Du musst das Leben nicht verstehen

Rilkes Tage und Träume

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Zum 100. Todestag Rilkes: ein eindringliches Porträt des großen Dichters Als Rainer Maria Rilke vor 100 Jahren starb, lagen ruhelose Jahrzehnte hinter ihm. Ob in der Künstlerkolonie Worpswede, bei dem Vorbild Rodin in Paris oder bei den Frauen, die ihn durchs Leben trugen, es hielt ihn nirgends lange. Der europaweit bestens vernetzte Einzelgänger, der bis zu Tolstoi nach Russland kam, wollte Bewegungsfreiheit, Berührungen, Resonanzen. Von einer Ideologie ließ er sich nie vereinnahmen. Allem Festen und Beständigen im Denken und in der Liebe misstraute er genauso wie allem Eindeutigen zwischen Mann und Frau. Wohl auch deshalb vereinte er so... alles anzeigen expand_more

Zum 100. Todestag Rilkes: ein eindringliches Porträt des großen Dichters





Als Rainer Maria Rilke vor 100 Jahren starb, lagen ruhelose Jahrzehnte hinter ihm. Ob in der Künstlerkolonie Worpswede, bei dem Vorbild Rodin in Paris oder bei den Frauen, die ihn durchs Leben trugen, es hielt ihn nirgends lange. Der europaweit bestens vernetzte Einzelgänger, der bis zu Tolstoi nach Russland kam, wollte Bewegungsfreiheit, Berührungen, Resonanzen. Von einer Ideologie ließ er sich nie vereinnahmen. Allem Festen und Beständigen im Denken und in der Liebe misstraute er genauso wie allem Eindeutigen zwischen Mann und Frau. Wohl auch deshalb vereinte er so viele scheinbare Widersprüche und Aufbrüche seiner Zeit in sich: die Lebensreform, die Religion der Erde, den Spiritismus, die Fortschritts- und Technikkritik, die Kultur der alteuropäischen Aristokratie und das moderne Paris Baudelaires. Rilke fand auf ganz eigenen Wegen Worte und Bilder für den Zusammenhang von Leben und Tod, der sich letztlich – wie er erkannte – dem kalten Verstand entzieht.

Du musst das Leben nicht verstehen: Iris Radisch begleitet Rilke auf seiner Suche − und verfolgt mit, wie er seine Erfahrungen und Erlebnisse in zeitlos schöne Dichtung verwandelt.



Iris Radisch, geboren 1959 in Berlin, ist Literaturkritikerin, Redakteurin und Buchautorin. Seit 1990 schreibt sie für die Wochenzeitung Die Zeit, deren Feuilleton sie von 2013 bis 2021 leitete. Sie gehörte zum Team der ZDF-Sendung «Das literarische Quartett» und war Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises, deren Vorsitz sie fünf Jahre innehatte. 2013 erschien das Buch Camus − Das Ideal der Einfachheit, das viele Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Ebenfalls bei Rowohlt erschienen Die letzten Dinge – Lebensendgespräche (2015) und Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben (2017).

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  • Autor find_in_page Iris Radisch
  • Autoreninformationen Iris Radisch, geboren 1959 in Berlin, ist Literaturkritikerin,… open_in_new Mehr erfahren
  • Verlag find_in_page Rowohlt E-Book
  • Seitenzahl 256
  • Veröffentlichung 06.10.2026
  • Barrierefreiheit
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  • ISBN 9783644021549

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