Beam Shop
Ares
Die 365 Tage des Atems
Ein Roman, der die Welt durch eine Nase erzählt. Ares wird blind und taub in einer Waschküche geboren. Seine Welt ist kein Gesicht, sondern Geruch: Milch, die nicht mehr antwortet, eine Hand nach Seife und Kummer, ein Thunderclap, der durch die Dielen bebt. Er wächst auf in der Geborgenheit einer zerrütteten Familie, wird zum Rettungshund ausgebildet und findet Menschen unter Beton und Schlamm. Er riecht Angst, Blut und aufhörende Atemzüge. Doch die Einsätze hinterlassen Spuren in seinem Fell. Als er nicht mehr kann, führt ihn der Weg zurück an den Inn – auf einen kleinen Gutshof mit Reben, einem Gastwirt namens Jakob und einem jungen Hund, der noch alles lernen muss. Hier, auf der letzten Terrasse, lernt Ares, dass das Leben nicht mehr groß sein muss. --- Jahr 0–3: Der Geruch der ersten Dunkelheit Ares verliert seine Mutterhündin, bevor er seine Augen öffnet. Eine Hand riecht nach Kaffee und Leder – sie wird sein Vater. Eine andere riecht nach Seife und Papier – sie wird die Frau des Hauses. Die Kinder heißen Schnellfuß und Lachregen. Der Garten wird zur ersten Geruchskarte: Nero, der schwarze Nachbarhund; der tote Vogel unter der Hecke; das Wumm des Gewitters; der Thunderclap von Vaters Händen. Jahr 4–7: Das Haus, das ihn nicht halten konnte Die Familie zerfällt. Vater gibt die rote Marke an Mara – eine Hundeführerin mit Verband und Kaffee in der Jacke. Im Diensthof lernt Ares Hecht mit seiner Pfeife kennen. Die ersten Einsätze führen ihn in Trümmer, Wasser und Feuer. Er findet das singende Mädchen unter Beton. Er findet den Körper, der nicht zurückkehrt. Jahr 8–11: Das Land unter dem Staub Die Einsätze werden schwerer. Ares trägt den Geruch von Blut und Öl im Fell. Eines Tages bleibt er vor der Birke stehen – er kann nicht mehr. Die Kommission entscheidet über seine Zukunft. Hecht sagt: "Ein guter Suchhund muss nicht immer gehorchen. Er muss unterscheiden, wann ein Mensch noch ein Mensch ist." Hecht stirbt. Seine Pfeife liegt auf dem Sarg. Ares übergibt die Leine an den jungen Hund. Jahr 12–13: Die letzte Terrasse Der Gutshof riecht nach Brot, Wein und dem Inn. Jakob wartet. Mara kommt zu Besuch, Lachregen kommt, ein Brief von Vater. Die Welt wird kleiner – nur noch die Terrasse, die Decke, der Atem des jungen Hundes. Ares schließt die Augen. Der Inn macht Schschsch. --- Besonderheit des Romans: Erzählt aus der Ich-Perspektive eines Hundes – ohne jede Vermenschlichung. Ares denkt in Gerüchen, Temperaturen und Vibrationen.
Die Lebensgeschichte eines Rettungshundes – erzählt aus seiner Ich-Perspektive. Die Welt erscheint als reine Sinneslandschaft aus Geruch und Atem. Vom Welpen über traumatische Einsätze bis zum stillen Abschied am Inn. Ein literarischer Roman über Bindung, Trauma und die unbestechliche Wahrheit der Sinne.
Versandkostenfreie Lieferung! (eBook-Download)
Als Sofort-Download verfügbar
- Artikel-Nr.: SW9783695686643458270
- Artikelnummer SW9783695686643458270
-
Autor
Ingo Klaus
- Verlag via tolino media
- Barrierefreiheit
- Kommentar vom Verlag: Dieses E-Book genügt den grundsätzlichen Anforderungen an Barrierefreiheit. Es ist textuell und visuell erfassbar. Es ist hierarchisch aufgebaut und alle relevanten Abbildungen haben einen Alternativtext.
- Aussehen von Textinhalten kann angepasst werden
- Optimiert für Screen-Reader, nicht-dekorative Inhalte zugänglich für nicht-visuelles Lesen
- Keine Lesegerät oder -software Optionen aktiv abgeschaltet/eingeschränkt
- Eindeutige logische Lesereihenfolge wird eingehalten
- Barrierefrei nach: WCAG Level AA
- Barrierefrei nach: WCAG v2.1
- Enthält ausführliche Alternativtexte
- Navigation über Inhaltsverzeichnis
- ISBN 9783695686643