Hauch
Xaver Bayer ist nicht dafür bekannt, Erwartungen zu erfüllen. Zwanzig Jahre hat er uns warten lassen auf diesen Roman, und jetzt ist er da – und fällt völlig aus der Zeit. Hauch ist ein Briefroman, was darin passiert, steht in und zwischen den Zeilen, die einander zwei schreiben. Veit ist Schriftsteller, Dora Übersetzerin, sie haben die Abmachung getroffen, einander ein Jahr lang nicht zu sehen. Wir erfahren nicht, warum, es ist ein Spiel, ein Experiment. Dora lebt in der Stadt und fühlt sich den Zumutungen unserer Zeit zunehmend schutzlos ausgesetzt, Veit bezieht seinen Posten in einem alten Bauernhof am Land, streift durch die verlassene Gegend, beobachtet
die Vögel, die Bäume, den Wind. Beide betrachten die Gegenwart, ohne sie zu teilen, beide üben den Rückzug, jeder auf seine Weise. Die Entfernung zwischen den beiden ist nicht groß, aber sie bleibt auch nicht gleich. Sie
wächst, wie die Sehnsucht nach einem anderen Leben.
Xaver Bayer, geboren 1977 in Wien. Mehrere Auszeichnungen, u.a. Hermann-Lenz-Preis 2008, Österreichischer Buchpreis 2020, Robert-Musil-Stipendium 2023.
Zuletzt erschienen: »Poesie« (2023), »Heute könnte ein glücklicher Tag sein« (2025, Neuausgabe seines Debütromans).
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Vorbestellerartikel: Dieser Artikel erscheint am 17. März 2026
- Artikel-Nr.: SW9783990273371110164
- Artikelnummer SW9783990273371110164
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Autor
Xaver Bayer
- Verlag Jung und Jung Verlag
- Seitenzahl 224
- Veröffentlichung 17.03.2026
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783990273371