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Russos Schachzüge
Instrument der Rache - Band 2
Eine Serienmörderin als Schachfigur in einem undurchschaubaren Spiel
Dashiell Russo, Ex-Mitglied einer kriminellen Organisation, ist tot. Seine gesammelten Daten, durch die sie vollständig zerschlagen werden könnte, sind verschwunden. Erin Lehman, die Frau, die er als Kind entführte, ist die Einzige, die vielleicht weiß, wo sie und Russos unterschlagene Millionen sind. Doch Erin, von ihm als Scharfrichterin missbraucht, sitzt in einer Hochsicherheitspsychiatrie gefangen. Nicht nur das FBI, auch die Organisation versucht alles, um ihr sein Geheimnis zu entlocken. Ist sie wirklich so unwissend, wie sie vorgibt, oder erfüllt sie mit ihrem Schweigen Russos Plan? Denn der hat die Vernichtung der Organisation minutiös vorbereitet und ist ihr und dem FBI auch nach seinem Tod noch ein paar Schachzüge voraus.
Band 2 der Trilogie „Instrument der Rache“
Albany Times Union
2. September 2015
Phantom SNIPER für unschuldig befunden
von Shandor Moore, Contact Reporter
Mit mehr als nur einem Knalleffekt ging der gestrige Prozess gegen Erin Lehman, angeklagt wegen siebenfachen Mordes und zweifachen Mordversuches, zu Ende. Lehman, die den Behörden lange Zeit nur als „Phantom Sniper“ bekannt war, weil sie bei ihren Taten nie gesehen wurde und keine Spuren hinterließ, hatte in Albany sieben Menschen kaltblütig aus dem Hinterhalt erschossen. (Wir berichteten.) Beim Versuch, ihre letzten beiden Opfer hinzurichten, wurde sie vom FBI gestellt und festgenommen und musste sich gestern vor Gericht verantworten.
Die erste „Bombe“ platzte bereits zu Anfang des Prozesses, als sich herausstellte, dass Lehman die als Vierjährige entführte Tochter der beiden Menschen ist, die ihre letzten Opfer hatten werden sollen. Im Verlauf des Prozessen stellte sich heraus, dass der Entführer, Dashiell Russo, früher mit Lehmans Eltern und den anderen sieben Opfern befreundet gewesen war. Auf einer Party kam es damals zu einem tragischen Unfall, bei dem Russos schwangere Frau und ihr ungeborenes Kind starben. Russo gab fälschlicherweise und entgegen den eindeutigen Ermittlungsergebnissen der Polizei (eine Aktenkopie liegt unserer Zeitung vor) den Anwesenden die Schuld an ihrem Tod und schwor ihnen allen Rache. Wenige Tage später entführte er Erin Lehman und tauchte mit ihr im Ausland unter.
Nach Aussagen Lehmans, die von den Ermittlungsergebnissen des FBI gestützt werden, hat Russo sie nicht nur weitestgehend fernab der Zivilisation isoliert gehalten, sondern sie auch einer perfiden Gehirnwäsche unterzogen. Er gab sich als ihr Vater aus und löschte gezielt die Erinnerungen an ihre Eltern aus ihrem Gedächtnis. Er gaukelte ihr außerdem mit „Gesetzbüchern“, die er selbst verfasst hatte und drucken ließ, vor, es bestehe die gesetzliche Pflicht, jeden Menschen zu töten, der sie oder ihre Angehörigen bedrohe und dass sie bei Nichterfüllung dieser Pflicht vom Staat hingerichtet werde. Außerdem präsentierte er ihr die späteren Opfer und ihre eigenen Eltern als Feinde, die sie töten müsse, um in Sicherheit leben zu können. Zu diesem Zweck hängte er lebensgroße Fotos der „Feinde“ auf und impfte Lehman ihr ganzes Leben lang nicht nur Hass auf diese Menschen, sondern auch Todesangst vor ihnen ein.
