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Männer, Macht und Mythen

Von Erschöpfern und Erschöpften

Wer steckt eigentlich hinter all den Schöpfungsmythen der Menschheit? Wer schöpfte und warum? Und wieso waren das fast alles männliche Wesen? Wo blieb die Frau im Schöpfungsprozess? Kabarett-Altmeister Martin Buchholz begibt sich auf eine satirisch-ernsthafte Investigation durch antike und biblische Mythen, durch Nibelungenlied und nordische Edda-Saga bis hin zu modernen Erzählungen der Wissenschaft. Mit kritischem Elan und Freude am Sprachspiel führt er als humorvoll-sarkastischer Feminist blitzgescheit durch die patriachale Menschheitsgeschichte und berichtet in biografischer Unverschämtheit auch von der eigenen Männlein- und... alles anzeigen expand_more

Wer steckt eigentlich hinter all den Schöpfungsmythen der Menschheit? Wer schöpfte und warum? Und wieso waren das fast alles männliche Wesen? Wo blieb die Frau im Schöpfungsprozess?

Kabarett-Altmeister Martin Buchholz begibt sich auf eine satirisch-ernsthafte Investigation durch antike und biblische Mythen, durch Nibelungenlied und nordische Edda-Saga bis hin zu modernen Erzählungen der Wissenschaft.

Mit kritischem Elan und Freude am Sprachspiel führt er als humorvoll-sarkastischer Feminist blitzgescheit durch die patriachale Menschheitsgeschichte und berichtet in biografischer Unverschämtheit auch von der eigenen Männlein- und Menschwerdung.



»Großen Dank für diesen Text! Ja, so isser, der Martin: solide gebildet, trotzdem recherchesüchtig, ein Formu­lie­rungs­akrobat und Assoziations­magier, offenbar randvoll mit jugendlicher Schaffenskraft!« - Henning Venske



MARTIN BUCHHOLZ (geboren 1942 in Berlin-Wedding) ist Journalist, Kabarettist, Schriftsteller und Mitglied des PEN Deutschland.

Nach zwanzig Jahren als Redakteur (zuletzt leitend in Wissenschaftsressorts) veröffentlichte er sich über Jahrzehnte als sein eigener Chefredakteur auf der Kabarettbühne – meist mit Solo­programmen bei den Berliner Wühl­mäusen, seinem Stammhaus. Alle wich­tigen Kleinkunst-, Kabarett- und Satire-Preise wurden ihm im Laufe seiner langen Bühnenkarriere verliehen.

2018 zog er sich von der Kabarettbühne zurück, kehrt aber für Lesungen und Sonderprogramme regelmäßig dorthin zurück.

www.martinbuchholz.de.



Prolog, in dem der Autor die Schöpfung persönlich nimmt

Kapitel 1, in dem ein gewisser Moses aus einem FKK-Camp leicht schmuddelige Einzelheiten ausplaudert

Kapitel 2, in dem absolut nichts los ist und wir abgrundtief ins Chaos stürzen

Kapitel 3, in dem das Tor zur Hölle gesucht wird und wir uns unvermutet zwischen den Schenkeln einer Frau wiederfinden

Kapitel 4, in dem die ersten Leichen herumliegen und eine aufmüpfige Urfeministin erbarmungslos vernichtet wird

Kapitel 5, in dem ein Liebespaar brutal auseinandergerissen wird

Kapitel 6, in dem ein Gott unverschämt Hand an sich selbst legt und Friedrich Nietzsche Mutter wird

Kapitel 7, in dem »Marduk der Ripper« eine alte Mutter zu Hackfleisch verarbeitet, um an Materie für seine Schöpfung zu kommen

Kapitel 8, in dem sich ein Herr Apoll eine göttliche Gebärmutter aneignet und dann die erste Rating-Agentur gründet

Kapitel 9, in dem Thor nicht mehr weiß, wo sein Hammer hängt, und allerhand Schwächlinge sich unter einer Tarnkappe vereinen

Kapitel 10, in dem das weibliche Geschlecht dem männlichen die Zähne zeigt: eine Vagina dentata in Aktion

Kapitel 11, in dem ein Sohn seinem Vater die göttlichsten Teile wegsichelt und eine himmlische Hure angeschwemmt wird

Kapitel 12, in dem ein heimlicher Liebhaber der Venus in flagranti ertappt wird und seine Karriere als himmlischer Geschäftsführer beenden muss

Kapitel 13, in dem ein Gott Sand mit Wasser mischt und aus dem Mansch ein Mensch wird

Kapitel 14, in dem ein Mann sich auf seinen Hintern setzt und als Sitzenbleiber das Patriarchat begründet

Kapitel 15, in dem wir Zeuge werden, wie aus einer Rippe ein Stück Malheur wird

Kapitel 16, in dem Charles Darwin bei einem Striptease zuschaut und ein Ur-Männchen sein Weib erkennt

Kapitel 17, in dem ein geklauter Apfel zu einem Schnellimbiss der Erkenntnis führt

Kapitel 18, in dem der himmlische Schöpfer verdächtigt wird, ein heimlicher Marxist zu sein

Kapitel 19, in dem sich ein uriger Affe trotz heftiger Proteste zu unserem Urgroßvater macht

Kapitel 20, in dem wir uns auf einer Entbindungsstation einfinden, ohne dass etwas Fruchtbares dabei heraus kommt

Kapitel 21, in dem es zu einem Mordprozess kommt und Apoll als Verteidiger die ganze Schöpfung noch einmal auf den Kopf stellt

Kapitel 22, in dem ein heißer Typ namens Prometheus zu einem Megastar der Weltgeschichte wird und irgendwelche Ochsen den Kapitalismus erfinden

Kapitel 23, in dem Zeus einen verdächtigen Braten riecht, aber kulinarisch auf den Hund kommt

Kapitel 24, in dem Prometheus den »Samen des Feuers« aus dem Gemächte des Donnergottes stiehlt und Pandora mit einer seltsamen Büchse auftaucht

Kapitel 25, in dem nobelpreisgekrönte Herren darüber grübeln, wie man Kinder zur Welt bringen kann ohne die störende Beteiligung einer Frau

Kapitel 26, in dem wir als Mutanten ohne jede künstliche Intelligenz enttarnt werden

Kapitel 27, in dem das Geschlecht des Autors infrage gestellt wird und seine persönliche Schöpfungsgeschichte ein vorläufiges Ende findet

Ein kurzer Epilog, in dem es am Ende wieder einen Anfang gibt

Quellen, aus denen der mittlerweile erschöpfte Schöpfer Martin B. geschöpft hat

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