Am 21.2.2026 ist der amerikanische Schriftsteller Dan Simmons im Alter von 77 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Genre-Literatur einen Autor, der Science Fiction, Horror und historische Elemente auf mitunter ungewöhnliche Weise verbinden konnte. Viele Leserinnen und Leser sind irgendwann einmal über seine Romane gestolpert - und dann oft bei ihm geblieben.
Während der letzten Jahre fiel Simmons durch politische Äußerungen auf, die teilweise kontrovers diskutiert wurden. Unabhängig davon bleibt sein literarisches Werk aber bemerkenswert. Romane wie Hyperion oder Terror zeigen, wie spannend und gleichzeitig anspruchsvoll Genre-Literatur sein kann und warum Dan Simmons ein Autor bleibt, der auch nach seinem Tod Teil der Literatur-Geschichte bleiben wird.
Er wurde 1948 im US-Bundesstaat Illiinois geboren und arbeitete viele Jahre als Lehrer, bevor er hauptberuflich Schriftsteller wurde. Erst in den 1980er Jahren begann er, ernsthaft zu veröffentlichen. Sein erster Roman, auf Deutsch zunächst unter dem Titel Göttin des Todes veröffentlicht, machte sofort auf sich aufmerksam: Die düstere Geschichte über einen amerikanischen Schriftsteller in Kalkutta gewann 1986 den World Fantasy Award.
Der große Durchbruch kam dann ein paar Jahre später mit Hyperion. Dieses Buch gewann unter anderem den Hugo Award und den Locust Award und gilt heute als einer der großen Science-Fiction-Romane des späten 20. Jahrhunderts. Die Geschichte war so erfolgreich, dass Simmons sie noch mit den Romanen Der Sturz von Hyperion, Endymion: Pforten der Zeit und Endymion: Die Auferstehung forsetzte.
Weitere bekannte Werke sind Kraft des Bösen, ein düsterer Thriller über Wesen, die die Menscheit geistig versklaven und der historische Horror-Roman Terror über eine gescheiterte Polar-Expedition. Vor allem letzerer Roman brachte Simmons eine große Leserschaft ein, da die Geschichte auch als Serie adaptiert wurde. Auch später blieb Simmons noch experiementierfreudig: Romane wie Ilium und Olympos verbinden Science Fiction geschickt mit griechischer Mythologie und zeigen, welch großes Interesse der Autor an Literatugeschichte und großen Erzähltraditionen hatte.
Insgesamt veröffentliche Dan Simmons über dreißig Romane und Kurzgeschichten. Neben dem Hugo und dem Locus Award gewann er auch den Bram Stoker Award und viele weitere Auszeichnungen.
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