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Was ich mir wünsche

Gedichte aus Liebe | 75 Jahre Bibliothek Suhrkamp

Was ich mir wünsche
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Liebe ist für Thomas Brasch (1945–2001) eine Haltung, die sich jeder Festlegung verweigert. Eine Haltung, die ihre Träume fürchtend und sehnend der Wirklichkeit aussetzt und das Mögliche stets in den Horizont des Unmöglichen stellt. Braschs dichterische Leidenschaft hofft und verzweifelt, vertraut und betrügt, preist und vernichtet. Und sie belehrt: Wann, wem und wie schreibt man ein erotisches Gedicht? In dem Band stehen Gedichte, die Brasch eigenständig und zu Lebzeiten publiziert hat, neben literarischen Hinterlassenschaften. Texte aus den frühen Jahren(»Anna, komm …«) sind ebenso vertreten wie Arbeiten aus... alles anzeigen expand_more

Liebe ist für Thomas Brasch (1945–2001) eine Haltung, die sich jeder Festlegung verweigert. Eine Haltung, die ihre Träume fürchtend und sehnend der Wirklichkeit aussetzt und das Mögliche stets in den Horizont des Unmöglichen stellt. Braschs dichterische Leidenschaft hofft und verzweifelt, vertraut und betrügt, preist und vernichtet. Und sie belehrt: Wann, wem und wie schreibt man ein erotisches Gedicht?



In dem Band stehen Gedichte, die Brasch eigenständig und zu Lebzeiten publiziert hat, neben literarischen Hinterlassenschaften. Texte aus den frühen Jahren(»Anna, komm …«) sind ebenso vertreten wie Arbeiten aus jüngerer Zeit, etwa eine Gruppe mit Brunke-Gedichten, die in den 1990er Jahren entstanden sind.





Asche und Diamant




Wenn die schnellen Winde wehn




Wenn ich dich begehre gegen jede Vernunft




Was ich habe, will ich nicht verlieren




Was ich mir wunsche




Sie hat einen Mann, sagt sie




Oft bist du der, den ich liebe




Du willst, denke ich, so geliebt sein




Anna




Die große Ruhe alter Morde




Brunke hat bei Frauen kein Glück




Wenn er ausgeht trägt Brunke einen blauen Anzug




Brunke geht weil er sich bewegen will




Ich bin der Schauspieler Brunke




Brunke verkleidet




Brunke sagt: Klammer auf Klammer zu




Brunke hat Angst




Antworten Sie, Herr Brunke!




Jetzt ist Brunke




Brunke will




Brunkes Lieblingsgedicht




Schlaflied für K.




Vita




Halb Schlaf




Vor Wort für Heine




Mein Lehrer W. N.




Der Tod des Isaac Babel




3 Wünsche für C.W.




Meinland lieben, aber hassen




Und wenn wir nicht am Leben sind




Die Reime sind schön sie belügen dich




Das unmögliche Gedicht




Den eigenen Worten aus dem Sinn




Das Fürchten nicht und nie das Wünschen




Schließ die Tür und begreife




Weil ich das Eigene verloren habe




Mein Beruf heißt mich nicht verstecken




Von heute auf morgen und umgekehrt




Ich habe die Nacht geträumt




Zwei auf einer Reise




Kommst du jetzt endlich mit dem Zug?




So lehrten sie einander aus dem Weg zu gehn




Wie es euch gefällt




Was ist los, Mann was ist los




Ist denn kein Wort in meiner Sprache




Wann schreibt man ein erotisches Gedicht?




Liebeslied




Maria Hilf




Ich hatte an Liebe gedacht




Selbstkritik 4




Die unruhige Wüste




Das Nein-Lied




Ein Ende




Sechs Sätze über Sophie




Der Maler




Einzug




Die Geheimnisse




Zwei Häuser drin zwei offene Fenster




Jetzt ist auch der Himmel aus Stein




Am zwölften Tag schien ihm, als schwemmten




Meine Großmutter




Wer durch mein Leben will, muß durch mein Zimmer




Wer A wird, kann nie mehr B sagen




Woyzecks Tanzlied




Sein Stuhl ist leer




Dornröschen und Schweinefleisch




Editorische Notiz




Nachweise und Datierungen




Wie es uns gefällt




Nachwort



Thomas Brasch, Dichter, Dramatiker, Filmschaffender und Übersetzer, eine der markantesten Figuren der neuen deutschen Literatur, wurde 1945 in Westow/Yorkshire (England) als Sohn jüdischer Emigranten geboren und starb 2001 in Berlin. Bis zu dem Jahr, in dem er die DDR verließ (1976), lebte er vorwiegend in Ostberlin. Vor allem Braschs Übersetzungen der Werke von Shakespeare und Tschechow werden auf deutschsprachigen Bühnen viel gespielt. Am 19. Februar 2025 wäre Brasch 80 Jahre alt geworden.




Thomas Wild, geboren 1973, Dr.phil., Literatur- und Politikwissenschaftler, freier Autor, lebt in Berlin. Er hat den Briefwechsel zwischen Hannah Arendt und Uwe Johnson sowie das TEXT+KRITIK-Heft 166/167 zu Hannah Arendt mit herausgegeben und ein Buch über die Beziehungen zwischen Arendt und der deutschen Gegenwartsliteratur geschrieben.




Olaf Nicolai (*1962) studierte Literatur- und Sprachwissenschaft und promovierte zur Poetik der »Wiener Gruppe«. Seit Anfang der 1990er Jahre ist er regelmäßig in internationalen Ausstellungen vertreten. Er arbeitet multimedial und disziplinübergreifend. Seine künstlerischen Arbeiten und Projekte wurden in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen und Präsentationen gezeigt, u. a. im Musée du Louvre in Paris, im Centre Pompidou in Paris, in der Pinakothek der Moderne München, im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam und im Watari-Um Museum Tokyo. Er wurde zur documenta X und zur documenta 14 eingeladen. 2015 bespielte Olaf Nicolai im Rahmen des Deutschen Pavillons auf der 56. Biennale von Venedig das Dach des Pavillons mit der siebenmonatigen performativen Installation Giro. Mit der Arbeit 30 Farben, die u. a. in der Sammlung des MoMA in New York vertreten ist, entwickelte er ein Designtool, das er hier – auf Einladung des Suhrkamp Verlags – zur Anwendung bringt.





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  • Artikelnummer SW9783518789094450914
  • Autor find_in_page Thomas Brasch
  • Mit find_in_page Thomas Wild, Olaf Nicolai
  • Autoreninformationen Thomas Brasch, Dichter, Dramatiker, Filmschaffender und Übersetzer,… open_in_new Mehr erfahren
  • Verlag find_in_page Suhrkamp Verlag
  • Seitenzahl 96
  • Veröffentlichung 30.09.2026
  • Barrierefreiheit
    • Keine Angabe: Keine Informationen zur Barrierefreiheit bereitgestellt
    • Aussehen von Textinhalten kann angepasst werden
  • ISBN 9783518789094

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