Zusätzlich ließ er sie von einem Kampfkunstexperten und Scharfschützen zur Killerin ausbilden mit dem einzigen Ziel, die Menschen zu töten, die er für den Tod seiner Frau verantwortlich machte, sobald Lehman erwachsen war. Aus einigen in der Verhandlung verlesenen Eintragungen aus Russos Tagebüchern geht hervor, dass er offenbar eine perverse Befriedigung aus der Vorfreude auf den Tag zog, an dem er sie auf die „Mission“ zur Hinrichtung seiner „Feinde“ schicken konnte. Als an Niedertracht kaum zu überbietendem Schlusspunkt seiner Rache plante er, Lehman nach Abschluss aller Hinrichtungen darüber aufzuklären, dass sie ihre eigenen Eltern ermordet hatte und sie eigenhändig zu töten.
Man kann sich kaum vorstellen, was Lehman empfinden muss, nachdem sie erfahren hat, dass sie von dem Mann, den sie siebzehn Jahre lang für ihren Vater hielt, als Instrument seiner Rache missbraucht wurde und als Folge davon sieben völlig unschuldige Menschen ermordet hat und beinahe auch ihre eigenen Eltern getötet hätte. Doktor Hawthorne McCall, forensischer Psychiater und als Gutachter bestellt, legte eloquent dar, dass Lehman durch die massive psychischen Folter, die ihr Entführer ihr angedeihen ließ, schwerst traumatisiert wurde und – hier platzte die zweite Bombe – im juristischen Sinn unzurechnungsfähig sei. Aufgrund der Gehirnwäsche, der sie von Russo und ihrem Ausbilder gleichermaßen unterzogen wurde, war ihr nicht bewusst, dass sie mit den sieben Morden ein Verbrechen beging. Somit gilt sie dem Gesetz nach als schuldunfähig.
Die Jury folgte dieser und der von Lehmans Anwältin Joan Fisher im Schlussplädoyer vorgebrachten Argumentation und sprach sie wegen Unzurechnungsfähigkeit frei. Ein Urteil, das die Hinterbliebenen der sieben Opfer als einen Schlag ins Gesicht empfinden müssen. Das Urteil bedeutet jedoch nicht, dass Lehmann den Gerichtssaal als freie Frau verlassen konnte. Richterin Lavender Aston wies sie auf unbestimmte Zeit in eine Hochsicherheitspsychiatrie ein. Sollte ihr gelingen, erfolgreich eine Therapie abzuschließen, wird ein Gericht nach der Beurteilung einer Untersuchungskommission darüber befinden, ob Lehman eines Tages in die Freiheit entlassen werden kann oder für den Rest ihres Lebens weggesperrt bleibt.
*
Nummer Siebzehn legte die Zeitung zur Seite, stützte die Ellenbogen auf den Tisch, faltete die Hände und tippe sich mit den beiden aufgerichteten Zeigefindern gegen die Lippen. Erin Lehmans Unterbringung in der Psychiatrie war ein Rückschlag, der die Angelegenheit verkomplizierte. Für die Organisation wäre besser gewesen, wenn sie schuldig gesprochen und lebenslang ins Gefängnis gekommen wäre. Dort hätte man jederzeit an sie herankommen können, selbst wenn sie im Hochsicherheitstrakt gesessen hätte. Schließlich hatte die Organisation ihre Handlanger überall; erst recht im Gefängnis. In mehreren Gefängnissen, um genau zu sein. Und sollte eine Person von Interesse wie Erin Lehman nicht in einem der bereits unterwanderten Gefängnisse sitzen, so verfügte die Organisation über die Möglichkeit, sie in eines davon verlegen zu lassen.
