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Die zweite Haut
»Über Stoffe berührten Mutters Hände mich. Ansonsten keine Umarmungen, keine Liebkosungen, sondern nur Zuschneiden, Anheften, Saum Abstecken, bei dem ihr Körper dem meinen nahekam.«
Am Besispiel selbstgenähter Klleidungsstücke erinnert die vielfach ausgezeichnete Autorin Sabine Scholl an das Aufwachsen in prekären Verhältnissen – mit einer Mutter, die keine Liebe geben konnte und sich selbst als Zumutung empfand. Vergeblich versucht die Erzählerin, ihrer Herkunft zu entkommen, und zeichnet wie nebenbei das Psychogramm einer ganzen Generation.
»Sabine Scholl schreibt voller Elan unsere erlebten Geschichten. Jedes Wort ist sich seiner Verantwortung bewusst. Ich bin beeindruckt. Millionen sollen dieses Buch lesen.« – Dinçer Güçyeter
»Sabine Scholl ist eine ungemein feinstoffliche Erzählerin. Ein grandioser Mutter-Tochter-Text.« – Daniela Dröscher
»Dieser Text ist hart gewebt. Er kratzt und schürft und hält warm.« – Barbi Markovič
Sabine Scholl ist in Österreich geboren und aufgewachsen, hat in Wien studiert und lebte in Aveiro, Chicago, New York, Nagoya, wo sie an Universitäten lehrte. Nach ihrer Rückkehr in den deutschsprachigen Raum unterrichtete sie Literarisches Schreiben in Leipzig, Wien und Berlin. Für ihre Romane und Essays hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Anton-Wildgans-Preis der Österreichischen Industrie 2018, Landeskulturpreis Oberösterreich 2019 und den Literaturpreis der Stadt Wien 2022. Seit 2019 lebt und arbeitet sie wieder in Wien. Zuletzt erschienen ihr Roman »Transit Lissabon« (2024) und die von ihre herausgegebene Sammlung »Haben und Gehabe: Zu Herkunft und Klasse in der Literatur« (2025).
Ein Erinnerungsbuch, das unter die Haut geht.
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- Artikel-Nr.: SW9783863372385110164
- Artikelnummer SW9783863372385110164
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Verlag
Weissbooks Verlagsgesellschaft
- ISBN 9783863372385