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Zärtlichkeit und Schmerz

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Zärtlichkeit und Schmerz
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In Gegensätzen denken – Kurt Marti hinterfragt auf experimentelle Weise die Stellung des Menschen in Gesellschaft, Geschichte und Gegenwart. Kurt Martis Notizen regen zum Nachdenken an. Sie folgen keinem linearen Argumentationsgang, sondern versammeln fragmentarische Gedankensplitter, die gerade die Zwischenbereiche des rational Fassbaren ausloten wollen. Sie argumentieren, fernab von Macht- und Logozentren, von einer randseitigen und daher unabhängigen Position her, die Marti metaphorisch mit der »Hintertreppe der Engel« umschreibt. Wie der Titel »Zärtlichkeit und Schmerz« nahelegt, geht es nicht darum, Widersprüche zu... alles anzeigen expand_more

In Gegensätzen denken – Kurt Marti hinterfragt auf experimentelle Weise die Stellung des Menschen in Gesellschaft, Geschichte und Gegenwart.



Kurt Martis Notizen regen zum Nachdenken an. Sie folgen keinem linearen Argumentationsgang, sondern versammeln fragmentarische Gedankensplitter, die gerade die Zwischenbereiche des rational Fassbaren ausloten wollen. Sie argumentieren, fernab von Macht- und Logozentren, von einer randseitigen und daher unabhängigen Position her, die Marti metaphorisch mit der »Hintertreppe der Engel« umschreibt.

Wie der Titel »Zärtlichkeit und Schmerz« nahelegt, geht es nicht darum, Widersprüche zu beseitigen, sondern auszuhalten und aufzuzeigen. Mal mit aphoristischer Zuspitzung, mal mit polemischer Schärfe, dann wieder im poetischen Gleichnis oder mit Zitaten und literarischen Querverweisen. Stets aber reflektiert und mit sprachspielerischer Experimentierfreude. Von Haus aus Theologe spricht Marti ohne dogmatische Scheuklappen gesellschaftsrelevante Themen an, die nach wie vor die Politik bestimmen: patriarchale Strukturen und kapitalistische Systeme, Krieg und Unterdrückung, jegliche Art von Diskriminierung sowie Umwelt- und Klimafragen. – Kurt Martis Notizen sind auch nach 45 Jahren aktueller denn je.



Kurt Marti (1921-2017) wurde in Bern geboren, wo er bis zu seinem Tod lebte. Nach dem Theologiestudium in Basel bei Karl Barth wurde er Pfarrer in Niederlenz bei Lenzburg und später an der Nydeggkirche in Bern.

Seit den 1950er Jahren veröffentlichte er neben theologischen und publizistischen Texten auch literarische Werke. Er erhielt mehrere Auszeichnungen und Ehrungen, darunter den Literaturpreis des Kantons Bern (1967 und 2010), den Johann-Peter-Hebel-Preis (1972) sowie den Kurt-Tucholsky-Preis (1997).



Magnus Wieland, promovierter Literaturwissenschaftler, arbeitet hauptberuflich im Dienst Forschung & Vermittlung des Schweizerischen Literaturarchivs (SLA) in Bern und lehrt part time an der Universität Lausanne.

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