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Er ist nur einen Meter groß, kann dank seiner Paragaben aber Großes verbringen: Clark Darlton schuf mit dem Mausbiber Gucky eine der prägendsten Figuren der PERRY RHODAN-Serie. Seit ihren Anfängen spielt Gucky nicht nur in der Hauptserie, sondern auch in deren zahlreichen Ablegern eine wichtige Rolle. Dazu zählen viele Planetenromane. Das sind abgeschlossene Geschichten aus dem Serienkosmos, die als Taschenbücher veröffentlicht wurden.
»Im Zentrum der Galaxis« und »Gucky und die Mordwespen« waren die ersten beiden Planetenromane, die sich dem Mausbiber widmeten. An die eigentliche Hauptserie sind ihre Inhalte nur sehr locker angebunden.
»Im Zentrum der Galaxis« erschien erstmals 1965 als Band 11 der Planetenromane. »Gucky und die Mordwespen« wurde ein Jahr später als Band 28 der Planetenromane veröffentlicht.
Clark Darlton, bürgerlich Walter Ernsting, war ein Kind der Kriegsgeneration. 1920 in Koblenz geboren, geriet er in die Mühlen des nationalsozialistischen Systems, das er stets entschieden ablehnte. Während viele seiner Altersgenossen begeistert mitmachten, ging er lieber zum »Swingtanzen«.
Während des Krieges wurde Ernsting zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, schließlich zur Wehrmacht. Jahrelang war er an der Ostfront, geriet gegen Kriegsende in sowjetische Gefangenschaft, und nur der Traum von der Reise zu den Sternen, eines besseren Lebens, ließ ihn die Lager in Sibirien überleben.
1950 kehrte Ernsting nach Deutschland zurück, er war krank und geschwächt. Anfangs schlug er sich als Übersetzer für die britischen Besatzungsbehörden durch, bis er eine Entdeckung machte, die sein Leben verändern sollte: amerikanische Science-Fiction-Magazine mit grellbunten Titelbildern, die sich die Soldaten schicken ließen. Fasziniert tauchte Ernsting in die neuen Welten ein – und wurde mit mehreren Magazinen beim Pabel-Verlag in Rastatt vorstellig.
Er gilt als »großer alter Mann« des deutschen SF-Fandoms. Mit einigen Freunden gründete er 1955 den Science Fiction Club Deutschland e.V. (SFCD), der heute noch existiert, und legte den Grundstein für Zeitschriften wie »Andromeda« sowie »Andromeda Nachrichten«, die es ebenfalls noch gibt. Ohne sein Engagement wäre die deutschsprachige Science-Fiction-Szene nie so geworden, wie sie sich bis heute präsentiert.
Dann kam das Jahr 1960. Ernsting und sein Schriftstellerkollege Karl-Herbert Scheer legten dem Moewig-Verlag in München das Konzept für eine neue Science-Fiction-Serie vor – ausgelöst durch den Vorschlag des zuständigen Redakteurs. Sie sollte von einem amerikanischen Astronauten handeln, der auf dem Mond auf Außerirdische stößt. Sein Name: Perry Rhodan. Die Serie übertraf alle Erwartungen. Der Verlag hoffte auf 30 Ausgaben, bis heute sind es fast 3200 geworden.
Ernsting prägte PERRY RHODAN entscheidend. Ihm ist zu großen Teilen der pazifistische Zug der Serie zu verdanken, die Tatsache, dass PERRY RHODAN eine positive Vision der Zukunft darstellt, eine Fortschreibung unserer Gegenwart, die in einer besseren Welt mündet.
Mit dem Mausbiber Gucky schuf Ernsting eine Figur, die in ihrer Popularität sogar Perry Rhodan selbst Konkurrenz macht. Dabei ist Gucky gewissermaßen das Alter Ego des Autors: Der Mausbiber ist ein Schalk, stets zu Streichen aufgelegt, und in seinen Entscheidungen humaner, als die meisten Menschen es für sich beanspruchen können. Ein feinfühliger, humorvoller Subversiver wie Ernsting selbst.
Neben dem Zeichner Johnny Bruck und ihm gehörte niemand aus der »ersten Generation« so lange dem PERRY RHODAN-Team an. Zeitweilig schrieb er für die ATLAN-Serie, wo er die Abenteuer des Arkoniden Atlan um viele Facetten bereicherte. Außerdem wirkte er an »Dragon« mit, der ersten deutschen Fantasy-Reihe. Damit war Ernsting ebenfalls ein Trendsetter – in den 70er-Jahren war Fantasy ein Genre, das im deutschsprachigen Raum völlig unbekannt war.
Seit 1981 schrieb er nur noch wenige Romane, auch deshalb, weil er zu dieser Zeit nach Irland umgezogen war und die Manuskripte per Post verschicken musste. Diese waren hauptsächlich Romane, in denen der Mausbiber Gucky im Mittelpunkt stand. In den neunziger Jahren zog er sich endgültig von der Serie zurück, verfolgte sie aber weiterhin als kritischer Leser und Ratgeber.
Dieses E-Book beinhaltet die Planetenromane:
- Im Zentrum der Galaxis
Bereits erschienen als Planetenroman 11 im Jahr 1965
- Gucky und die Mordwespen
Bereits erschienen als Planetenroman 28 im Jahr 1966
Die ersten beiden Gucky-Planetenromane
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- Artikel-Nr.: SW9783845352732110164
- Artikelnummer SW9783845352732110164
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Autor
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Clark Darlton
- Verlag find_in_page Perry Rhodan digital
- Seitenzahl 308
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783845352732
- Verlag find_in_page Perry Rhodan digital