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Die magische Zeitreise in die Steinzeit

Wie Kinder vor 10.000 Jahren wirklich lebten

Die magische Zeitreise in die Steinzeit
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Als Noah, Joshua und ihre Hündin Asta auf einer kleinen Insel in einem Schweriner See einen geheimnisvollen Brombeerbusch entdecken, beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens. Plötzlich finden sie sich in der Mittelsteinzeit wieder – in einer Zeit kurz nach dem Ende der letzten Eiszeit. Dort gibt es keine Handys, keine Schule und keinen Strom. Stattdessen lernen die beiden Brüder, wie man mit einem Einbaum über den See fährt, Fische fängt, Körbe flechtet und mit Pfeil und Bogen jagt. Sie erleben die Gefahren der wilden Natur, beobachten die aufregende Jagd auf einen mächtigen Auerochsen und schließen Freundschaften mit... alles anzeigen expand_more

Als Noah, Joshua und ihre Hündin Asta auf einer kleinen Insel in einem Schweriner See einen geheimnisvollen Brombeerbusch entdecken, beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens. Plötzlich finden sie sich in der Mittelsteinzeit wieder – in einer Zeit kurz nach dem Ende der letzten Eiszeit.

Dort gibt es keine Handys, keine Schule und keinen Strom. Stattdessen lernen die beiden Brüder, wie man mit einem Einbaum über den See fährt, Fische fängt, Körbe flechtet und mit Pfeil und Bogen jagt. Sie erleben die Gefahren der wilden Natur, beobachten die aufregende Jagd auf einen mächtigen Auerochsen und schließen Freundschaften mit Kindern, die vor 10.000 Jahren lebten.

Doch das Leben in der Steinzeit ist nicht nur gefährlich. Noah und Joshua entdecken auch, wie eng die Menschen damals zusammenhalten mussten, um zu überleben. Aus Fremden werden Freunde – und schließlich fühlt sich die längst vergangene Welt beinahe wie ein zweites Zuhause an.

Aber werden die Jungen jemals wieder in ihre eigene Zeit zurückkehren können?

Ein spannender und berührender Zeitreise-Roman für Kinder von 9 bis 12 Jahren – und für alle neugierigen Erwachsenen, die Geschichte nicht nur lernen, sondern erleben möchten.

Eine hoffnungsvolle Utopie über Menschlichkeit in einer längst vergangenen Zeit.



1. Die Toteninsel

2. Der Findling

3. Im Moor

4. Fremde Freunde

5. Willkommen

6. Der erste Morgen

7. Der erste Speer

8. Die Kräuterwiese

9. Die Bache

10. Jeder wird gebraucht

11. Der erste Bogen

12. Der Hirsch im Birkenwald

13. Abschied von der Toteninsel

14. Fremde am Waldrand

15. Der schwarze Riese

16. Der lange Weg zum Sommerlager

17. Das Sommerlager

18. Die Menschen vom anderen Ufer

19. Nacht am See

20. Sommer am See

21. Abschied vom Sommersee

22. Rückkehr zur Toteninsel

23. Warten auf den Winter

24. Der Weg nach Hause

Epilog



15. Der schwarze Riese

Am nächsten Morgen liegt feiner Nebel über der Landschaft. Noah ist sofort wach. Die Erwachsenen sprechen nur leise miteinander. Überall werden Bögen geprüft, Pfeile gezählt und Speerspitzen kontrolliert.

Joshua fragt aufgeregt: „Darf ich mitkommen?“

Bär schüttelt den Kopf. „Nein.“

Joshua senkt enttäuscht den Kopf. Noah fragt vorsichtig: „Und ich?“

Bär überlegt eine Weile. „Du und die anderen Jugendlichen bleiben immer hinter den Männern.“

Noah nickt stolz. Noch nie durfte er an einer so gefährlichen Jagd teilnehmen.

Kurz nach Sonnenaufgang brechen die Jäger auf. Baum und mehrere Spurensucher gehen voraus. Die Hunde laufen unruhig zwischen den Menschen hin und her. Augenblicklich bleibt Elch stehen. Er knurrt leise. Baum kniet nieder. Im feuchten Boden sind riesige Trittsiegel zu erkennen. Noah schluckt. Die Spuren sind viel größer als die eines Hirsches. Abgerissene Grasbüschel liegen überall herum. Eine junge Birke ist abgebrochen. Schlagartig wird ihm bewusst, wie riesig das Tier ist. Seine Hände werden feucht.

„Er ist ganz in der Nähe“, flüstert Baum. „Zwischen den dichten Birken kann er seine Hörner nicht frei einsetzen.“ Niemand spricht mehr. Langsam schleichen sie weiter. Dann hören sie ein tiefes Schnauben. Ein Vogel fliegt erschrocken auf. Und plötzlich tritt das Tier zwischen den Bäumen hervor.

Noah bleibt wie angewurzelt stehen. Vor ihm erhebt sich das größte Tier, das er jemals gesehen hat. Unwillkürlich muss Noah an den Elefanten denken, auf dem er einmal geritten war. Nur dieses Tier war ihm jemals so groß und mächtig erschienen. Sein Fell ist fast schwarz. Die mächtigen Hörner glänzen im Morgenlicht. Der Auerochse scharrt mit dem Huf. Dampf steigt aus seinen Nüstern.

Noah denkt: „Er sieht aus wie ein lebender Berg.“

Elch und Asta bellen aus sicherer Entfernung und springen immer wieder zur Seite, sobald der Bulle den Kopf nach ihnen wendet. Das gewaltige Tier hebt den Kopf. Es hat die Menschen bemerkt. Einen Augenblick lang bewegt sich niemand. Dann stößt der Bulle ein tiefes, grollendes Brüllen aus. Noah hätte sich am liebsten die Ohren zugehalten. Er spürt, wie sein Herz rast.

