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Zwischen zwei Welten (Seltsame Geschichten)
Einer der vergessenen Schätze der deutschen Phantastik des frühen 20. Jahrhunderts
Es gibt Augenblicke, in denen die Welt, die wir kennen, dünner wird. In denen das Gewöhnliche plötzlich einen Riss bekommt und etwas hindurchschimmert, das keinen Namen hat.
Kurt Münzer, der Chronist der jüdischen Großstadtseele und des expressionistischen Leidens, hatte eine zweite, weniger bekannte Ader: die des Phantasten. Schon 1908 hatte er mit Abenteuer der Seele gezeigt, dass ihn die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Wachen und Traum, zwischen dem Sichtbaren und dem Ahnbaren ebenso fesselten wie die Sozialpanoramen Berlins. Zwischen zwei Welten, 1916 mitten im Ersten Weltkrieg erschienen, ist die Fortsetzung dieser Erkundung: Geschichten, die "seltsam" heißen und es sind – nicht im Sinne billiger Schauereffekte, sondern im Sinne jener eigentümlichen Verschiebung der Wirklichkeit, die sich einstellt, wenn ein sensibler Erzähler genau genug hinsieht.
Die Sammlung gehört zu den vergessenen Schätzen der deutschen Phantastik des frühen 20. Jahrhunderts – einer Zeit, in der Spiritismus, Okkultismus und der Schock des Krieges die Menschen empfänglich machten für die Frage, was hinter der sichtbaren Welt verborgen liegt.
Wer Kurt Münzer nur als Autor von "Jude ans Kreuz" oder "Götterliebling" kennt, wird hier eine überraschende andere Seite dieses Schriftstellers entdecken – dunkler, spielerischer, und von einer Bildkraft, die den Leser noch lange nach der letzten Seite nicht loslässt.
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- Artikel-Nr.: SW9783693430262110164
- Artikelnummer SW9783693430262110164
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Verlag
Jazzybee Verlag
- ISBN 9783693430262