Die Hochsicherheitspsychiatrie, in die man sie eingewiesen hatte, war ein ganz anderes Kaliber. Siebzehn hatte sich bereits vor vier Wochen darüber schlau gemacht, nachdem der Versuch, die Frau im Gefängniskrankenhaus mit einer Wahrheitsdroge zum Reden zu bringen, fehlgeschlagen war und man sie wegen dieses Anschlags in Silent Wood untergebracht hatte. Die Klinik war eine Festung. Dichter Wald umgab die Gebäude, der von einer kameraüberwachten und von einer mit unter Strom stehenden Stacheldrahtkrone gespickten Mauer aus Stahlbeton umzäunt war. Aus diesem Material bestand auch das gesamte Gebäude. Bewegungsmelder verrieten jede Maus, die sich in ihre Reichweite begab. Vermutlich hatte ein ganzes Heer von Angestellten im Inneren des Komplexes nichts anderes zu tun, als zig Monitore, die Bewegungen in der Nähe der Mauer meldeten, rund um die Uhr zu beobachten. Und das ganze Computersystem bestand aus einem abgeschotteten System, in das selbst die besten Hacker von außen nicht hinein kamen, weil keine Verbindung zum Internet existierte.
Ins Gebäude gelangte man nur, wenn einem jemand vom Personal die Türen öffnete. Und diese Leute arbeiteten dort ausnahmslos seit Jahren, nachdem man sie auf Herz und Nieren geprüft hatte. Einen von denen zu bestechen oder zu erpressen, war zwar nicht aussichtslos, aber wer Dreck am Stecken hatte, und sei es nur ein einziger gerauchter Joint in der Highschool-Zeit, bekam dort keinen Job. Das galt auch für Leute, in deren Verwandtschaft sich unredliche Elemente fanden. Und wie viele Angestellte auch in der Grippesaison krankheitsbedingt ausfielen, deren Arbeit wurde durch Überstunden der restlichen Belegschaft kompensiert, aber niemals externer Ersatz aufs Gelände gelassen.
Wenn man Erin Lehman nicht lebend gebraucht hätte, wäre ein Beschuss mit einer raketenbestückten Kampfdrohne das Einfachste gewesen. Die Klinik wäre ausgelöscht worden und die Frau kein Problem mehr.
Das Vibrieren des Spezialsmartphones in seiner Hosentasche ließ Siebzehn zusammenzucken. Er zog es heraus und warf einen Blick auf das Display. Dort leuchtete der griechische Buchstabe Epsilon auf. Wenn einer der „Griechen“ aus der obersten Etage der Organisation einen kleinen Cluster-Leiter wie Siebzehn kontaktierte, bedeutete das nichts Gutes.
„Bereit!“, meldete er sich und signalisierte seinem Gesprächpartner dadurch, dass er allein war und sie frei reden konnten. Frei, aber selbstverständlich codiert. Sollte ein solches Gespräch doch einmal belauscht werden, würde ein Außenstehender kaum begreifen, worum es ging.
„Haben Sie schon die Zeitung gelesen?“ Epsilons Stimme klang scharf und vorwurfsvoll.
„Ja. Der darin erwähnte Umstand stellt aber nur eine unbedeutende Komplikation dar. Ich habe bereits Vorkehrungen getroffen, um trotzdem Zugang zum Objekt zu bekommen. Es...“
„Ich rede nicht von diesem Objekt“, unterbrach Epsilon. „Das ab sofort nur noch mit Vier-Fünf-Drei B bezeichnet wird.“
Vier-Fünf-Drei – der Code für Dashiell Russo. Vielmehr seine Identifikationsnummer, als er noch für die Organisation gearbeitet hatte. Russo war ein brillanter Buchhalter gewesen und hatte der Organisation durch die Firma, bei der er angestellt gewesen war, völlig legal Gewinne verschafft, deren Herkunft sich nicht zurückverfolgen ließ, und die eine Höhe besaßen, von der die Führungsriege kaum zu träumen gewagt hatte. Doch eines Tages hatte er alles ruiniert – weil er wegen des Todes seiner Frau den Verstand verloren und nur noch für seine Rache an ihren vermeintlichen Mördern gelebt hatte. Alle Agentinnen und Agenten der Organisation hatten in den vergangenen siebzehn Jahren vergeblich versucht, ihn zu finden. Bis Erin Lehman vor ein paar Wochen aufgetaucht war, um im Auftrag Russos zu morden.