Bär hebt langsam die Hand. Die Jäger verteilen sich. Die Hunde beginnen laut zu bellen.

Der Auerochse dreht sich. Zuerst scheint er fliehen zu wollen. Doch auf einmal bleibt er stehen. Er senkt den Kopf und greift an. Die Erde bebt unter seinen Hufen.

„Zur Seite!“, ruft Speer. Alle springen auseinander. Mehrere Pfeile fliegen. Einer dringt nur flach in die dicke Schulterhaut ein, ein anderer streift die Flanke. Der schwarze Riese brüllt wütend. Die Erde scheint unter seinen Hufen zu beben. Die Jäger müssen zurückweichen. Elch springt im letzten Augenblick zur Seite und entgeht nur knapp den gefährlichen Hörnern.

Wasser stolpert rückwärts über eine Wurzel und fällt zu Boden. Noah erstarrt. Der Auerochse hat Wasser entdeckt. Mit gesenktem Kopf stürmt er direkt auf den Jungen zu. Wasser kriecht vor Angst in ein dichtes Gestrüpp. „Wasser!“, schreit Noah. Für einen Augenblick glaubt er wirklich, dass sein Freund verloren ist.

Elch und Asta stürmen bellend vor. Sie springen immer wieder zur Seite und lenken den Bullen ab. Wütend wirbelt der Auerochse herum und versucht, die Hunde mit seinen Hörnern zu erreichen. Diese wenigen Augenblicke reichen. Speer schießt. Feuerstein schießt. Bär schießt. Mehrere Pfeile treffen gleichzeitig. Einer bleibt hinter dem Vorderlauf stecken. Der Auerochse schwankt kurz, doch dann richtet er sich wieder auf und brüllt wütend.

„Zurück!“, ruft Steinadler.

Noch einmal greift der Auerochse an. Die Jäger weichen zwischen die dichten Birken zurück. Der Koloss versucht ihnen zu folgen, doch die Bäume behindern ihn. Seine mächtigen Hörner stoßen gegen die Stämme. Der Bulle schnaubt schwer. Jetzt bemerken die Jäger, dass seine Bewegungen langsamer werden. Blut läuft an seiner Schulter herab, er bricht fast zusammen. Die Hunde bellen ununterbrochen.

„Jetzt!“, ruft Bär.

Speer und Steinadler nähern sich vorsichtig. Mit aller Kraft stoßen sie ihre Speere nach vorn. Der Auerochse versucht noch einmal den Kopf zu heben. Dann verlassen ihn endgültig die Kräfte. Langsam sinkt der Koloss auf die Knie. Sein Atem geht schwer. Noch einmal schnaubt er. Dann sinkt er schwer auf die Seite. Es wird vollkommen still. Nur das heftige Atmen der Menschen und Hunde ist zu hören.



Geboren am 10. Februar 1944 in Wolteritz, Kreis Delitzsch (damals Sachsen-Anhalt, jetzt Sachsen) als dritte von vier Kindern. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Ihr Vater, Paul Grabs, war Bäcker von Beruf und ging 1952 zur Wismut, um die finanziellen Verhältnisse der Familie aufzubessern. Dort verunglückte er im Januar 1955 tödlich, als er ein größeres Unglück verhinderte. Mit dem Buch „Bäckerbrot und Bergkristall“ hat sie endlich diesen tiefen Einschnitt in ihr Leben verarbeiten können. Ihre Mutter, Marta Grabs, geb. Brabandt, sorgte dafür, dass die Kinder wohlbehütet aufwuchsen und kümmerte sich sehr intensiv um ihre schulischen Leistungen.

Schulbesuch in Wolteritz und Rackwitz. 1960 - 1963 Berufsausbildung mit Abitur im VEB Chemische Werke Buna, danach Studium an der Karl-Marx-Universität in Leipzig, Diplommathematikerin.

Von 1968 bis 2006 Schwerin, ab 2007 Godern (jetzt Pinnow). Arbeit als Problemanalytikerin, Programmiererin, Bereichsleiterin EDV.

Nach 1989 Computerlehrgänge für Arbeitslose, 1993 bis 1994 arbeitslos.

1994 hat sie gemeinsam mit ihrem ältesten Sohn Sören den Verlag EDITION digital gegründet und die erste CD-ROM über Mecklenburg-Vorpommern herausgebracht.

1999 wurde der Bereich der Softwareentwicklung für elektronische Publikationen ausgegliedert und die EasyBrowse EP-Service GmbH gegründet. Diese wurde 2008 mit knapp 20 Mitarbeitern und sehr guten Referenzen bei großen Fachverlagen an die Ovidius GmbH verkauft. Ovidius wurde inzwischen von der gds GmbH übernommen. Die Software EasyBrowse gibt es – natürlich in einer Weiterentwicklung – immer noch.

Seit 2008 forciert Frau Pekrul die Verlagstätigkeit, jetzt mit dem Schwerpunkt E-Book und digitale Hörbücher.

Als Autorin hat sie CD-ROMs und Poster zu Handwerkszeichen und Handwerksgeschichte sowie CD-ROMs und Kalender zu historischen Ansichten von Schwerin publiziert, außerdem Kinderbücher.

4 Söhne, 6 Enkel, 1 Urenkel.

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  • Autor find_in_page Gisela Pekrul
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    • Kommentar vom Verlag: Dieses E-Book ist barrierefrei nach EPUB Accessibility 1.1. Es enthält strukturierte Navigation, maschinenlesbare Spracheinstellungen, Alternativtexte für alle Bilder und keine bekannten Zugangshindernisse. Geeignet für Screenreader und barrierefreie Lesesysteme.
  • ISBN 9783689127480

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