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100 Jahre Radio in Österreich: Von der RAVAG zum ORF 1924–2024
Programmatik und Wirkungsmacht eines Massenmediums
Im Namen von Bildung und Aufklärung sowie im Zeichen der Demokratie, der flachen Hierarchien und des Friedens startete im Jahr 1924 die Radio-Verkehrs-Aktiengesellschaft (RAVAG), deren Programmatik auch zur Stärkung der Nationalidentität einer jungen Republik beitragen sollte. Unterbrochen wurden diese hohen Ideale durch die totalitären Ideologien des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus. Nach den Jahren des propagandistischen Missbrauchs schrieben sich im Jahr 1945 die Alliierten mit dem Auftrag, die Bevölkerung zu redemokratisieren, in die Geschichte des österreichischen Rundfunks ein.
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes zeichnen die Geschichte dieser 100-jährigen nationalen Medienapparatur nach. Sie beleuchten dabei u. a. die nationalsozialistische Programmierung der RAVAG, den Einfluss des Föderalismus auf das Radio, Rundfunkpolitik zwischen Proporz und Kaltem Krieg oder die Bau- und Planungsgeschichte der RAVAG im ersten Funkhaus in der Johannesgasse.
Susana Zapke, Musikwissenschaftlerin, seit 2009 Universitätsprofessorin für Historische Musikwissenschaft an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK). Der Geschichte der Stadt Wien aus unterschiedlichen musik- und kulturhistorischen Perspektiven hat sie zahlreiche Publikationen und Forschungsprojekte gewidmet, u. a. "A Companion to Medieval Vienna", gem. mit E. Gruber (2021), "Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der MUK" (online 2021), "Die Musikschule der Stadt Wien im Nationalsozialismus" (2020), "Interactive Music Mapping Vienna" (online 2020).
Vorwort
ANDREAS MAILATH-POKORNY
Einleitung
SUSANA ZAPKE
Die Grundsatzdebatte um den Kulturbegriff
im Radio der Zwischenkriegszeit, 1924–1938
I. Mediale Kulturpolitik und gesellschaftliche Wirkungsmacht
WOLFGANG PENSOLD
Vom Wesen und Werden des Radios in Österreich
OLIVER RATHKOLB
Die politische Entwicklung der "Russischen Stunde"
der RAVAG, 1945–1950
CHRISTOPH HUBNER
Der Österreichische Rundfunk (ORF) und seine Landesstudios
II. Akteur:innen und Programmatik
JOHANNES PÖTZLBERGER
"Gott schütze Österreich" –
Medienkarrieren einer Untergangsinszenierung der RAVAG
HANNES EICHMANN
"139 SENDER!" – RAVAG und die Salzburger Festspiele
CHRISTIANE FENNESZ-JUHASZ UND ERNA STRÖBITZER
Die "Volksliedersingen" der RAVAG zwischen 1934 und 1937
DANIEL GOTTFRIED
Orgelmusik und Organist:innen in der RAVAG, 1925–1938 159
SUSANA ZAPKE
Das Neue Wiener Konservatorium am Puls der Zeit. Personelle
und programmatische Verflechtungen mit der RAVAG, 1926–1938
III. Schellackplatten auf Sendung
JOHANNES KAPELLER-HALLAMA
Schellackplatten auf Sendung: Eine kommentierte Playlist
WOLFGANG HIRSCHENBERGER UND GERLINDE HNATEK
Radio der Anfangszeit. Ein Programm für "jedermann"
IV. Die RAVAG in der Johannesgasse 4a
SUSANA ZAPKE
Die Johannesgasse 4a: Sechzig Jahre Planungsgeschichte, 1885–1945
Doppelschule – RAVAG – NS-Musikschule
Autor:innen
Namensregister
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- Artikel-Nr.: SW9783990946459110164
- Artikelnummer SW9783990946459110164
-
Verlag
Hollitzer Wissenschaftsverlag
- ISBN 9783990946459