Was sollen wir tun?

Wege aus Schutt und Asche

Was sollen wir tun?
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Deutschland liegt nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern – Städte zerstört, die Wirtschaft am Boden, das Vertrauen der Welt erschüttert. In dieser Zeit voller Hunger, Hoffnungslosigkeit und Umbrüche ruft Bernhard Kellermann in leidenschaftlichen Worten zu einem radikalen Neuanfang auf. In seinem eindringlichen Appell beschreibt er nicht nur die katastrophale Lage, sondern zeigt klare Wege auf: eine grundlegende Bodenreform, eine wissenschaftlich gestützte Landwirtschaft, gemeinschaftliche Anstrengungen beim Wiederaufbau, eine neue geistige Haltung. Sein Text ist ein historisches Dokument von seltener Klarheit und Entschlossenheit – ein... alles anzeigen expand_more

Deutschland liegt nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern – Städte zerstört, die Wirtschaft am Boden, das Vertrauen der Welt erschüttert. In dieser Zeit voller Hunger, Hoffnungslosigkeit und Umbrüche ruft Bernhard Kellermann in leidenschaftlichen Worten zu einem radikalen Neuanfang auf.

In seinem eindringlichen Appell beschreibt er nicht nur die katastrophale Lage, sondern zeigt klare Wege auf: eine grundlegende Bodenreform, eine wissenschaftlich gestützte Landwirtschaft, gemeinschaftliche Anstrengungen beim Wiederaufbau, eine neue geistige Haltung. Sein Text ist ein historisches Dokument von seltener Klarheit und Entschlossenheit – ein Aufruf an ein Volk, sich aus eigener Kraft zu erneuern.

„Was sollen wir tun?“ ist mehr als ein Zeitdokument. Es ist ein Aufruf zum Handeln, zur Verantwortung und zum Aufbau eines demokratischen, friedlichen Deutschlands.



BERNHARD KELLERMANN: „Was sollen wir tun?“

THEODOR PLIEVIER: „Was sollen wir tun?“

ADAM SCHARRER: „Was sollen wir tun?“

Geistige Umkehr als erste Voraussetzung.

Es heißt Vertrauen gewinnen!

BERNHARD KELLERMANN: Eine Antwort



Die Industrie!

Ehemals ein stolzes Gebäude, geachtet von allen Völkern, ist die deutsche Industrie heute ein Trümmerhaufen. So trostlos ist die Lage, dass es schwer ist, seine Fassung zu bewahren! Wahrhaftig, wir sind ein Volk, das in die tiefste Hölle gestürzt wurde und heute seinem Schöpfer danken muss, noch atmen zu können.

Die riesigen Hallen der Arbeit sind Schutt, die Maschinen zertrümmert, die Rohstoffvorräte verbrannt, vielerorts liegen die Zechen still.

Die Hochöfen sind erloschen, die Kokereien zerstört. Der Stamm der Facharbeiter ist tot oder dezimiert. Wo noch Fabrikationsräume bestehen, fehlen die Rohstoffe, wo noch Rohstoffe vorhanden sind, fehlen die Räume, und Millionen arbeitswilliger Hände müssen feiern. Die gesamte Exportindustrie ist ziemlich restlos vernichtet. Von ihrem Fleiß aber, ihrer Regsamkeit, ihrer Erfinderkraft lebten wir zum großen Teil!

Noch nie befand sich ein großes Volk in einer ähnlich fürchterlichen Lage. Erst ganz allmählich, das ist ein gewisser Trost, wird sie dem Volke bewusst werden.

Wenn man alle Überreste an Fabrikationsräumen, Maschinen, Rohstoffen und Facharbeitern zusammenschließt, so wird es kaum möglich sein, einen reduzierten Inlandsbedarf zu decken, von einem nennenswerten Export kann jahrelang nicht die Rede sein.

Indessen, wir haben keine Zeit, düsteren Gedanken nachzuhängen. Mut, Mut, raffen wir alle unsere Kräfte zusammen und beginnen mit dem Notwendigsten, dem Allerdringlichsten. Die Maschine, die uns mit Motoren und Tanks zermalmte, wird die Rolle des Helfers und Retters spielen.



Bernhard Friedrich Wilhelm Kellermann (*4. März 1879 in Fürth; †17. Oktober 1951 in Klein Glienicke bei Potsdam) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Abgeordneter. Sein bekanntestes Werk ist der Roman Der Tunnel (1913), ein internationaler Bestseller, der millionenfach verkauft, in 25 Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt wurde.

Kellermann studierte zunächst an der Technischen Hochschule München, später Germanistik und Malerei. Schon mit seinen frühen Romanen Yester und Li (1904) und Ingeborg (1906) gelang ihm der Durchbruch. Es folgten Reiseberichte aus den USA und Japan, die seine Beobachtungsgabe und literarische Vielfalt unter Beweis stellten.

Der Erste Weltkrieg prägte ihn tief: Als Kriegsberichterstatter veröffentlichte er Reportagen vom Frontgeschehen. Mit seinem gesellschaftskritischen Roman Der 9. November (1920), der den Umbruch am Ende des Krieges thematisiert, zog er sich den Hass der Nationalsozialisten zu – das Buch wurde 1933 verboten und verbrannt, Kellermann aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen.

Nach 1945 engagierte er sich in der jungen DDR stark für kulturelle und politische Fragen. Gemeinsam mit Johannes R. Becher gründete er den Kulturbund, wurde Abgeordneter der Volkskammer und Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. Für seinen Roman Totentanz erhielt er 1949 den Nationalpreis der DDR. In Westdeutschland hingegen geriet sein Name durch Boykottaktionen weitgehend in Vergessenheit.

Kellermann war zweimal verheiratet: 1915 mit der US-Amerikanerin Mabel Giberson (†1926) und ab 1939 mit Else „Ellen“ Michaelis, die nach seinem Tod seine Werke herausgab.

Bernhard Kellermann hinterließ ein vielseitiges Werk aus Romanen, Erzählungen, Reisebüchern und Reportagen. Er ruht auf dem Neuen Friedhof in Potsdam.

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  • Artikelnummer SW9783689126070458270.1
  • Autor find_in_page Bernhard Kellermann, Theodor Plevier, Adam Scharrer
  • Verlag find_in_page EDITION digital
  • Veröffentlichung 01.01.2026
  • Barrierefreiheit
    • Barrierefrei nach: EPUB Accessibility Spec 1.1
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  • ISBN 9783689126070

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