Rezension: November

Die Bewohner der Bird Street in Lock Haven eint alle, dass sie besondere Talente haben. Aber genauso eint sie, dass sie einmal im Jahr einen Preis für diese Talente zahlen müssen: Im November müssen sie einen Menschen opfern, um ihr persönliches Glück aufrecht zu erhalten.

 

Das sagt der Klappentext: 

Cover Thomas Olde Heuvelt: November

Thomas Olde Heuvelt: November

Erscheinungsdatum: 12.10.2023 - Verlag: Heyne - Seitenzahl: 640

In Lock Haven, einer beschaulichen kleinen Stadt in Washington State, gibt es eine ganz besondere Straße. Die Bird Street. Wer in der Bird Street wohnt, ist erfolgreich, wohlhabend, gesund und glücklich. Die Kinder allesamt ausgeglichen, wohlerzogen und klug. Zumindest für elf Monate im Jahr. Im November jedoch brechen die dunklen Tage an. Pech, Misserfolg und Krankheit halten Einzug. Im November kommt der Fremde in die Bird Street, um bei den Bewohnern die Schulden einzutreiben. Im November ist die Zeit gekommen, den Preis für all das Glück zu zahlen. Denn es kehrt erst zurück, wenn ein Menschenleben geopfert wird ...

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Rezension zu "November" von Thomas Olde Heuvelt:

Thomas Olde Heuvelt konnte bereits mit Hex vor einigen Jahren einen Erfolg landen. Nun meldet er sich mit November mit einem - seiner eigenen Aussage nach deutlich komplexeren - Roman zurück. Dabei ist die Idee von November so einfach wie genial: Ein Monat, den viele mit dunklen Gedanken, grauen Tagen und Einsamkeit verbinden, wird auch für die Protagonisten in Heuvelts Roman zur Bedrohung.

Was anfangs noch recht harmlos beginnt, steigert sich kontinuierlich zu einem teilweise sehr schaurigen Roman. Selten haben mich Szenen so wie bei diesem Roman in den Bann gezogen - einfach, weil sie so spannend und bedrohlich waren. Zu viel vorwegnehmen möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht.

Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedliche Perspektiven von Mutter, Vater und zwei Kindern einer der Familien in der Bird Street. Im Verlauf stehen einzelne Figuren mal mehr, andere mal weniger im Vordergrund. Obwohl man zunächst das Gefühl hat, so die Geschichte aus allen Perspektiven nachverfolgen zu können, ist dies eine vom Autor geschickt angelegtes Täuschungsmanöver, das sich zu einem späteren Zeitpunkt auflösen wird.

Auch wenn Novemeber in erster Linie ein Unterhaltungsroman ist, findet Thomas Olde Heuvelt im Nachwort doch auch ein paar ernste Worte für alle Personen, die tatsächlich unter den Eindrücken der dunklen Monate leiden: Egal, wie dunkel und ausweglos der November scheint, am Ende kann man ihn - auch mit Hilfe von außen - überstehen. Und so ist Novembe ein ausgezeichneter Roman für die um Mut zu machen, dass es im echten Leben keine Pakte mit dem Teufel gibt.

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