Stern Crime 31/2020 - 1992 – Es war der letzte Sommer ihres Lebens

Wahre Verbrechen

Schwächen… haben wir alle. Und Verbrecher sind ziemlich froh darüber. Denn menschliche Schwächen sind ihr Startkapital. Unstillbares Verlangen, blinde Gier, lähmende Ängste, Verbohrtheit, Unsicherheiten oder heimliche Sehnsüchte ermöglichen es ihnen, andere zu verführen, zu bedrohen, zu überrumpeln, zu erpressen oder abhängig zu machen. Wir alle können Opfer werden und sind verletzbar. Vielleicht berühren uns deshalb jene Geschichten ganz besonders, in denen Menschen ihre Verletzungen überwinden, um sich gegen den Aggressor zu stellen und sich zu wehren. Solche Geschichten können einen regelrecht euphorisch... alles anzeigen expand_more

Schwächen… haben wir alle. Und Verbrecher sind ziemlich froh darüber. Denn menschliche Schwächen sind ihr Startkapital. Unstillbares Verlangen, blinde Gier, lähmende Ängste, Verbohrtheit, Unsicherheiten oder heimliche Sehnsüchte ermöglichen es ihnen, andere zu verführen, zu bedrohen, zu überrumpeln, zu erpressen oder abhängig zu machen. Wir alle können Opfer werden und sind verletzbar. Vielleicht berühren uns deshalb jene Geschichten ganz besonders, in denen Menschen ihre Verletzungen überwinden, um sich gegen den Aggressor zu stellen und sich zu wehren. Solche Geschichten können einen regelrecht euphorisch machen. Etwas ist dabei erstaunlich: Die Menschen in diesen Mutmachergeschichten wachsen nicht unbedingt über sich hinaus und werden zu unschlagbaren Helden. Sie gewinnen vielmehr, weil sie sich ihren Schwächen stellen, sie sich eingestehen und sie auch vor anderen nicht mehr verbergen. Denn genau das ist es, wovon Verbrecher häufig am meisten profitieren: dass ihre Opfer sich schämen. Dass sie verschweigen, was ihnen widerfahren ist, weil sie es nicht wagen, sich verletz- und fehlbar zu zeigen. So geht es auch den Teenagern in einer unserer Geschichten aus dieser Ausgabe. Die Mädchen, die von einem unbekannten Cyberstalker auf Social-Media-Kanälen terrorisiert werden, brauchen lange, bis sie den Mut aufbringen, anderen mitzuteilen, was ihnen zugestoßen ist. Doch erst dadurch merken sie, dass sie nicht allein sind mit ihrem Schicksal. Erst dadurch machen sie die erstaunliche Erfahrung, dass sie nicht so schwach sind, wie sie dachten. Auch nicht so ohnmächtig. Und dass der Mann, der sie quälte, keineswegs so mächtig ist, wie sie glaubten. Sondern um einiges schwächer als sie selbst. Lesen Sie diese inspirierende Geschichte auf Seite 20



STERN CRIME - das erfolgreiche True-Crime-Magazin // Unter dem Motto ""Wahre Verbrechen. Wahre Geschichten."" berichtet STERN CRIME von realen Kriminalfällen und deren Aufklärung, beleuchtet aber auch das Schicksal der Opfer und die Motive des Täters. Das Heft liefert alle zwei Monate einfühlsame Texte und zurückhaltende, aber zugleich eindringliche Bebilderung der Geschichten.



Die seriöse Berichterstattung umfasst Interviews mit Ermittlern, beleuchtet Tathintergründe und verschafft fesselnde Einblicke in die polizeiliche Aufklärungsarbeit.



Mit seinen Reportagen über wahre Verbrechen spricht STERN CRIME Leser an, die den Nervenkitzel lieben und sich für den psychologisch-sozialen Kontext realer Kriminalfälle interessieren.



06 / STRAFE MUSS SEIN …

… denn sie schreckt ab. Diese Idee

ist ein Pfeiler unseres Rechtssystems.

Aber ist sie auch richtig? Ein Essay

08 / 1992

Als der Sommer kam, zog es die

Frauen mit ihren Kindern ins Grüne.

Sie ahnten nicht, dass dort der

Wahnsinn wartete

20 / DIE RACHE DER MÄDCHEN

Er dachte, er hätte sie unter Kontrolle.

Das war ein Irrtum

32 / DIE MISSION DES KOMMISSARS

Manche Bilder brennen sich ins

Gedächtnis ein. Sie sind wie ein Auftrag

42 / EIN LANGER TRIP

Drei zornige junge Männer

besteigen ein Flugzeug. Sie haben

Handgranaten in der Tasche.

Und ein außergewöhnliches Ziel

56 / "NULL RISIKO GIBT ES NICHT"

Gespräch mit dem Rechtspsychologen

Andreas Mokros, der begutachtet, wie

gefährlich verurteilte Gewalttäter sind

64 / DAS DUNKLE VERMÄCHTNIS

DER LINDA MURRI

Die ganze Welt sprach über diesen

Mord. Auf der Familie der Täterin

lastet er noch mehr als hundert

Jahre später. Ein Foto-Essay ihrer

Urgroßnichte

76 / GHADDAFIS TOCHTER

Der Name der Frau ist klangvoll.

Das Angebot, das sie per Mail

unterbreitet, verlockend. Wer könnte

da widerstehen? Unser Autor kann

es nicht. Und so beginnt der Tanz

84 / EIN SPEZIALIST

Der Bioinformatiker Dirk Labudde

versucht, Verbrecher anhand ihrer

Körperhaltung zu identifizieren

86 / DER WEG DES MALERS

Gerhard von Kügelgen war einer der

bedeutendsten Künstler der Romantik.

Sein Tod war wenig romantisch

96/ EMANUELA

Sie war die jüngste Bürgerin des

Kirchenstaats, sie wurde entführt.

Von wem?

110/ MEIN BILD

Wolfgang Peter Geller war noch

ein junger Student, als ihm ein

Foto gelang, das um die Welt ging:

von einem tödlichen Schuss

112/ "TOM CRUISE IST EIN TOLLER

SCHAUSPIELER. ABER ZU KLEIN"

Ein Werkstattgespräch mit dem

Erfolgsautor Lee Child über seine

Romanfigur Jack Reacher und

die Überlebensdauer von Helden

117/ BÜCHER, FILME UND SERIEN

122 / DER PROMINENTE FALL

Besoffene war man in Memphis

gewohnt. Doch einen wie

Ozzy Osbourne hatte man auch

hier selten gesehen

03 / EDITORIAL

118/ LESERBRIEFE

120 / MITARBEITER, IMPRESSUM

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