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Besser als nie
Roman | Eine Stadt im Ausnahmezustand – es wird wieder »Grenzgang« gefeiert
Zweimal musste er pandemiebedingt verschoben werden, jetzt soll im oberhessischen Bergenstadt wieder Grenzgang gefeiert werden – doch plötzlich wird das traditionelle Heimatfest zum Streitfall. Linda Preiss, Schulpsychologin am Städtischen Gymnasium, ist empört: Man will sie als Reiterin nicht dabei haben, weil sie eine Frau ist! War es also ein Fehler, nach so vielen Jahren in die alte Heimat zurückzukehren? Jürgen Bamberger gerät als Bürgermeister gleich doppelt in Erklärungsnot: Der Hessische Rundfunk hat Fragen zu dem sogenannten »Mohren«, und seine Tochter macht ihre ablehnende Haltung zum Fest öffentlich. Je hitziger die Diskussionen geführt werden, desto fremder wird Jürgen der Ort, an dem er sein gesamtes Leben verbracht hat.
Siebzehn Jahre sind vergangen, seit in der Literatur schon einmal Grenzgang gefeiert wurde, in Stephan Thomes gleichnamigem Romandebüt. Inzwischen allerdings hat sich das gesellschaftliche Klima grundlegend verändert. Und so stoßen die Protagonisten, während sie ihr privates Glück verfolgen, auf die großen Streitfragen unserer Zeit. Als das Fest schließlich beginnt, hat auch ihr Leben eine ganz neue Richtung eingeschlagen.
»Stephan Thome lesen macht Spaß, und es macht schlau.«
»Thome ist ein so präziser Erzähler, dass er sich dabei als Stilist nicht aufreiben muss. Er schreibt geradeaus. ... Besser als nie dokumentiert ..., wie klar man sich über die schwebenden, ambivalenten Dinge des Lebens und der gesellschaftlichen Debatten verständigen kann. Könnte.«
»Einmal mehr erweist sich Stephan Thome als Meister des Dialogs und des universellen Dorfromans, in dem die zentralen Fragen unserer Gegenwart in einem Mikrokosmos zusammengefasst werden ...«
»Es sind ganz ganz lebendige Figuren, die Thome da schildert. Das hat mir sehr gut gefallen. ... Der Roman ist vielschichtig und er erzählt von dem bürgerlichen, kleinstädtischen Milieu mit einem verschmizten Lächeln, ohne sich lustig zu machen.«
»Es geht um Veränderungsprozesse in diesem Roman, darum, etwas zu tun, anstatt es zu lassen. Sein Thema ist in erster Linie Zuwendung, Versöhnung und Akzeptanz und ein Loslassen mit Blick auf einen wie auch immer gearteten Neubeginn. Dafür, das wird in diesem tiefgründigen Buch deutlich, ist es nie zu spät.«
»Stephan Thome ist, das zeigt er in diesem Roman erneut mit viel Gespür, ein Spezialist für die kritische, aber auch liebevolle Zeichnung von Menschen im nicht-großstädtischen Hier und Jetzt.«
»Besser als nie ist ein unterhaltsamer, intelligenter Roman, der uns pointiert die gesellschaftlichen Veränderungen vor Augen führt und uns den ›Grenzgang‹ zwischen Tradition und Gegenwart nahe bringt.«
»[Thome] fächert geschickt ein Panorama kleinstädtischer Verbindungen, Interessen und Intrigen auf.«
»[E]ine kluge Gesellschaftsanalyse ...«
»Ein Gesellschaftsroman, der die großen Fragen der Gegenwart im Mikrokosmos der Kleinstadt verhandelt.«
»Besser als nie ist ein unterhaltsamer, intelligenter Roman, der uns pointiert die gesellschaftlichen Veränderungen vor Augen führt und uns höchst plausibel den Grenzgang zwischen Tradition und Gegenwart nahebringt.«
»[Ein] farbiges Kaleidoskop. Thome legt es als elegantes Konstrukt an, aus unterschiedlichen Perspektiven, gespickt mit Rückblicken, die die Vorgeschichte aus „Grenzgang“ wie beiläufig einflechten. Eine große Stärke sind zudem die klaren, tiefgehenden Dialoge, in denen die Charaktere miteinander um ihre Positionen ringen ...«
Stephan Thome wurde am 23. Juli 1972 in Biedenkopf, Hessen geboren. Nach dem Zivildienst in einer sozialpsychiatrischen Einrichtung in Marburg studierte er Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie in Berlin, Nanking, Taipeh und Tokio. 2005 erschien unter dem Titel Die Herausforderung des Fremden: Interkulturelle Hermeneutik und konfuzianisches Denken seine Dissertationsschrift. Zur selben Zeit begann er als DFG-Stipendiat am Institut für Chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica zu arbeiten, wo er über konfuzianische Philosophie des 20. Jahrhunderts forschte. Bis 2011 betätigte er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Taipeh und übersetzte unter anderem Chun-chieh Huangs Werk Konfuzianismus: Kontinuität und Entwicklung ins Deutsche. Sein Roman Grenzgang gewann 2009 den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres und stand – wie auch sein zweiter Roman Fliehkräfte – auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. 2014 wurde Thome von der Akademie der Künste Berlin mit dem Kunstpreis Literatur ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt die Verfilmung des Romans Grenzgang den Grimme-Preis. Seit 2011 lebt und arbeitet Stephan Thome als freier Schriftsteller; derzeit lebt er in Taipeh.
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- Artikel-Nr.: SW9783518787281450914
- Artikelnummer SW9783518787281450914
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Autor
Stephan Thome
- Verlag Suhrkamp Verlag
- Seitenzahl 289
- Barrierefreiheit
- Keine Angabe: Keine Informationen zur Barrierefreiheit bereitgestellt
- Aussehen von Textinhalten kann angepasst werden
- ISBN 9783518787281