Doch was sich als heiße Spur präsentiert hatte, war schnell zu einem Cold Case geworden, denn Russo war tot. Jedoch hegte nicht nur Siebzehn den Verdacht, dass er Lehman alles über die Organisation anvertraut hatte, was er wusste. Nach seinem Verschwinden hatte er in einer Rundmail allen Cluster-Leitern und den „Griechen“ mitgeteilt, dass er gewisse kompromittierende Daten kopiert habe, wofür er auch einen Beweis geliefert hatte, die er den Behörden zuspielen werde, sollte er auch nur den geringsten Grund haben zu glauben, dass man ihn verfolgte oder aufzuspüren versuchte.
Diese Daten schwebten seitdem als Damoklesschwert über der gesamten Organisation. Selbstverständlich hatte man alles zu retten versucht, was nur ging, indem man Codes änderte, Leute, die zu viel wussten, eliminierte und Firmen einstampfte, die nicht zwingend gebraucht wurden. Aber niemand wusste, wie viele Informationen Russo damals tatsächlich abgegriffen hatte. Vielleicht nur die eine, die er als Beweis, dass er ein Druckmittel besaß, der Rundmail beigefügt hatte. Vielleicht erheblich mehr. Siebzehn traute ihm durchaus zu, dass er über dasselbe Wissen verfügte wie die Cluster-Leiter. Aber nur Erin Lehman konnte diese Frage beantworten.
Ebenso die Frage, wo sich das Geld befand, das Russo auf raffinierte Weise bei der Organisation für seine privaten Zwecke abgezweigt hatte: zwölf Millionen Dollar. Mindestens.
„Worum geht es?“, wollte er von Epsilon wissen.
„Vierzehn-Dreiunddreißig funktioniert nicht mehr. Sie wurde von den Behörden stillgelegt, nachdem denen Unterlagen aus unbekannter Quelle zugespielt wurden, aus denen hervorgeht, dass sie defekt ist.“
Vierzehn-Dreiunddreißig – Senatorin Anna Hopkins. „Stillgelegt“ – sie war verhaftet worden. Siebzehn stieß scharf die Luft aus. Die Senatorin stand unfreiwillig auf der Unterstützungsliste der Organisation. Die belastenden Unterlagen, die angeblich ihre Beziehung zu einer Entsorgungsfirma und ihre Verstrickung in deren illegale Giftmüllentsorgung bewiesen, waren gefakt, um Hopkins zu zwingen, für die Organisation zu arbeiten. Bisher hatte das hervorragend funktioniert.
„Es ist doch unmöglich, dass Vier-Fünf-Drei...“ Siebzehn biss sich auf die Unterlippe. Wenn es um Russo ging, war leider gar nichts unmöglich. Und Hopkins war, wenn Siebzehn sich recht erinnerte, ein paar Monate vor Russos Verschwinden rekrutiert worden. Gut möglich, dass er die belastenden Unterlagen kopiert hatte. Aber Russo war tot und Erin Lehman seit Wochen weggesperrt. Keiner der beiden hätte die Unterlagen den Behörden zuspielen können.
„Ein undichtes Ventil in der Maschine?“, überlegte er. Der Code für einen Maulwurf in der Organisation.
„Möglich“, gab Epsilon hörbar widerstrebend zu. „Aber der Zeitpunkt gibt mir zu denken. Und wir kennen die Akte Vier-Fünf-Drei.“
Siebzehn nickte, obwohl Epsilon das nicht sehen konnte. Russo hatte sich zweifelsfrei gründlich abgesichert. Mit dem ihm eigenen Perfektionismus hatte er garantiert nichts dem Zufall überlassen. Siebzehn spürte einen eisigen Klumpen im Magen. Er schluckte. „Sie glauben...“ Er ließ den Satz unvollendet.
