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Die Wacht am Rhein
Wie aus Fremden Nachbarn werden, und aus Nachbarn schließlich Landsleute.
Düsseldorf, 1830. Ein preußischer Feldwebel kommt in eine Stadt, die ihn nicht will. Die Rheinländer sind gutmütig, karnevalsfroh, katholisch und eigensinnig – und die Preußen, das sind die da oben, die Fremden, die Protestanten mit ihrem steifen Rücken und ihrem Kommandierton. Es dauert drei Generationen, bis daraus ein Volk wird.
Clara Viebig zeichnet in drei Büchern das langsame Zusammenwachsen der Rheinländer mit den ehemals ungeliebten Preußen am Beispiel der Familie Rinke – vom Jahr 1830 bis zur Ausrufung des Friedens nach dem Krieg von 1870/71. Das ist mehr als ein Familienroman: Es ist das Panorama einer Stadt im Wandel, des alten verschlafenen Düsseldorf, das sich in dieser Zeit in eine Großstadt verwandelt, in der die Industrialisierung Einzug hält – und nebenbei ein liebevolles literarisches Denkmal für Heinrich Heine, den die Autorin glühend verehrte und den die Stadt seiner Geburt so schmählich vergessen hatte.
Clara Viebig, 1868 mit ihren Eltern nach Düsseldorf gezogen und dort bis 1883 lebend, verarbeitet in dem Roman zahlreiche persönliche Erinnerungen ihrer Jugend. Man spürt auf jeder Seite, dass diese Autorin die Kasernenstraße kennt, den Karneval, den Geruch des Rheins im Frühjahr – und die Dickköpfigkeit der Menschen an beiden Ufern. Ihr Buch trägt zwar den Namen eines Kampfliedes, doch es erzählt von etwas Stillerem und Dauerhafterem: davon, wie aus Fremden Nachbarn werden, und aus Nachbarn schließlich Landsleute.
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- Artikel-Nr.: SW9783988683298110164
- Artikelnummer SW9783988683298110164
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Verlag
Jazzybee Verlag
- ISBN 9783988683298