitalter der Zombies 

Detailansichten auf eine verdrängte Wirklichkeit

Eine Welt der lebenden Leichen

Das Desaster im Tempodrom

Ein Mann verschwindet

Auftauchen, um Luft zu holen

Kapitalismus Forever

Das allerletzte Gefecht

Lost in Isolation

Das Ende vor Augen



Im Dissens mit dem Zeitgeist - Nachwort

Anhang 

Literaturliste

Danksagung

Über den Autor

Über den Verlag

Impressum

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