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Was Entdeckungsreisen wirklich entdeckten – und zerstörten
Europäische Expansion, indigene Perspektiven und globale Folgen der Erkundungsfahrten vom 15. bis 17. Jahrhundert
Die sogenannte Entdeckung neuer Welten war für Millionen Menschen keine Entdeckung – sondern Invasion, Unterwerfung und Vernichtung ihrer Zivilisationen.
Dieses Buch untersucht das Zeitalter der Erkundung nicht als heroische Pionierleistung, sondern als komplexes Machtgefüge aus technologischer Überlegenheit, wirtschaftlichen Interessen und verheerenden Folgen. Es verfolgt die Expeditionen von Kolumbus, da Gama, Magellan und anderen – aber aus einer erweiterten Perspektive: Was geschah mit den Gesellschaften, die "entdeckt" wurden? Welche indigenen Stimmen sind erhalten? Wie rechtfertigten Europäer Gewalt und Landnahme?
Anhand zeitgenössischer Berichte, indigener Zeugnisse, archäologischer Befunde und neuerer Forschung rekonstruiert das Buch die Mechanismen der Expansion: Seekartografie und Navigation, Finanzierung durch Handelskompanien, Rolle von Missionaren, Einführung von Krankheiten und Waffen. Es zeigt, wie Handelsrouten zu Ausbeutungssystemen wurden und wie lokale Gesellschaften – oft strategisch – reagierten, Widerstand leisteten oder kooperierten.
Zugleich fragt es: Welche ökonomischen Strukturen trieben die Expansion? Wie legitimierten religiöse und "wissenschaftliche" Ideologien Eroberung? Und wie prägen diese Entscheidungen bis heute globale Ungleichheiten?
Geschichte wird anders, wenn man fragt: Für wen war es Entdeckung – und für wen Untergang?
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- Artikel-Nr.: SW9783565200085110164
- Artikelnummer SW9783565200085110164
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Autor
Verena Busch
- Verlag epubli
- Seitenzahl 204
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783565200085