Soziale Rechte einklagen
Gerichte im deutschen Wohlfahrtsstaat des 20. Jahrhunderts
Jährlich klagen in Deutschland tausende Menschen auf Sozialleistungen – das Klagen vor dem Sozialgericht ist ein fester Bestandteil des deutschen Sozialstaates. In der Forschung zur Geschichte der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland wurden Gerichte bislang jedoch kaum beachtet. Helge Jonas Pösche geht erstmals der Geschichte der Gerichtsverfahren um Sozialleistungen nach und untersucht Klagen auf Leistungen von Sozialhilfe und Arbeitslosenversicherung vor Sozial- bzw. Verwaltungsgerichten seit den 1920er-Jahren, über drei politische Systeme hinweg – Weimarer Republik, NS-Staat und Bundesrepublik. Die Studie zeigt den prägenden Einfluss der Klägerinnen und Kläger sowie der Gerichtsentscheidungen auf die Entwicklung des deutschen Wohlfahrtstaates im 20. Jahrhundert. Die Verfahrensakten erlauben zudem einen einmaligen Einblick in die unterschiedlichen moralischen Argumente, mit denen Bürgerinnen und Bürger im Zeitverlauf ihren Anspruch auf Sozialleistungen begründeten.
Helge Jonas Pösche ist Historiker und lebt in Berlin.
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- Artikel-Nr.: SW9783647311753110164
- Artikelnummer SW9783647311753110164
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Autor
Helge Jonas Pösche
- Mit Gunilla Budde, Christina Morina, Paul Nolte, Alexander Nützenadel, Kiran Klaus Patel
- Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
- Seitenzahl 373
- Veröffentlichung 09.03.2026
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783647311753
- Mit Gunilla Budde, Christina Morina, Paul Nolte, Alexander Nützenadel, Kiran Klaus Patel