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Die schwarze Spinne
Inmitten einer idyllischen Taufgesellschaft im friedlichen Emmental wird eine düstere Legende lebendig. Um einer unerträglichen Fronarbeit zu entgehen, lässt sich die mutige, aber eigenmächtige Christine auf einen Handel mit dem Teufel ein. Ein Kuss besiegelt den Pakt, und bald darauf erscheint ein dunkler Punkt auf ihrer Wange, der zur tödlichen Bedrohung für das ganze Tal wird: die schwarze Spinne. Jeremias Gotthelfs Meisterwerk ist eine meisterhaft konstruierte Novelle, die den Leser von der beschaulichen Rahmenhandlung direkt in das Herz einer archaischen Schauererzählung reisst. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod, in dem nur wahre Frömmigkeit und Aufopferung dem Grauen Einhalt gebieten können. Ein beklemmendes Leseerlebnis, das auch fast zweihundert Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner suggestiven Kraft verloren hat.
Jeremias Gotthelf, mit bürgerlichem Namen Albert Bitzius (1797–1854), war weit mehr als nur ein Schriftsteller; er war Pfarrer, Sozialreformer und ein scharfzüngiger Beobachter seiner Zeit. Geboren in Murten und tief verwurzelt im bernischen Emmental, nutzte er seine Literatur als Kanzel, um die sozialen und moralischen Missstände des bäuerlichen Lebens anzuprangern. Sein Schreibstil ist einzigartig: Er verbindet eine archaische, kraftvolle Sprache, die oft vom Berner Dialekt durchsetzt ist, mit einer tiefen psychologischen Einsicht und religiösem Ernst. Während er zu Lebzeiten oft als reiner "Volksschriftsteller" unterschätzt wurde, erkannte die Nachwelt in ihm einen Giganten des Realismus.
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- Artikel-Nr.: SW9783565364886110164
- Artikelnummer SW9783565364886110164
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Autor
Jeremias Gotthelf
- Verlag epubli
- Seitenzahl 113
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783565364886