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Ad acta
Roman
Nach zwei versuchten Brandstiftungen und einem Selbstmord nimmt Vilém Lebeda, Hauptkommissar eines an sich friedlichen Prager Stadtteils, die Ermittlungen auf. Dabei läuft er dem Misanthropen Rentner Viktor Dyk über den Weg. Der Kommissar findet heraus, dass Viktor einen Sohn hat – nicht die hellste Kerze auf der Torte. Dunkle Erinnerungen an Gewalt, die er als Kind erlitten hat, verfolgen Dyk junior. Lebeda entdeckt zudem, dass der alte Dyk nicht ganz unbeteiligt an einem Mord ist, der sich vor vierzig Jahren ereignet hat und zu den Akten gelegt wurde.
Ad acta enthält alle Zutaten eines Thrillers. Doch jenseits aller Genregrenzen entpuppt sich der Roman als raffinierte und vielschichtige Parabel, in welcher der Autor die tschechische Geschichte, die Auswüchse des Kommunismus, die Anfänge des Kapitalismus, die Gefahren der Sprache sowie die menschliche Natur im Allgemeinen sprachlich virtuos und mit beißendem Humor ins Visier nimmt.
"Patrik Ouředník wurde 1957 geboren und ist ein tschechischer Autor und Übersetzer. Seit 1984 lebt er in Frankreich und schreibt auch auf Französisch. Er hat bedeutende französische Autoren wie Rabelais, Jarry, Queneau, Michaux und Beckett ins Tschechische übersetzt, ebenso wie tschechische Autoren ins Französische. Daneben hat er eigene Werke verfasst, darunter das 2004 erschienene Buch "Europeana. Eine kurze Geschichte des 20. Jahrhunderts", das in viele Sprachen übersetzt wurde, auch ins Deutsche. Zuletzt erschien auf Deutsch "Das Ende der Welt dürfte nicht stattgefunden haben" (2023)."
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- Artikel-Nr.: SW9783990143315110164
- Artikelnummer SW9783990143315110164
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Autor
Patrik Ouředník
- Verlag Müry Salzmann
- Seitenzahl 180
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783990143315
- Verlag Müry Salzmann