„Ich glaube dasselbe wie Sie. Nein: Ich bin davon überzeugt, dass die Akte Vier-Fünf-Drei noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Ich vermute, man hat sie auf Wiedervorlage gesetzt.“
Was nichts anderes hieß, als dass Russo wohl das Leaken von nicht nur den belastenden Daten über Senatorin Hopkins auf irgendeinem Server vorprogrammiert hatte. Höchstwahrscheinlich hatte er zu der bewährten Methode gegriffen, die Daten durch eine regelmäßige Deaktivierung der Vorprogrammierung unter Verschluss zu halten. Sein Tod verhinderte, dass er sie weiterhin deaktivierte. Was bedeutete, dass noch sehr viel mehr belastendes Material in die aus Sicht der Organisation falschen Hände – die der strafverfolgenden Behörden – gelangen würde. Oder, und auch diese Möglichkeit war sehr wahrscheinlich, Russo hatte einen Komplizen gehabt und ihn instruiert, die Organisation zu zerschlagen, falls er selbst sterben sollte.
„Mein Gott!“ Siebzehn schüttelte den Kopf. „Aber das heißt, dass wir uns umso intensiver um Vier-Fünf-Drei B kümmern müssen.“
„Als Erstes müssen wir uns darum kümmern, dass der Schaden begrenzt wird“, rügte Epsilon. „Und ja, gleichzeitig müssen wir uns um die B-Akte kümmern. Wenn ich Sie vorhin richtig verstanden habe, haben Sie die Möglichkeit zur Einsichtnahme.“
„Ich kann das arrangieren“, bestätigte Siebzehn. „Aber nachdem die Akte unter Verschluss gehalten wird, ist das nicht mehr ganz so einfach, weil uns dadurch die bewährten Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen.“
„Ich will keine Ausflüchte von Ihnen hören!“, befahl Epsilon. „Regeln Sie das. Schnellstmöglich!“ Er hatte das Gespräch beendet, bevor Siebzehn ihm antworten konnte.
Siebzehn lehnte sich zurück, griff wieder zur Zeitung und blätterte sie durch. Im Politik- und Wirtschaftsteil fand er einen kurzen Artikel, der die Verhaftung der Senatorin erwähnte. Nachdem ihr „Geheimnis“ nun aufgedeckt war – würde sie weiterhin den Mund halten oder die Organisation ans Messer zu liefern versuchen? Sie wusste nahezu nichts über die Organisation und hatte nur mit einer Mittelsperson zu tun gehabt. Nachdem die Senatorin am Angelhaken hing, war die Mittelsperson zu einem weit entfernten anderen Einsatzort geschickt worden, sodass ein zufälliges Treffen, bei dem Hopkins die Person erkennen konnte, nahezu ausgeschlossen war. Das Einzige, was die Senatorin preisgeben könnte, war, dass die Unterlagen gefälscht waren und jemand sie damit erpresst hatte, damit sie gewisse Dinge im Auftrag dieser Person tat.
Lag hier eine Gefahr? Möglicherweise. Siebzehn bezweifelte zwar, dass man ihr glauben würde, denn dafür, dass die Unterlagen gefälscht waren, gab es keinen einzigen Beweis. Aber wenn Russo trotz seines Todes noch mehr leakte – oder wer auch immer das an seiner Stelle tat–, dann mochte jemand aufmerksam werden und Zusammenhänge sehen, wo tatsächlich welche existierten. Oder jemand glaubte der scheinbar unglaublichen Behauptung der Senatorin, forschte nach und entdeckte, dass sie die Wahrheit sagte.
Siebzehn holte ein anderes Smartphone aus seinem Safe, schob eine SIM-Karte ein und rief einen seiner Kontakte an.
„Bereit“, meldete sich eine Stimme nach dem zweiten Freizeichen.
„Vierzehn-Dreiunddreißig“, nannte Siebzehn den Code, der für die Senatorin stand. „Beseitigen Sie das Problem. Schnellstmöglich.“
„Verstanden.“
Siebzehn schaltete das Phone aus und entsorgte die SIM-Karte. Senatorin Hopkins hatte nur noch ein paar Stunden zu leben.
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- Artikel-Nr.: SW9783961274703458270
- Artikelnummer SW9783961274703458270
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vss-verlag
- ISBN 9783961274703