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Apfelblütenträume
Im Zentrum der vier Texte, die dieser Band versammelt, steht der Apfel. So alltäglich, so unscheinbar, und doch geht es dabei um nichts weniger als um alles. Ursula Krechel erzählt von einer Reise zum Ursprung des Apfels, die sie nie angetreten hat. Von Korbinian Aigner, der als politischer Häftling im KZ Dachau Äpfel züchtet – am Ende seines Lebens hat er hunderte Sorten bestimmt und gemalt. Von Katherine Mansfield und Virginia Woolf und zwei Arten von Einsamkeit, gegen die auch das Schreiben nicht hilft. Und dem Lyriker Michael Hamburger, als jüdisches Kind vor den Nazis nach England geflüchtet, dem es nie wieder gelang, in der deutschen Sprache seine Wurzeln zu finden.
Ursula Krechels Essays sind Aufzeichnungen einer Denkbewegung, die immer dem genaueren Sehen dient. Versuche, das zu beschreiben, was sich dem ersten Blick entzieht. Nie genügt ihr, was sie bereits weiß, deshalb ist ihre Literatur immer lehrreich, aber nie belehrend.
Ursula Krechel, 1947 in Trier geboren, war Theaterdramaturgin und lehrte an der Universität der Künste Berlin sowie der Washington University St. Louis. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Für ihr vielfältiges schriftstellerisches Werk, das Romane, Gedichte, Essays, Theaterstücke und Hörspiele umfasst, wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. Joseph-Breitbach-Preis 2009, Deutscher Buchpreis 2012, Jean-Paul-Preis 2019, Georg-Büchner-Preis 2025. Sie lebt in Berlin.
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Vorbestellerartikel: Dieser Artikel erscheint am 8. Oktober 2026
- Artikel-Nr.: SW9783990273456110164
- Artikelnummer SW9783990273456110164
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Verlag
Jung und Jung Verlag
- Veröffentlichung 08.10.2026
- ISBN 9783990273456
- Veröffentlichung 08.10.2026