Die imitatio Augusti in der frühen Kaiserzeit
Basierend auf der kritischen Analyse von literarischen, numismatischen, epigraphischen und archäologischen Quellen untersucht Philipp Brockkötter die imitatio Augusti als vergangenheitsbezogenes Bezugssystem im Rahmen der politischen Kommunikation zwischen dem Kaiser und verschiedenen Gruppen der Bevölkerung. Dabei werden nicht nur die individuellen Schwerpunkte der imitatio in den Herrschaftszeiten der einzelnen Kaiser, sondern auch der Weg der Konstituierung der imitatio im Spiel zwischen multiperspektivischer Vergangenheitskonstruktion und Deutungsdiskursen herausgearbeitet. Insgesamt zeigt sich dabei, dass die imitatio Augusti den verschiedenen akzeptanzrelevanten Gruppen des Imperiums trotz des asymmetrischen Machtgefüges die Möglichkeit einer Beeinflussung und Mitbestimmung der kaiserlichen Rolle bot, welche ihrerseits für Akzeptanz beziehungsweise Legitimität über Partizipation sorgte. Sie spielte so eine wesentliche Rolle in der Konstituierung und Perpetuierung des Prinzipates.
Philipp Brockkötter promovierte am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie dem dortigen Institut für Altertumswissenschaften. Derzeit ist er Leiter des Friedensbüros der Stadt Münster.
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- Artikel-Nr.: SW9783911065160110164
- Artikelnummer SW9783911065160110164
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Autor
Philipp Brockkötter
- Mit Susanne Froehlich, Angela Ganter, Tanja Itgenshorst, Stefan Rebenich, Uwe Walter
- Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
- Seitenzahl 591
- Veröffentlichung 16.06.2025
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783911065160
- Mit Susanne Froehlich, Angela Ganter, Tanja Itgenshorst, Stefan Rebenich, Uwe Walter