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Wo Sterne nicht mehr leuchten ...

Rhys und Naomi

Metall kreischte. Der Bus riss zur Seite, kippte, rutschte – und ich klammerte mich an alles, was ich greifen konnte. Schreie, Gepäck, splitterndes Glas. Als wir zum Stillstand kamen, war nichts vorbei. Ich half, so gut ich konnte. Einer Frau aus dem Sitz, einem Kind aus dem Gang. Meine Hände zitterten, aber ich hörte nicht auf. Nicht, solange jemand mich brauchte. Dann vibrierte der Boden. Ein Knacken. Ein Rutschen. Der Bus gab nach. Ich wurde nach vorn geschleudert, prallte in die Fahrerkabine, Glasregen, Metall, Schmerz. Der Abgrund wartete unter uns. Und dann war er da. Eine Hand, stark und warm, schloss sich um meinen Arm. Eine Stimme, ruhig und klar,... alles anzeigen expand_more

Metall kreischte. Der Bus riss zur Seite, kippte, rutschte – und ich klammerte mich an alles, was ich greifen konnte. Schreie, Gepäck, splitterndes Glas. Als wir zum Stillstand kamen, war nichts vorbei. Ich half, so gut ich konnte. Einer Frau aus dem Sitz, einem Kind aus dem Gang. Meine Hände zitterten, aber ich hörte nicht auf. Nicht, solange jemand mich brauchte. Dann vibrierte der Boden. Ein Knacken. Ein Rutschen. Der Bus gab nach. Ich wurde nach vorn geschleudert, prallte in die Fahrerkabine, Glasregen, Metall, Schmerz. Der Abgrund wartete unter uns. Und dann war er da. Eine Hand, stark und warm, schloss sich um meinen Arm. Eine Stimme, ruhig und klar, schnitt durch das Chaos. „Ich hab‘ dich.“ Dunkle Augen. Entschlossen. Wachsam. Er zog mich aus der Kabine – und im selben Moment stürzte der Bus in die Tiefe. Das Krachen hallte durchs Tal. Seine Arme hielten mich fest, als meine Beine versagten. Ich wusste nicht, wer er war. Nur, dass ich ohne ihn nicht mehr hier wäre. Ein paar Tage später stand er vor mir. Keine Trümmer, kein Blut, nur Sommerluft und ein Blick, der mich wieder aus dem Gleichgewicht brachte. Ich dachte, mein Leben würde jetzt beginnen. Ich ahnte nicht, dass er längst entschieden hatte, wohin es führen würde.



Ein Busunglück, ein Abgrund, eine rettende Hand. Er zieht sie aus der Kabine, Sekunden bevor der Bus in die Tiefe stürzt. Sie kennt seinen Namen nicht, nur seine Stimme, seine Entschlossenheit. Tage später steht er wieder vor ihr – und ihr Leben nimmt eine Richtung, die er längst gewählt hat.

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  • Autor find_in_page Solvei Anderson
  • Autoreninformationen Solvei Anderson schreibt für sich …, genau deshalb berühren ihre… open_in_new Mehr erfahren
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  • ISBN 9783695692736

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