Vom Hausen und Wohnen

In Zwischenräumen daheim

Hausen und Wohnen: Zwei graduell unterschiedliche Weisen des Eingebundenseins in die Umgebung bzw. in die Welt. Die Texte erkunden in losen Zusammenhängen die Dialektik von geschlossenen und offenen Wohnsituationen in Bezug auf die Lebenswelt in sowohl historischer als auch (inter)kultureller Perspektive. Als Repräsentanten solcher ›Wohnbehausungen‹ werden einerseits reale Bauwerke wie Gehäuse, Zelte, Hütten oder Traditionsbauten angeführt, aber auch zeitgenössische Architektur, die das Potenzial solcher Grundformen zu nutzen weiß, wie bei Le Corbusier oder in der jüngeren japanischen Architektengeneration bei Sou Fujimoto,... alles anzeigen expand_more

Hausen und Wohnen: Zwei graduell unterschiedliche Weisen des Eingebundenseins in die Umgebung bzw. in die Welt. Die Texte erkunden in losen Zusammenhängen die Dialektik von geschlossenen und offenen Wohnsituationen in Bezug auf die Lebenswelt in sowohl historischer als auch (inter)kultureller Perspektive. Als Repräsentanten solcher ›Wohnbehausungen‹ werden einerseits reale Bauwerke wie Gehäuse, Zelte, Hütten oder Traditionsbauten angeführt, aber auch zeitgenössische Architektur, die das Potenzial solcher Grundformen zu nutzen weiß, wie bei Le Corbusier oder in der jüngeren japanischen Architektengeneration bei Sou Fujimoto, SANAA, Toyo Ito u. a.

Andererseits wird der Architekturdiskurs mit Diskursen aus anderen Bereichen, die zur selben Thematik beitragen, unterlegt. Dabei wird das Eingebundensein in die Welt aus verschiedenen Perspektiven thematisiert: phänomenologisch, anthropologisch, psychoanalytisch oder literarisch, wie etwa bei Gaston Bachelard, Tim Ingold oder Peter Handke … In all den Diskursen wird aber deutlich, wie sich Wohnen als existenzielles Bedürfnis des Menschen über alle Zeiten und Kulturen hinweg real wie symbolisch in elementaren Formen Ausdruck verschafft.

Wieviel Hausen steckt im Wohnen? — eine Frage nicht nur von architektonischer Relevanz, sondern auch ein Indikator für ökologisches Bewusstsein.



WALTER RUPRECHTER besuchte die HTL für Hochbau in Innsbruck, bevor er Germanistik, Kunstgeschichte und Geschichte in Wien studierte; übersiedelte 1992 nach Japan, um an der Tokyo Metropolitan University eine Professur für Literatur- und Kulturwissenschaft anzutreten; haust bzw. wohnt seit 2017 im Burgenland und in Wien. Arbeiten zur sprachavantgardistischen und experimentellen Literatur sowie zu kulturtheoretischen und -historischen Themen. Buchpublikation: "Passagen. Studien zum Kulturaustausch zwischen Japan und dem Westen", München 2016



0 Vorwort · 1 Im Gehäuse (hausen) · 2 In der Hütte (verweilen) · 3 Im Zelt (weiterziehen) · 4 Lob der Bodenlosigkeit (Levinas, Flusser, Rudofsky) · 5 Höhle oder Nest? · 6 Hyle oder Hülle? – Das japanische Haus · 7 Baum im/als Raum · 8 Bequemlichkeit oder Trost? – Über Wohnkomfort · 9 Zimmer, Küche, Bad, WC · 10 Türen, Fenster, Wände – Medien der Grenzregulierung · 11 Dinge des Wohnens · 12 Wohnen im Raum · 13 Wohnen in der Zeit · 14 Wohnen im Traum (Bachelard, Perec) · 15 Im Epischen hausen (Handke) · 16 Wohnen ohne Eigenschaften (Musil) · 17 Ein Zimmer für Gilgi allein (Keun) · 18 Raumpraktiken hier und anderswo · Anmerkungen · Literatur

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  • Artikelnummer SW9783862059911110164
  • Autor find_in_page Walter Ruprechter
  • Autoreninformationen WALTER RUPRECHTER besuchte die HTL für Hochbau in Innsbruck, bevor… open_in_new Mehr erfahren
  • Verlag find_in_page Iudicium
  • Seitenzahl 160
  • Veröffentlichung 03.11.2025
  • Barrierefreiheit
    Aktuell liegen noch keine Informationen vor
  • ISBN 9783862059911

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