Die Mörderin

Roman

Papadiamantis' bekannteste Erzählung erschien erstmals 1903 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift »Panathínäa«. Auf der ägäischen Insel Skiathos wird eine vom Alter gezeichnete Hebamme zur Mörderin an mehreren Mädchen, um diesen ein zukünftiges Leben in Abhängigkeit und Sklaverei zu ersparen. Papadiamantis' sozialkritischer Blick auf die Stellung der Frau in der Gesellschaft seiner Zeit sowie die herausragend sprachlich­-stilistische Form des Textes machen »Die Mörderin« (« 'H Φόνισσα ») zu einem der wichtigsten Werke der neugriechischen... alles anzeigen expand_more

Papadiamantis' bekannteste Erzählung erschien erstmals 1903 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift »Panathínäa«. Auf der ägäischen Insel Skiathos wird eine vom Alter gezeichnete Hebamme zur Mörderin an mehreren Mädchen, um diesen ein zukünftiges Leben in Abhängigkeit und Sklaverei zu ersparen. Papadiamantis' sozialkritischer Blick auf die Stellung der Frau in der Gesellschaft seiner Zeit sowie die herausragend sprachlich­-stilistische Form des Textes machen »Die Mörderin« (« 'H Φόνισσα ») zu einem der wichtigsten Werke der neugriechischen Erzählliteratur.



Alexandros Papadiamantis (1851—1911), einziger Sohn eines orthodoxen Popen auf der Insel Skiathos, entzog sich seiner Familie und den väterlichen Wünschen durch ein Studium in Athen, das er allerdings nie abschloss. In der Hauptstadt überlebte er durch Übersetzungen und als Privatlehrer. Ab 1879 publizierte er auch eigene Texte und hatte mit der Erzählung »Das Zigeunermädchen« (1884) einen ersten Achtungserfolg, ohne dass sich seine wirtschaftliche Situation dadurch veränderte. Kirchensänger bei nächtlichen Gottesdiensten, saß er tagsüber oft in einem ärmlichen Krämerladen und gab nichts auf seine wachsende Bekanntheit. 1908 kehrte er Athen den Rücken und verbrachte die letzten Lebensjahre alkohol- und rheumakrank auf seiner Heimatinsel. Dort starb er an einem Januarmorgen 1911 psalmensingend an einer Lungenentzündung.



»Eine sozialkritische und psychologische Erzählung, in der Alexandros Papadiamantis die kleine Insel Skiathos zum Mikrokosmos für den großen ethischen Themenkomplex von Individuum und Gesellschaft sowie Schuld und Sühne werden lässt. Schön, dass dieses literarische Meisterstück nun endlich wieder in den Regalen der Buchhandlungen steht.«



»Ein meisterliches Werk in einer viel Herzenswärme bezeugenden Übersetzung Andrea Schellingers.«



»Ein freier Geist, der sich all den rückwärtsgewandten Anschauungen seiner Zeit entgegenstellt.«

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